Ausstattung
Zentrale Schnittstelle eines jeden PCs ist das Mainboard. Darauf finden sich Komponenten wie die Grafikkarte, der Arbeitsspeicher (RAM) und der Prozessor (CPU). Bei Nettops haben die Hersteller wegen der kompakten Bauweise und dem günstigen Preis den Prozessor direkt mit dem Mainboard verlötet. Das spart ein paar Zentimeter Bauhöhe und einige Franken, die für einen gesonderten CPU-Sockel fällig wären. Ein Prozessortausch ist damit nicht mehr möglich.

Darüber hinaus knüpft Microsoft harte Bedingungen an Nettops, die mit dem Betriebssystem Windows XP Home ausgestattet sind. So dürfen Hersteller in ihren Minis maximal eine 160 GB grosse Festplatte und einen 1 GB grossen Arbeitsspeicher verbauen. Eine kleine Hintertüre für dieses XP-Dilemma halten sich Axxiv, MR Computertechnik und Brack offen. Sie bieten künftige Nettops auch ohne Windows XP an. Dadurch können sie die Grösse des Arbeitsspeichers und der Festplatte erhöhen. So lässt sich etwa Axxivs PG22 in der kommenden Version F2 mit bis zu 2 GB RAM und einem Festplattenspeicher von rund 320 GB aufrüsten.

Asus Eee Box: kleiner Ausreisser
Für diesen Test haben uns die Hersteller sechs Nettops mit nahezu identischer Ausstattung zur Verfügung gestellt. Taktgeber ist fünfmal Intels Atom-CPU N230. Einzig die Eee Box von Asus schert mit dem für Netbooks vorgesehenen Modell Atom N270 aus. Der kleine Unterschied: Die Eee Box verbraucht nur 22 Watt unter Volllast, alle anderen Nettop-Modelle hingegen zwischen 30 bis 45 Watt. Verglichen mit dem Leistungshunger eines Standard-PCs (150 bis 180 Watt) ist das aber immer noch sehr wenig. Und gegen die stromfressenden High-End-PCs, die zwischen 235 (Digitec Tharsis 90.8) und 341 Watt (Steg Computer Xtreme Series) verbraten, sind Nettops wahre Waisenknaben.
Dafür trumpfen High-End-Rechner punkto Ausstattung auf. Alle sechs Modelle bieten mindestens acht USB-Ports, 7.1-Sound und ein Kartenlesegerät für die gängigsten Speicherkarten. Pluspunkte sammelt Dells XPS 730. Er verfügt über die hochwertige Creative-Labs-Soundkarte X-Fi Extreme onboard.

Farblich top: Acers High-End-Bolide Aspire G7700 Predator
Richtig üppig ist durchwegs der verbaute Arbeitsspeicher: HP spendiert seinem Modell 8 GB, Steg Computer integriert 6 GB, Acer und Brack bieten noch 4 GB RAM. Zur Grundausstattung der Boliden gehört ferner ein Blu-ray-Laufwerk und ein DVD-Brenner. Einzig Digitecs Tharsis 90.8 bietet nur einen DVD-Brenner
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