Kurztest: The Doctor Who Cloned Me

Kurztest: The Doctor Who Cloned Me
Mit The Doctor Who Cloned Me hat
Gearbox Software das polarisierende Duke Nukem Forever mit einem neuen Einzelspielerkapitel erweitert. Wir haben uns durch die 7,99 Euro teure
Steam-Fassung geballert.
In The Doctor Who Cloned Me produziert der namensgebende Dr. Proton in der legendären Area 51 eine Cyborg-Armee und verpasst den Blechkriegern das ?ussere seines Erzfeindes Duke Nukem. In 13 Abschnitten müssen wir die Pläne des wahnsinnigen Wissenschaftlers durchkreuzen, wofür wir Zugriff auf bekannte und brandneue Waffen erhalten. Eine davon lässt die Gegner einfach platzen. Das Zusatzpaket ist um Abwechslung bemüht und erreicht in dieser Hinsicht zumindest das Niveau des Hauptspiels. Wir nehmen an Standgeschützen Platz, absolvieren in luftigen Höhen oder als Miniduke ein paar Sprungeinlagen und müssen teils ätzende, weil schwerfällig steuerbare Fahrsequenzen mit Hindernissen über uns ergehen lassen. Gut gelungen ist die Bedienung eines Magnetkrans, womit wir einen Weg freiräumen müssen. Und auch die Fahrt auf einer Transportplattform macht Spass, da wir abwechselnd
Aliens metzeln und Laserbarrieren ausweichen müssen. Zwischendurch lenken typische Spielereien vom Balleralltag ab, darunter Gewichtheben, Armdrücken, ein
Space Invaders-Automat - und natürlich viel nackte Haut. In einem Stripklub müssen wir der Besitzerin diverse Gefälligkeiten erweisen, etwa ein Ungezieferproblem lösen und ein paar aufdringliche Gäste vermöbeln. Davon abgesehen gibt's mit Action vollgepackte Schlauchlevels in klassischer Shooter-Manier, wobei Duke Nukem zeitweise mit prominenter Gesellschaft kämpft. Einer der Tiefpunkte von The Doctor Who Cloned Me ist definitiv eine Klontestkammer, die an ein sehr schlecht gemachtes Tutorial erinnert und sowohl spielerisch als auch technisch auf unterstem Niveau ist. Grafisch darf natürlich generell kein Wunderwerk erwartet werden. Auf höchster Detailstufe und selbst mit aktiviertem FXAA (Kantenglättung in Form
eines Weichzeichners) gibt's immer noch instabile Frameraten und hässlich flimmernde Treppcheneffekte. Tipp: Post-Processing und erweiterte Effekte ausschalten - schon sieht die Grafik etwas sauberer und schärfer aus. Einen Patch kann das Zusatzpaket übrigens durchaus vertragen: Im recht spektakulären Finalkampf ist ein entscheidender Körperteil des Riesenbosses in der Luft hängen geblieben. Da half nur das Laden des letzten Kontrollpunktes. Reproduzieren konnten wir den Fehler nicht. Fazit von Daniel Boll Für 7,99 Euro bietet The Doctor Who Cloned Me durchaus Unterhaltung und Abwechslung auf dem Niveau des Hauptspiels. Das bedeutet natürlich auch ein qualitativ ähnliches Auf und Ab: Mal öde, mal frustrierend, mal einfallsreich und kultverdächtig. Zwei bis drei Stunden
dürftet ihr mit dem neuen Einzelspielerkapitel beschäftigt sein. Danach warten vier neue Mehrspielerkarten. Kurz und knapp lässt sich sagen: Wer Duke Nukem Forever mochte, kann bedenkenlos zum Zusatzpaket greifen. Alle anderen lassen besser die Finger davon. Nachtrag: Wer auf obigen Preislink klickt, wird bemerken, dass Duke Nukem Forever und alle Zusatzinhalte derzeit deutlich im Preis gesenkt sind. The Doctor Who Cloned Me kostet nur 2 Euro. Für den Preis könnt ihr nichts falschmachen.
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