Im Test: HP OfficeJet Pro 7740 Wide Format AiO

Ein Büro-Gerät für Heim-Budget. Wie schneidet der OfficeJet 7740 in unserem Test ab?

von Florian Bodoky 14.03.2017 (Letztes Update: 14.03.2017)

Wie der Name schon andeutet, ist das OfficeJet-Modell mit seinen Features für kleinere Unternehmen vorgesehen. Allerdings eignet er sich auch für Privatanwender, sofern diese überdurchschnittliche Anforderungen an einen Drucker stellen. Beim OfficeJet Pro 7740 handelt es sich um ein Multifunktionsgerät, das sowohl drucken als auch scannen und kopieren kann. HP liefert den stattlichen Assistenten (19,5 kg / 38,33 × 58,4 × 46,96 cm) mit OCR-Software auf CD, Betriebsanleitung, Netzteil und einem Probeset Tintenpatronen (HP 953). Leider sucht man (wiedermal) vergeblich nach einem USB-Kabel für Printer, welches also separat erworben werden muss.

Schnell und günstig: der OfficeJet 7740 von HP Schnell und günstig: der OfficeJet 7740 von HP Zoom© HP

Der Drucker selbst verfügt über einen Papiereinzug, einen Flachbettscanner sowie zwei Kassetten für Papier (je 250 Blatt). Wie der Name Wide Format schon sagt, kann der OfficeJet auch im A3 Format drucken, jedoch nur, wenn das Papier in der Kassette verstaut ist – der Einzug unterstützt das A3 Format nicht. Des Weiteren befindet sich auf der Vorderseite des Geräts noch ein 2,25 Zoll grosses Display, über welches sich die verschiedenen Funktionen des Druckers steuern oder das Setup des Druckers durchspielen lassen.

Bei einem Setup mit einem Windows-10-Client (Single) nimmt man lediglich die Verkabelung vor, der Rest funktioniert von selbst: Der Drucker wird vom Client erkannt und sogleich als neuer Standarddrucker definiert – was natürlich je nach dem auch störend sein kann. Da der Drucker sowohl netzwerktauglich ist wie auch WLAN und NFC unterstützt, ist auch das Drucken übers Netzwerk oder via Smartphone kein Problem. Auch Druckaufträge über die Cloud und die App sind kein Problem. Das Setup für Netzwerkbelange funktioniert über das Touch-Display des OfficeJets, welches ohne Verzögerungen auf die Eingaben reagiert und eine übersichtliche Menüführung aufweist. Die Montage der Tintenpatronen unterscheidet sich nicht von anderen HP-Druckern – die Patrone rastet hör- und spürbar ein, ohne dass grosser Druck nötig wäre. Zudem ist das Tintenfach von einer LED beleuchtet – chic und nützlich! Die Verarbeitung des Geräts ist zudem solide – auch bei der Montage war kein knarzendes Geräusch des Plastiks zu vernehmen.

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Günstiger Seitenpreis, schneller Druck

Nachdem man die auf der beiliegenden CD gelieferte OCR-Software installiert hat (auch im Internet herunterzuladen), kann der praktische Test losgehen. Wie bereits erwähnt, wurde der Drucker automatisch erkannt. Die farbige Testseite enthielt eine kleine Ungenauigkeit bei einer gelben Ecke – dies ist aber möglicherweise auch der Kalibrierung geschuldet, der Fehler hat sich bei den späteren Druckvorgängen nie wiederholt. In der Zeitmessung kamen wir auf 21 schwarzweisse und 16 farbige Ausdrucke, ein Wert, der sich innerhalb der Toleranz zu den Herstellerangaben befindet (22 schwarzweisse-, 17 farbige Seiten). Der Lärmpegel hielt sich auch in Grenzen, das Gerät macht kaum mehr Krach als der PC-Lüfter. Wie bereits erwähnt, hat man auch in Sachen Papierformat eine grosse Auswahl – neben den DIN-Normen gibt es auch verschiedene US-Formate und man kann Couverts bedrucken lassen. Die Druckkosten liegen bei normalen Patronen (also nicht XL) bei rund 7 Rappen pro Seite, bei Schwarzweissdruck bei rund 2,5 Rappen pro Seite. Das sind gute Werte.

Der Scan-Test förderte die multifunktionellen Features zu Tage: Legt man ein Blatt auf den Flachbettscanner oder schiebt es in den Einzugsschacht, wird dies vom Gerät selbstständig bemerkt und auf dem Display nach den Wünschen gefragt. Diese können mannigfaltig sein: Auf den PC, auf den Stick, Scan to E-Mail und weitere praktische Features werden angeboten. Auch das Format kann man auswählen: DOCX, PDF, OCR in bearbeitbares PDF, JPEG, PNG und so weiter. Wer ein grösseres Format als A4 einscannen möchte, muss dies aber über den Flachbettscanner tun. Für ein mehrfarbiges Dokument in JPEG dauerte der Scanvorgang nur gute 5 Sekunden, für die OCR-Datei 6. Letztere lässt sich anschliessend problemlos mit der beigelegten Software bearbeiten.

Auch an der Kopierfunktion gibt es nichts auszusetzen, vielleicht abgesehen davon, dass sie im Vergleich zur Druck- oder Scanfunktion ein wenig länger braucht, allerdings sprechen wir hier von 2, 3 Sekunden Verzögerung.

Fazit

Der HP OfficeJet 7740 Wide Format AIO leistet hervorragende Arbeit. Für den Kampfpreis von gut 200 Franken kann man hier zugreifen. Bedenken Sie aber die grossen Abmessungen des Geräts.

Tags: HP, Drucker
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