Home  >  Sicherheit  > Artikel 48753

spacer

Lauschangriff auf Skype-Anwender

Der angeblich von Behörden in Auftrag gegebene Schädling «Megapanzer» speichert Skype-Anrufe als MP3-Datei. Sein Schweizer Entwickler hat jetzt den Schadcode des «Bundestrojaners» als Open Source veröffentlicht.

blue_quad von Sandra Adlesgruber (31.08.2009)

Um Opfer des Skype-Trojaners zu werden, muss der Schädling erst auf den Computer gelangen. Das passiert über die üblichen Infektionswege (Drive-by-Download, Mails, verseuchte Datenträger etc.)Um Opfer des Skype-Trojaners zu werden, muss der Schädling erst auf den Computer gelangen. Das passiert über die üblichen Infektionswege (Drive-by-Download, Mails, verseuchte Datenträger etc.) Ruben Unteregger war beim Schweizer Unternehmen ERA IT Solutions beschäftigt, um ein Programm zum Abhören und Aufzeichnen von Skype-Anrufen zu entwickeln. 2008 verliess Unteregger den Betrieb. Jetzt stellt er auf seiner Webseite Megapanzer.com einen Teil der Quelltexte und Binärdateien des Trojaners als Open Source zur Verfügung. Die wichtigsten Komponenten, um tatsächlich eine Skype-Abhörung durchführen zu können, hält er unter Verschluss. Mit der Veröffentlichung will Unteregger auf die Risiken von VoIP-Programmen aufmerksam machen. Gleichzeitig sollen die Anbieter von Antiviren-Software dadurch die Chance haben, den Trojaner zu erkennen und nutzlos zu machen. Symantec warnt bereits vor dem Megapanzer. Auch Sophos-Programme erkennen die Skype-Malware.

Unteregger besitzt zwar die Software-Rechte am so genannten Bundes- oder Staatstrojaner, dessen Entwicklung seitens der Behörden zum Überwachen von Rechnern beauftragt wurde. Durch eine Vertragsklausel ist es ihm jedoch untersagt, Informationen über Auftraggeber und Projektbeteiligte bekannt zu geben.



  


Anzeige
Social Bookmarks
Ähnliche Artikel

Google hat mit der neusten Version 2.0.172.43 seines Browsers Chrome gleich drei Sicherheitslücken geschlossen. Eine davon hat das Security-Team von Mozilla... Mozilla entdeckt Google-Chrome-Lücke

Sicherheitsspezialist McAfee hat untersucht, nach welcher Prominenz Sie im Internet besser nicht suchen sollen. Die «gefährlichsten» Promis

Nach den Treffen mit dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (Edöb), Hanspeter Thür, will Google nun seinen Forderungen nachkommen... Google verbessert StreetView

Die Datensicherungslösung speichert geänderte Dateien automatisch im Hintergrund und kann diese auch nach einem längeren Zeitraum wieder herstellen. SimonTools LiveBackup

In der Schweiz prüft Microsoft ab sofort die Echtheit der installierten Office-Software auf den Kunden-PCs. Damit will der Hersteller die Zahl der raubkopierten... Echtheitsprüfung für Office

Aktuelle Bedrohungen

Eine kleine Schraube und eine verpfuschte Reparatur waren schuld am iPhone-Brand, der sich im vergangenen November in einem Flugzeug einer australischen... Flugzeug-iPhone-Brand: Schraube war schuld

Die Zahl der Cyber-Angriffe ist im letzten Jahr um 81 Prozent gestiegen. In Europa belegt Deutschland den ersten Platz in der Cybercrime-Rangliste. Doch... Cybercrime-Angriffe: Schweiz in den Top 10

Lookout warnt vor dem erstern Drive-by-Download-Schädling für Android-Nutzer. «NotCompatible» mogelt sich fast automatisch auf Ihr Smartphone. Drive-by-Malware für Android entdeckt

Über Flashback dürften sich nicht nur die Besitzer befallener Rechner ärgern, sondern auch Google. Jeden Tag sollen dem Suchgiganten wegen des Trojaners... Flashback-Trojaner kostet Google viel Geld

Microsoft bietet mit Security Essentials 4.0 eine neue Version seiner Antiviren-Software für Windows zum kostenlosen Download an. Microsoft Security Essentials 4.0 ist da

Leser empfehlen

Laut dem Sicherheitsexperten Eugene Kaspersky ist der Flashback-Ausbruch auf Apples Macs nur der Anfang einer neuen Malware-Welle. Kaspersky: «Apple 10 Jahre hinter Microsoft»

Teile des Quelltexts von VMware ESX ist gestohlen und online veröffentlicht worden. Welche Sicherheitsrisiken sich hieraus ergeben, ist noch unklar. Chinesen klauen VMware-Quellcode

Der Sicherheitsanbieter secure.me hat untersucht, wie (un)vorsichtig Europäer mit sensiblen Informationen auf Facebook umgehen. Obwohl im Ländervergleich... Facebook: Schweizer offenbaren viel

Cyberkriminelle «verdienen» jährlich über 12 Milliarden US-Dollar. Einen grossen Teil davon ergaunern sich russischsprachige Hacker. Russland, Hochburg der Cyberkriminellen

Der FlashPlayer von Macromedia bzw. Adobe bedarf hie und da einer Generalüberholung - auch aus Sicherheitsgründen. FlashPlayer-Update: So gehts richtig

ICT-PRESSETICKER
ANZEIGE
PROMOTION
PCTIPP ABONNIEREN
Holen Sie sich monatlich die besten Tipps und Tricks für den PC-Alltag nach Hause.
NEWSLETTER
Wir halten Sie auf dem Laufenden: Der Newsletter liefert Ihnen jeden Werktag das Aktuellste aus der Welt von Computer und Internet.

RSS-FEEDS
Die PCtipp-Website bietet RSS-Feeds an. Holen Sie sich die Schlagzeilen von PCtipp.ch schnell und bequem auf den Desktop oder bauen Sie diese in Ihre eigene Webseite ein.
Anzeige