Kudak

Fotos wie früher – mit allen Vor- und Nachteilen.

von Luca Diggelmann 15.12.2017

Die Digitalisierung hat praktisch jeden Bereich unseres Lebens verändert. Auch die Fotografie. Vorbei sind die Zeiten von begrenzten Filmrollen, Lichtflecken und das Warten auf die Abzüge vom Fotografen. Digital ist Fotografie einfacher und praktischer geworden. Aber auch schnelllebiger und unsorgfältiger. Ein einzelner Schnappschuss muss nicht mehr sorgfältig durchdacht werden, da nicht mehr jeder Druck auf den Auslöser Geld und Zeit verbraucht.

Kudak dreht die Uhr der Fotografie um ein paar Jahre zurück Kudak dreht die Uhr der Fotografie um ein paar Jahre zurück Zoom© Screenshot / PCtipp

Kudak bringt die alte Zeit der Fotografie zurück, mitsamt allen Vor- und Nachteilen. Der Sucher der Kamera ist winzig, die Bilder imperfekt und das Schlimmste/Beste daran: Sie müssen auf die Ergebnisse warten. Und zwar sage und schreibe 24 Stunden. Ein gutes Stück länger als beim Stundenservice im Einkaufszentrum. Immerhin bleibt einem der Gang in ebenjenes Einkaufszentrum erspart. Sobald der komplette Film durchgeknipst ist, beginnt automatisch der Entwicklungsprozess und 24 Stunden später können Sie Ihre Fotos ansehen.

Erste Schritte: Die Bedienung von Kudak ist etwa so einfach wie die einer alten Kodak-Einwegkamera. Das heisst, man kann eigentlich gar nicht so viel damit anstellen, aber so wirklich klar ist es trotzdem nicht. Das Grundlegende ist simpel: Im Sucher sehen Sie den aktuellen Ausschnitt und mit dem grossen Knopf daneben schiessen Sie ein Foto. Mit dem Pfeilsymbol neben dem Auslöser wechseln Sie auf die Frontkamera. Profis und Puristen verwenden jedoch den Selbstauslöser und die Hauptkamera für Selfies. Die Zahlenanzeige unten rechts zeigt die verbleibenden Fotos im Film an. Mit der Farbpalette am linken Rand, können Sie die Farbe Ihrer Kamera ändern, falls Ihnen das Kodak-Gelb nicht gefällt. Unter dem Film finden Sie entwickelte Filme. Das Kalendersymbol lässt Sie die Zeitangabe im Foto ein- und ausschalten. Gleich rechts daneben finden Sie den Selbstauslöser, danach den Tonschalter und einen Optionsknopf für die wichtigsten Einstellungen. Ganz am rechten Rand finden Sie den Blitzschalter für diese wunderbar mies ausgeleuchteten 80er-Porträts.

Kudak gibt es kostenlos für Android und iOS. Für rund einen Franken können Sie die Wartezeit für die Filmentwicklung überspringen, was jedoch den Sinn der App untergräbt. Unter iOS gibt es zudem für einen Franken die App Gudak, die ziemlich genau das Gleiche macht.


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