Test: Windows 8 auf dem Rechner
Bei Windows 8 handelt es sich zumindest äusserlich um das grösste Update seit Windows 95. Der PCtipp hat die Desktop-Version des neuen Betriebssystems getestet.
Microsoft krempelt in seinem neusten Windows die Oberfläche komplett um. So verschwinden beispielsweise Startknopf und Startmenü – und werden nicht ersetzt. Ob sich diese Änderungen in der Praxis bewähren, haben wir auf einem Desktop-PC sowie auf einem Tablet-Rechner getestet.

Say Hello to Windows 8: Der Startbildschirm im Metro-Design; im Zentrum die Kacheln, rechts die Charms, unten ein Kontextmenü
Auf dem Desktop hat der PCtipp Windows 8 in der Vorabversion «Release
Preview» getestet, die alle Funktionen der fertigen Fassung enthält. Sie liess sich leider nicht zum Upgrade
eines bestehenden Windows 7 überreden. So blieb nur eine komplette Neuinstallation. Die verläuft praktisch gleich wie bei Windows 7: Ab DVD
aufstarten, Zielpartition wählen, jene auf Wunsch formatieren – und los gehts. Nur einmal legt sich unsere Stirn in Falten: Einer der Neustarts kommt zu einem unerwarteten Zeitpunkt. Das befürchtete Scheitern der Installation blieb aber aus. Bei der Installation will Windows 8 übrigens unbedingt einen Lizenzschlüssel sehen. Unter Windows 7 konnte man dessen Eingabe noch überspringen und dennoch 30 Tage lang arbeiten.
Nach der Auswahl eines Farbschemas und des PC-Namens knirschen erneut die Zähne: Microsoft will die Anwender dazu verdonnern, sich mit einer Windows Live ID zu registrieren. «Keine Sorge, Sie erhalten von uns keine Spams», heisst es dazu. Massenmails wären noch das kleinste Problem. Der Nutzer wird per Windows Live ID quasi in die Cloud gezwungen, also zum Speichern seiner Daten auf den Microsoft-Servern.
Windows Live-ID - was ist das? Die Windows Live ID (auch Microsoft-Konto genannt) entspricht dem Google- oder Apple-Konto. Sie bietet Zugriff auf diverse Onlinedienste von Microsoft. Unter www.live.ch lässt sie sich kostenlos anlegen.
Die Windows Live ID ist zudem notwendig, um sich Anwendungen (auch Apps genannt) aus dem Windows Store herunterzuladen. Dabei handelt es sich um einen Webshop, der Programme anbietet, die für die neue Oberfläche optimiert sind. Das erinnert an den einst an Apple und Google gerichteten Knebeleivorwurf. Wer nicht sofort mit der Microsoft-Cloud auf Kuschelkurs will, findet den Link
zum Umgehen unten rechts:
Ohne Microsoft-Konto anmelden.
Im Anschluss bietet Windows 8 an, die «Expresseinstellungen» zu setzen. Klickt man stattdessen auf
Anpassen, sieht zuerst alles gut aus: Natürlich will man die Updates und den Phishing
-Schutz, der einen vor betrügerischen Webseiten warnt. Auf einer der folgenden Einstellungsseiten sind aber auch Optionen wie «Verwendung des Profilbilds und Namens für Apps» sowie «Abfrage von Standortdaten durch Apps» aktiviert. Diese gehen in Ordnung, falls man sie braucht, aber sie sollten nicht standardmässig ausgewählt sein.
Auf der nächsten Seite: die Benutzeroberfläche
Gaby Salvisberg PRODUKTINFOS
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