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Machen Sie Schluss mit Spam

Haben Sie auch jede Menge unerwünschte Nachrichten in Ihrem Posteingang? Sparen Sie sich das nervige Aussortieren und wehren Sie sich – der Pctipp sagt Ihnen wie.

blue_quad von Janis Berneker (19.03.2009)

Bildergalerie Zum Starten auf das Bild klicken Spam muss nicht sein. Es nervt gewaltig: Im dritten Quartal 2008 waren mehr als drei Viertel aller Mails unerwünschte Werbung – dies zeigt eine Studie von Commtouch und Panda Security. Diese sogenannten Spam- oder Junkmails auszumisten, erfordert viel Arbeit. Selbst die heutigen Spam-Filter helfen nur beschränkt. Schliesslich ist es nicht einfach, zu bestimmen, ob eine Mail erwünscht ist oder nicht. Entweder verhält sich der Filter zu konservativ und lässt Spammails passieren oder noch ärgerlicher: Er sortiert eine wichtige Nachricht aus.
Wir bieten Ihnen in diesem Artikel viele praktische Tipps, wie Sie die unerwünschten Massenmails stark verringern können. Dazu reichen einige einfache, aber effiziente Massnahmen. Gleich nachfolgend lernen Sie zuerst die ausgefeilten Tricks der Spammer näher kennen.

Die Tricks der Spammer
Die Definition von Spam reicht von Werbenachrichten über illegale Angebote bis hin zu unerwünschten Massenmails jeglicher Art und kann somit auch Betrugs- oder Virenmails umfassen. Um die Flut dieser Nachrichten einzudämmen, bieten heutige Mailprogramme fast immer einen Spam-Filter. Auch die meisten Mailprovider nutzen einen solchen Filter auf ihren Servern. Zu deren Verwendung kommen wir später noch.

Wie wird Spam verschickt? Mehr als vier von fünf Spammails werden aktuell über sogenannte Bot-Netze verschickt, auch bekannt als Zombie-Netzwerke. Dabei handelt es sich um Tausende mit Viren infizierter Computer, die von Spammern ferngesteuert werden. Diese PCs versenden so lange Werbemails, bis der entsprechende Schädling auf dem Rechner des Opfers erkannt und entfernt wird.

Diese Methode hat mehrere Vorteile für die Drahtzieher: Zum einen werden die Kosten minimiert, da der Datentransfer bei den infizierten Computern anfällt und keine leistungsfähigen Server benötigt, zum anderen lassen sich die Absender dieser Spammails viel schwieriger erkennen und zurückverfolgen.

Die bekanntesten Spam-Formen: Ausser Spam per Mail gibt es auch zahlreiche andere Kanäle, über die unerwünschte Werbung verbreitet wird.
Es gibt zudem unterschiedliche Formen von Spam, wobei die meisten Massenmails für ein Produkt werben, das über einen Webshop vertrieben wird, z.B. potenzsteigernde Mittel wie Viagra. Auch andere Medikamente, Kredite oder Produktfälschungen werden beworben.

Nigeria-Spam: Schon seit vielen Jahren bekannt und verbreitet ist Nigeria-Spam oder 419 scam, wie er im Englischen genannt wird. Darin erzählt der Absender meist von einem afrikanischen Politiker, der viel Geld besessen habe und gestorben sei. Dieses Geld liege nun auf einem Bankkonto und solle in Sicherheit gebracht werden – oftmals unter dem Vorwand, dass es nicht für Waffen oder dergleichen eingesetzt werde. Die Betrüger erzählen weiter, dass sie Ihre Kontodaten benötigten, um das Geld zu überweisen. Das Ganze laufe völlig risikofrei ab und bis auf eine kleine Investitionssumme sei keinerlei Aufwand nötig. Nach Abschluss des Geschäfts würden Sie eine grosszügige Prämie erhalten. Natürlich sehen Sie nach dem Einzahlen der Investitionsgebühren keinen Rappen mehr und auch auf eine erneute Kontaktaufnahme können Sie lange warten.

Allerdings gibt es ein Projekt, das diese Betrüger selbst austrickst. Genaueres dazu erfahren Sie auf der Seite www.419eater.com.

Spammer sind fantasiereich, wenn es ums Austricksen der Filter geht.vergrößenSpammer sind fantasiereich, wenn es ums Austricksen der Filter geht. Neue Spam-Techniken: Nachdem in den letzten Jahren Spam mit Bildern populär wurde, da diese zumindest die Bayesian-Mailfilter umgehen, zeigen sich jüngst einige neue Entwicklungen: Zunehmend verbreitet ist Werbung mit integrierten Flash-Dateien. Die Multimediatechnik Flash wird normalerweise auf zahlreichen interaktiven Webseiten eingesetzt. Auch grosse Videoportale wie etwa YouTube nutzen diese. Für Spammer bieten sich Mails mit Flash an, da die Filter den darin enthaltenen Text nicht auslesen können.

Der Nachteil von Flash ist jedoch, dass der Platzbedarf grösser ist als bei «normalen» Nachrichten. Damit braucht auch deren Übertragung länger, sodass weniger Spam verschickt werden kann. Immer beliebter werden deshalb auch vertikale Werbebotschaften.
Dabei werden zuerst untereinander mehrere seriöse Wörter aufgelistet, die möglichst nicht von Bayesian-Filtern erkannt werden. Danach färben die Massenmailer jedes Wort bis auf die Anfangsbuchstaben gleich wie den Hintergrund. Damit sieht der Empfänger ausschliesslich die Anfangsbuchstaben, die zusammen eine Werbebotschaft ergeben. Der Spam-Filter erkennt hingegen nur die ganzen, seriösen Wörter.



  

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