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Cloud Computing erkennt Ihre Wünsche

Beim Cloud Computing geht es nicht, wie heute noch viele glauben, um Dienste, bei denen man seine Dateien online ablegen kann, wie etwa bei Dropbox oder Skydrive. Tatsächlich geht es beim Cloud Computing um die Bedürfniserkennung des Anwenders. Im Idealfall erkennen die neuen Dienste die Wünsche ihrer Nutzer, bevor sie selbst darauf kommen.

Foursquare zeigt Ihnen Ihren Standort an und liefert Tipps, was es in der Nähe Interessantes gibtvergrößenFoursquare zeigt Ihnen Ihren Standort an und liefert Tipps, was es in der Nähe Interessantes gibt

Foursquare: Ein Vorgeschmack darauf gibt heute schon etwa der Dienst Foursquare, den es als Webdienst gibt, der aber häufiger als App fürs Smartphone genutzt wird. Mit der App können Sie sich an jedem erdenklichen Ort einchecken. So geben Sie etwa bekannt, dass Sie gerade im Gasthof zur Gans in der Müllerstrasse sind. Garniert wird ein solcher Check-in mit einer Statusmeldung wie: Der Schweinebraten hier ist gar nicht mal so schlecht. Alle Freunde, mit denen Sie auf Foursquare verbunden sind, sind so über Ihren Standort und Ihre Meinung informiert. Sie können zu jedem Ort auch öffentlich einsehbare Tipps abgeben und die Tipps von anderen Foursquare-Nutzern lesen und abonnieren.

Automatische Tipps nach Ort und Uhrzeit: Tipps sind in Listen zusammengefasst und lassen sich abonnieren. Wer dann in der Müllerstrasse vorbeikommt, erhält von Foursquare den Hinweis, dass es hier guten Schweinebraten gibt. Wer sich daraufhin in dem Gasthaus eincheckt, soll künftig von Foursquare verstärkt Tipps zur bürgerlichen Küche bekommen. Wenn die Datenbank von Foursquare intelligent arbeitet, kommen solche Infos eher dann, wenn es Essenszeit ist.

Den Datenschützern wird ganz mulmig: Foursquare und künftige andere Cloud-Dienste sammeln zunächst Daten über ihre Nutzer, weshalb Datenschützer bei diesen Firmen regelmässig Bauchschmerzen bekommen. Neu bei diesen Diensten ist, wo sie Daten erheben, über welche Geräte die Infos fliessen und wie sie kombiniert werden. Noch ist das Smartphone das primäre Gerät fürs Sammeln und Ausgeben der Informationen. Aber schon bald können es auch der Badezimmerspiegel, der Esstisch und der Bordcomputer des Autos sein. Alle diese Geräte werden eine IP-Adresse haben und mit der Cloud verbunden sein. Und viele Nutzer werden sie so nützlich finden wie einen PC heute.





     

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