So nimmt Ihnen Word Arbeit ab
In Microsofts Word lässt sich nicht bloss ein Zeichen oder Wort durch ein anderes ersetzen. Die Textverarbeitung bietet einige überraschende Funktionen, die Ihnen viel Arbeit abnehmen.
Das Überarbeiten von Textdokumenten ist oft eine mühsame Sache: Auf einmal merkt man, dass ein Name falsch geschrieben wurde und dieser im ganzen Text korrigiert werden muss.
Oder der Preis eines Produkts, das mehrfach erwähnt wird, beträgt neu 75 statt 80 Franken. In solchen Fällen ist die Word-Funktion «Suchen und Ersetzen» Gold wert.
Was vielen Anwendern nicht bewusst ist: Ausser Zeichen lassen sich auch Formate oder sogar Zeilenumbrüche automatisch austauschen. Die folgenden Tipps zeigen Schritt für Schritt, wie das geht. Wir demonstrieren unsere Beispiele in Word 2010, sie funktionieren aber in älteren Office-Versionen ähnlich.
Text suchen und ersetzen

Per Ctrl+H oder Mausklick rufen Sie das «Suchen und Ersetzen»-Werkzeug auf
Die mit Abstand leichteste Übung besteht darin, ein oder mehrere Zeichen automatisch durch andere zu ersetzen. Der Klassiker schlechthin in der Schweiz: Man ersetze das deutsche Eszett (ß) durch ss. Drücken Sie hierfür die Tastenkombination
Ctrl+H oder klicken Sie im
Word-Reiter Start bei
Bearbeiten auf
Ersetzen.

Die «Suchen und Ersetzen»-Funktion ist kinderleicht zu bedienen
Tippen Sie das zu ersetzende Zeichen (ß) ins Feld «Suchen nach» (Bild, Punkt A), und geben Sie die gewünschte neue Zeichenfolge (ss) unter «Ersetzen durch» (Punkt B) ein. Falls Sie auf Ihrer Tastatur das ß-Zeichen nicht finden, markieren Sie eines im Text, kopieren es mittels
Ctrl+C und fügen es per
Ctrl+V ein. Im vorliegenden Beispiel können Sie ruhig zu
Alle ersetzen (Punkt C) greifen.
Sollen hingegen einige Exemplare eines Zeichens oder einer Zeichenfolge nicht ersetzt werden,
klicken Sie auf
Weitersuchen (Punkt D), um zur ersten Fundstelle zu springen. Dort bestimmen Sie, ob Word
Ersetzen (Punkt E) soll oder die Fundstelle auslässt und per Weitersuchen zum nächsten Fundort springt.
Format austauschen
Der eine will Hervorhebungen fett haben, der andere kursiv, der dritte steht auf Kapitälchen. Wenn Sie ein Schriftformat durch ein anderes ersetzen wollen, wäre es sehr aufwendig, jedes einzelne Vorkommen manuell zu markieren und zu ändern. Hier gibt es verschiedene Lösungen.

Wenn Sie grosses Glück haben, hat Ihr Vorgänger die Hervorhebungen nicht einzeln von Hand eingefügt, sondern mithilfe von Formatvorlagen. In diesem Fall müssen Sie nicht einmal die «Suchen und Ersetzen»-Funktion bemühen, sondern gehen stattdessen wie folgt vor: Doppelklicken Sie eines der hervorgehobenen Wörter. Rufen Sie über einen Rechtsklick die Schriftart auf und passen Sie die Schrift wie gewünscht an. Klicken Sie auf
OK und lassen Sie das Wort markiert. Wählen Sie unter
Start/Formatvorlagen ändern das kleine Rechteck mit Pfeil (Punkt A).

Formatvorlagen lassen sich mit wenigen Klicks anpassen
In den aufgelisteten Formatvorlagen sollte die verwendete markiert sein. Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie
(Vorlagenname) aktualisieren, um der Auswahl zu entsprechen. Word ändert die Einstellung der Formatvorlage; alles, was damit formatiert wurde, passt sich auf einen Schlag an.

Wurde auf Formatvorlagen verzichtet, hilft Ihnen die «Suchen und Ersetzen»-Funktion. Nehmen wir an, Sie haben einzelne Textstellen in Times, Grösse 12, fettformatiert. Diese wollen Sie mit Arial, Grösse 12, Kapitälchen ersetzen. Öffnen Sie den «Suchen und Ersetzen»-Dialog und gehen Sie zu Erweitern (Punkt F). Platzieren Sie den Cursor ins Feld «Suchen nach». Unter Sonderformat greifen Sie zu
Beliebiges Zeichen, worauf
^? erscheint. Gehen Sie zu
Format/Zeichen, wählen Sie
Times, Grösse 12, Fett und deaktivieren Sie alle Effekte. Klicken Sie auf
OK. Jetzt wechseln Sie zu «Ersetzen durch» und öffnen erneut
Format/Zeichen. Greifen Sie zu
Arial, Nicht Fett, Grösse 12 und aktivieren Sie bei den Effekten nur die «Kapitälchen». Der Klick auf
Alle ersetzen wandelt die fetten Wörter in Kapitälchen um.
Tipp: Legen Sie Sicherheitskopien Ihrer Dokumente an, bevor Sie solche Automatismen durch Ihre Texte jagen. Wird zu viel geändert, haben Sie noch das Original zur Hand.
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