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Test: iMac 5K 27 Zoll (2017)

von Klaus Zellweger 24.07.2017

Das Display

Allen anderen Vorzügen zum Trotz definiert sich der iMac durch sein herausragendes Display mit der enormen Auflösung von 5120 × 2880 Pixeln. Das entspricht ganzen 14'745'600 Pixeln, also knapp 15 Mpx. Diese Grafik zeigt, wie sich andere Auflösungen dagegen ausnehmen: Full HD verdient seine Bezeichnung nicht einmal ansatzweise, und selbst die top-aktuelle 4K-Auflösung reicht längst aus, um dieses Display anständig zu füllen.

Die verschiedenen Auflösungen im Vergleich Die verschiedenen Auflösungen im Vergleich Zoom© ze / PCtipp

Somit lassen sich 4K-Filme grossflächig und in bester Qualität schneiden, während immer noch genügend Raum für die Oberfläche bleibt. Und plötzlich landen Full-HD-Filme in derselben Schublade wie die DVDs oder die VHS-Kassetten: in jener mit der Technik von gestern.

Ergonomische Auflösung

Wie bereits erwähnt, ist der iMac 5K gar lieblich anzuschauen und arbeitet unhörbar leise. Doch erst durch das Display wird er zur Wohlfühlzone. Ab Werk wird die enorme Auflösung nicht dazu verwendet, um die Bedienelemente bis zur Unkenntlichkeit schrumpfen zu lassen, im Gegenteil: Alle Anzeigen und Schriften sind exakt gleich gross wie bei der Standardauflösung – einfach nur sehr viel schärfer.

Die meisten Anwender dürften damit glücklich sein. Für den Rest gibt es Alternativen. In der Systemeinstellung Monitore führt ein Klick auf die Option Skaliert zu weiteren Ansichten. Jetzt wird die Arbeitsfläche angepasst, wobei die Anzeige unverändert scharf bleibt; nur die Arbeitsfläche, die Bedienelemente und die Schriftgrössen werden neu berechnet.

Dank der enormen Auflösung sind verschiedene Szenarien ohne Abstriche bei der Darstellung machbar Dank der enormen Auflösung sind verschiedene Szenarien ohne Abstriche bei der Darstellung machbar Zoom© Screenshot / PCtipp

Kalibrierung und Farbräume

Doch nicht nur die Auflösung, sondern auch die Darstellung macht Freude: Mit satten Farben und hohen Kontrasten sehen die Fotos hervorragend aus, und zwar aus jedem Betrachtungswinkel. Genauer: Es gibt keine Möglichkeit, das Display so zu betrachten, dass die Farben verfälscht werden oder die Helligkeit spürbar nachlässt.

Kalibrierung. Jedes Display wird während der Produktion einer individuellen Kalibrierung unterzogen. So kommen auch Privatanwender ohne spezielle Messgeräte und Programme in den Genuss einer sehr hohen Farbtreue.

P3-Farbraum. Die Profis schielen aber noch auf weitere Eigenschaften: Das Display deckt nicht nur 100 Prozent des sRGB-Farbraums ab, sondern auch den Farbraum «P3». Dieser ist ungefähr so gross wie Adobe RGB, orientiert sich aber bei der Farbwiedergabe an den Anforderungen der Filmindustrie.

1 Milliarde Farben. An dieser Stelle wird auch der letzte Profi hellhörig. Das Display des iMacs kann bis zu 1 Milliarde Farben darstellen, was zu besonders detaillierten Farbnuancen führt, wie man es unterdessen von einigen HDR-Fernsehern kennt. Dabei wird zwar keine «echte» 10-Bit-Farbtiefe verwendet; doch Apple umgeht diese Einschränkung mit einem Trick, der etwas abgehoben als «räumliches und zeitliches Dithering» beschrieben wird.

Einfacher ausgedrückt: Amateure erfreuen sich einfach am enormen Farbreichtum, während Profis ihren 10-Bit-Workflow aufrechterhalten können, ohne tatsächlich ein 10-Bit-Display zu verwenden. Bedingung ist jedoch, dass sich die Software mit dieser enormen Farbtiefe versteht: Dazu zählen (natürlich) Photoshop, aber auch die mitgelieferte Apple-Software Vorschau.

Endlich eine neue Tastatur

Eine kabellose Apple-Tastatur mit Zahlenblock: Das verlangen Mac-Anwender seit Jahren, doch erst jetzt werden sie von Apple erhört. Warum das so lange gedauert hat, wollen wir eigentlich gar nicht wissen, aber diese Ignoranz gegenüber der treuen Kundschaft war einfach nur ein Armutszeugnis für die Kalifornier.

Wie auch immer. Endlich ist das Magic Keyboard mit Ziffernblock erhältlich. Die Tastatur verfügt nicht nur über den begehrten Ziffernblock, sondern auch über entsprechend grosse Pfeiltasten. Über das mitgelieferte Lightning-Kabel wird sie direkt am Mac geladen. Apple-typisch einfach: Wenn die Tastatur zum ersten Mal via Kabel mit dem Mac verbunden wird, bleibt sie danach automatisch via Bluetooth gekoppelt.

Lange gefordert und endlich geliefert: die kabellose erweiterte Tastatur Lange gefordert und endlich geliefert: die kabellose erweiterte Tastatur Zoom© ze / PCtipp

Beim Kauf eines Macs ist weiterhin die kleine Tastatur dabei; wird die grosse gewählt, kostet das 30 Franken mehr. Wird das Magic Keyboard mit Ziffernblock separat gekauft, kostet das 149 Franken.

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Tags: iMac, Apple, Mac OS
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    Kommentare

    • thepunisher 25.07.2017, 12.38 Uhr

      Die Fusion Drive Variante mit 32GB ist definitiv für den A..... und der SSD Aufpreis zu 1TB zu extrem, aber es gibt einen brauchbaren Mittelweg: Das 2TB Fusion Drive hat 128GB SSD (statt nur 32GB), so funktioniert das Konzept deutlich besser da tatsächlich die wichtigsten Daten - zumindest das OS und einige weitere Programme komplett - auf den Flash Speicher passen. Und der Aufpreis ist nicht so extrem (CHF 220). Wobei der Aufpreis zur reinen 512GB auch noch halbwegs OK ist für Apple-Verhä[...]

    • babyblue 25.07.2017, 18.30 Uhr

      Ich habe einen iMac 27" von 2014 und habe über den Thunderbolt Port eine externe SSD in einem Gehäuse mit Klettband hinten an den Fuss geklebt. Alles was schnell laufen muss ist dort drauf. Mit dem Vorteil, dass ich jederzeit die SSD wechseln kann. Sehr empfehlenswert.

    • Nebuk 25.07.2017, 22.00 Uhr

      Schade steht da nichts von dem doch sehr breiten schwarzen Rahmen um das Display herum. Einen solch teuren Monitor (ja es ist ein AiO) mit gefühlten 5 cm Rahmen rund herum. Das ist sowas von 2010.

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