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Turtle Beach Stealth 350VR im Test

Ein Gaming-Headset für die virtuelle Realität soll nicht nur gut klingen, sondern auch gut sitzen. Aber wie viel soll man dafür bezahlen? Etwa «nur» 100 Franken?

von Simon Gröflin 13.04.2017

Mit dem schwer aussprechbaren Audioheadset «Ear Force Stealth 350VR» wagt Gaming-Headset-Hersteller Turtlebeach einen Spagat aus günstigem Preis und Tragekomfort für Spieler und VR-Anwender. Gelingt das? Beim Kauf einer PlayStation VR oder einer HTC Vive muss man sich beim Lieferumfang leider mit Standard-In-Ear-Kopfhörern begnügen. Etwas besser haben es da die Oculus-Rift-Besitzer. Dort ist gleich ein hochwertiger On-Ear-3D-Kopfhörer in der Cyberbrille eingebaut. Die mitgelieferten In-Ear-Hörer der PSVR sind zwar von guter Qualität, aber es fehlt an räumlicher Tiefe. Nur, wo soll man da anfangen, wenn man einen besseren Kopfhörer will? Klar, man kann auch zu einem edlen Bose Quiet Comfort in der Preisregion von 200 Franken greifen. Dort trägt insbesondere die flugtaugliche Geräuschunterdrückung zu einer perfekten Immersion bei. Aber will jeder Spieler so viel Geld für einen ohrenkonformen Klang mit viel Bass ausgeben?

Ein Gaming-Headset für VR-Spieler: das Turtle Beach Stealth 350VR für 99 Franken Ein Gaming-Headset für VR-Spieler: das Turtle Beach Stealth 350VR für 99 Franken Zoom© Turtlebeach

Die Probleme der VR-Spieler

VR-Spieler haben es noch schwerer: Die Positionen der Ohrmuscheln sollen da möglichst flexibel sein und an keiner Stelle drücken. Eine Oculus Rift ist schon für manche Köpfe ein wenig eng, eine HTC Vive drückt mit ihrem Gewicht an der Nase und eine PSVR versperrt mit dem Helmbügel grossen Ohrmuscheln den Weg. Bei einem Spontankauf lässt sich schwer einschätzen, ob der Tragekomfort in virtuellen Ausflügen mit keinen Einschränkungen verbunden ist. Die Länge des Anschlusskabels ist dabei noch das geringste Problem, weil ein Klinkekabel schnell ausgewechselt ist. Solche Ersatzkabel gibt es im Handel für wenige Franken.

Flexibler Plastik

Beim Auspacken des StealthVR mit seinen 50-mm-Neodymium-Lautsprechern hat man durchaus den Eindruck eines wertigen und gut gepolsterten Gaming-Headsets. Der glänzende Kunststoff an den Seitenteilen der Muscheln ist ein wenig Geschmackssache. Es klappert auch ein wenig, dafür sind beide Ohr-Lautsprecher um gut 90 Grad drehbar. Der Kopfbügel ist sehr flexibel und strapazierfähig. Einen sehr positiven Eindruck vermitteln die leichten und atmungsaktiven Polster. Die Ohrmuscheln mit dem abnehmbaren Schaumstoff sind auch nicht zu gross geraten, was besonders VR-Anwendern zugute kommt.

Ein Vorteil des Stealth VR 350VR: Der Kopfbügel lässt sich noch viel weiter ausfahren Ein Vorteil des Stealth VR 350VR: Der Kopfbügel lässt sich noch viel weiter ausfahren Zoom© sgr / PCtipp

Grosser Ohrbügel

Top: In der Breite ist der Bügel des Kopfhörers einen Tick dehnbarer als Sonys Wireless-Platin-Headset. Und genau bei diesem Punkt kann man als VR-Spieler einen Fehlkauf riskieren. Im Betrieb mit der PlayStation VR und der HTC Vive hatten wir jedenfalls keine Einschränkungen bemerkt. Besonders bei der PSVR gerät der Helmbügel den Audio-Headsets manchmal in die Quere. Die Head Mounted Displays für die virtuelle Spielwiese drückten hier an keiner Stelle. Bei Sonys VR-Brille muss man aber ohnehin darauf achten, dass der Tragegurt des VR-Helms rückseitig nicht zu sehr nach unten gezogen ist, um Druckstellen zu vermeiden.

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