Test: Netbooks ab 600 Franken
Die winzigste Notebook-Klasse - die Netbooks - ist erwachsen geworden: Sie bietet viel Leistung und Ausstattung für wenig Geld.

Acer TimeLine 1810TZ-414G32n - der Testsieger
Für ein Notebook mit geringem Gewicht, langer Akkulaufzeit und starker Leistung musste man bisher tief in die Tasche greifen. Geräte mit diesen Merkmalen kosteten 1500 Franken und mehr. Mit der neusten Netbook-Generation bekommt man das alles zu einem sehr günstigen Preis.
Im Vergleich zu älteren Modellen bieten aktuelle Netbooks dank leistungsstarker Prozessoren das doppelte Tempo; Festplattenplatz und Arbeitsspeicher sind auf bis zu 500 GB bzw. 4 GB angestiegen. Das Gewicht bleibt mit 1,4 kg annähernd gleich leicht, die Bilddiagonale wurde aber von 9 Zoll (23 cm) auf 11,6 Zoll (30 cm) erhöht. Der Preis für die Leichtgewichte liegt bei nur 600 bis 900 Franken. Alle Details und Messergebnisse zu den sechs getesteten Netbooks finden Sie in der Tabelle unten.
Die getesteten Netbooks
Acer Aspire TimeLine 1810TZ-414G32n
Asus Eee PC 1101HA
Dell Inspiron 11z
HP Pavilion dm1-1020ez
Packard Bell Dot355
Samsung N510 anyNet

Samsung N510 anyNET trumpft mit einer guten Grafikkarte auf
Netbook oder Notebook? Der gemeinsame Nenner der sechs getesteten Minis ist ihre Bilddiagonale von 11,6 Zoll und die HD-ready-Auflösung von 1366 x 768 Pixeln. Die Grenze zwischen sehr kleinen, spärlich ausgestatteten Netbooks und den grösseren Notebooks verschwindet dadurch fast ganz – nicht nur punkto Grösse: Bisherige Netbooks wurden typischerweise mit einer 160 GB grossen Festplatte und Windows XP Home oder Linux als Betriebssystem ausgeliefert. Das ist nur noch bei Samsungs N510 anyNet der Fall. Die anderen fünf Geräte weichen davon ab, und zwar im positiven Sinne: Der Testsieger Acer Aspire TimeLine 1810TZ-414G32n und HPs Pavilion dm1-1020ez sind mit einer 320 GB grossen Festplatte und Windows 7 Home Premium ausgestattet. Packard Bell spendiert seinem Gerät sogar eine 500 GB grosse Festplatte.

500-GB-Festplatte: Packard Bell Dot355
Leistung und Stromverbrauch: Dass sich die Minis auch punkto Leistung nicht mehr verstecken müssen, zeigen die verbauten Prozessoren. Die Geräte von Acer und HP haben einen echten Zweikernprozessor (Dual Core) von Intel an Bord. Die Minis von Samsung und Asus bieten mit Intels Atom-CPU immerhin die Möglichkeit, per Hyper-Threading-Funktion auf eine Art virtuellen Zweitprozessor zurückzugreifen, was für mehr Power beim Arbeiten sorgt. Packard Bell stattet den Dot355 dafür mit dem schnellen und Strom sparenden Core 2 Solo von Intel aus.
Der PCtipp hat die sechs mobilen Rechner mit dem Leistungstest CineBench R10 geprüft. Am meisten Leistung unter der Haube hat Acers Netbook mit 2710 Punkten. Danach folgen die Leichtgewichte von HP (1880 Punkte) und Packard Bell (1413 Punkte). Die Geräte von Asus und Samsung liegen mit 706 bzw. 829 Punkten weit dahinter. Diese Netbooks haben dafür andere Stärken: Sie glänzen mit einer sehr langen Akkulaufzeit von 7:55 respektive 6:40 Stunden. In die Nähe dieser Werte kommen Packard Bell mit 5:49 und Acer mit 5:23 Stunden. Das Mini-Notebook des Herstellers Dell fällt sowohl punkto Akkulaufzeit (2:56 Stunden) als auch bei der Leistung (1356 Punkte) ab.
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