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App-Test: SecureSafe

Kennwörter und Logins vermehren sich wie die Kaninchen. SecureSafe verschliesst diese Daten hinter einer attraktiven Oberfläche; und schwächelt trotzdem.

blue_quad von Klaus Zellweger (30.08.2012)

Die Inbetriebnahme gestaltet sich denkbar einfach: Beim ersten Start wird mit einem Tipp auf die Schaltfläche «Registrieren» ein neues Konto angelegt, die Angabe einer E-Mail-Adresse ist optional. Anschliessend steht der Dateneingabe nichts mehr im Weg. Um in einem ersten Schwung die bestehenden Logins zu erfassen, empfiehlt sich die Eingabe im Browser unter der Adresse www.securesafe.com/de.

Wie ein Schweizer Bankschliessfach

SecureSafe verspricht höchste Geheimhaltung. So werden die Logins unter maximalen Sicherheitsvorkehrungen in der Schweiz gespeichert. Die Daten bleiben während der Synchronisierung vom Server zum Mobilgerät nahtlos verschlüsselt. Auch Dateien lassen sich verschlüsseln, sodass vertrauliche Dokumente sicher auf dem Mobilgerät gespeichert werden. Darüber hinaus lassen sich Begünstigte einsetzen, die bei einem Notfall, Todesfall oder einem anderen unangenehmen Fall den Zugang zu den Daten erhalten.

SecureSafe auf dem iPhonevergrößenSecureSafe auf dem iPhone

Schattenseiten

SecureSafe speichert die Kennwörter in einer banalen Liste, zusammen mit einem Kommentar und einer Webadresse. Doch was ist mit den Kreditkarten? Fehlanzeige. Software-Seriennummern? Mitnichten. Identitäten, um Formulare automatisch auszufüllen? Naa …!

Am meisten schmerzt die fehlende Funktion, um Daten automatisch in ein Webformular einzutragen – so wie es etwa bei LastPass oder bei gehobenen Anwendungen wie 1Password möglich ist (Mac, Windows, iOS, Android). Stattdessen müssen die Zugangsdaten aus dem virtuellen Safe gekramt, kopiert und manuell in ein Webformular eingetragen werden. Wer sich das antut, muss sehr gute Gründe haben.

1Password ist nicht «Swiss Made», spielt aber trotzdem in einer anderen Ligavergrößen1Password ist nicht «Swiss Made», spielt aber trotzdem in einer anderen Liga

Die App speichert in der kostenlosen Variante bis zu 50 Kennwörter und maximal 10 MB an Dateien. Diese Menge ist als Amuse-bouche zu verstehen, aber nicht als ernst gemeintes Geschenk. Ein flüchtiger Blick in die eigene Liste zeigt bei mir 169 Einträge, und das sind nur die Logins – also ohne Kreditkarten, Identitäten, Seriennummern etc. Andernorts wird es ähnlich aussehen.

Um unlimitiert Kennwörter zu sichern, wird das kleinste Abo für Fr. 1.50/Monat fällig. Dann erhöht sich auch der Speicherplatz für Dokumente auf 100 MB, ausserdem wird der Login über SMS-Authentifizierung freigeschaltet. Und so geht es weiter. Die Liste mit den genauen Angeboten und Preisen ist hier zu finden.

Die Kosten müssen in Form eines Abos beglichen werdenvergrößenDie Kosten müssen in Form eines Abos beglichen werden

Wie viel Sicherheit ist nötig?

SecureSafe betont auf der Website die enorme Sicherheit und die Speicherung der Daten in der Schweiz. Diese Eigenschaften sind natürlich für Banken elementar. Doch als Privatanwender sieht man das vielleicht nicht ganz so eng. Das erwähnte 1Passwort legt die Dateien ebenfalls verschlüsselt ab und synchronisiert sie über Dropbox mit den verschiedensten Geräten. Mir persönlich genügt das, um die Angst vor den bösen Buben zu verlieren, die meinen Daten auflauern wollen.

Fazit: SecureSafe mag besonders sicher sein. Allerdings mangelt es der App an Möglichkeiten und Komfort. Ausserdem kann die gewünschte Speichermenge nicht einfach gekauft, sondern muss über ein Abo-Modell beglichen werden. Kurz: Wer keine aussergewöhnlichen Anforderungen an die Datensicherheit stellt, ist mit anderen Lösungen besser bedient.



PRODUKTINFOS

SecureSafe 2.2

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ProEinfache Bedienung, hoher Sicherheitsstandard
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ContraFunktionsumfang, Abo-Modell, kein Ausfüllen von Webformularen
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Details: Universal, ab iOS 4.2. Android ab 2.3
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Preis (UVP): Gratis bis 50 Einträge, darüber als Abonnement
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