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Welches ist der richtige Drucker?

Nur wer den passenden Drucker kauft, bringt Kosten und Nutzen in Einklang. Finden Sie mit unserem Drucker-Guide heraus, worauf Sie beim Kauf achten müssen und welcher Druckertyp am besten passt.

von Beat Rüdt 06.04.2017 (Letztes Update: 25.04.2017)

Wer wirtschaftlich drucken will, muss wissen, was er für ein Druckvolumen hat. Nur das ermöglicht, individuell den Preis pro gedruckter Seite zu ermitteln. Zur Anschauung ein einfaches Rechenbeispiel für die Druckkosten im ersten Jahr: Sie kaufen ein Gerät für 80 Franken und drucken 1000 Seiten aus; die Tintenpatrone kostet 20 Franken und reicht für 100 Seiten. Sie müssen also zehnmal nachfüllen: 

(Fr. 80.– + 10 × Fr. 20.–)/1000 = 28 Rp./Seite

Als Faustregel gilt: Je tiefer die Anschaffungskosten des Druckers sind, desto mehr geben Sie für die Tinte aus. Deshalb lohnt sich der Kauf von Billiggeräten nur, wenn Sie wenig drucken. Oder umgekehrt: Je mehr Sie drucken, desto weniger sollten Sie beim Kaufpreis des Geräts sparen.

Ein zweiter wichtiger Faktor ist die Druck­geschwindigkeit. Je mehr Seiten Sie drucken, desto kürzer sollte die Wartezeit sein. Überlegen Sie auch, was Sie ausdrucken möchten: Für qualitativ gute Fotos muss es zwingend ein Tintendrucker sein. Für farbige Texte, Diagramme und Grafiken reicht ein Farblaser bestens. Drucken Sie nur Texte aus, genügt sogar ein Schwarz-Weiss-Gerät. Allgemein gilt zudem: Die Tonerkosten pro Seite sind tiefer als die Tintenkosten. 

Anhand verschiedener typischer Geräte erklärt der PCtipp im Folgenden, was Sie von welchem Druckertyp erwarten können. Zur Orientierung zeigen wir Ihnen jeweils die Tintenkosten pro ausgedruckter A4-Seite und die Geschwindigkeit des Druckers an. Das Tempo und die Seitenkosten beziehen sich auf eine A4-Seite im Schwarz-Weiss-Druck bei 5 Prozent Abdeckung. Für die Geräte- und Tonerpreise verwenden wir aktuelle Angebote von Schweizer Onlinehändlern. 

Home Office

Wenn Sie zu Hause arbeiten, benötigen Sie in der Regel einen Drucker, der wenig Platz einnimmt und der via USB direkt an den PC angeschlossen werden kann. Als einziger Nutzer können Sie deshalb auf WLAN verzichten und finden schon bei den günstigsten Modellen eine sinnvolle Lösung. 

Bild 1: Canon Pixma IP2850 • Preis: Fr. 59.– (digitec.ch) • Preis pro Seite: 10 Rappen • Tempo: 8 Seiten pro Minute Bild 1: Canon Pixma IP2850 • Preis: Fr. 59.– (digitec.ch) • Preis pro Seite: 10 Rappen • Tempo: 8 Seiten pro Minute Zoom Bei einem Druckvolumen um die 100 Seiten pro Monat tut es ein Tintendrucker der tiefsten Preiskategorie, wie zum Beispiel Canons Pixma IP2850 für knapp 60 Franken, Bild 1. Der Farbdrucker eignet sich auch sehr gut zum Fotodruck, sodass Sie ihn ebenfalls privat gut nutzen können.  

Bild 2: Brother HL-1110 • Preis: Fr. 67.– (microspot.ch) • Preis pro Seite: 4 Rappen • Tempo: 20 Seiten pro Minute Bild 2: Brother HL-1110 • Preis: Fr. 67.– (microspot.ch) • Preis pro Seite: 4 Rappen • Tempo: 20 Seiten pro Minute Zoom Wenn Sie mehr drucken – zum Beispiel 200 Seiten pro Monat –, fahren Sie besser mit einem Laserdrucker der untersten Preiskategorie. Eines der günstigsten Geräte auf dem Markt ist Brothers HL-1110 für 67 Franken, Bild 2. Er ist etwas teurer als der Canon-Drucker. Weil aber der Preis pro Textseite viel tiefer ist, fahren Sie in den Folgejahren günstiger.

Small Office

Bild 3: Epson WorkForce WF-2010W • Preis: Fr. 79.– (digitec.ch) • Preis pro Seite: 12 Rappen • Tempo: 9 Seiten pro Minute Bild 3: Epson WorkForce WF-2010W • Preis: Fr. 79.– (digitec.ch) • Preis pro Seite: 12 Rappen • Tempo: 9 Seiten pro Minute Zoom Für kleine Bürogemeinschaften lohnt es sich, einen Drucker mit WLAN-Schnittstelle anzuschaffen. So haben alle Mitarbeiter auf das Gerät Zugriff, ohne dass die einzelnen Computer mit dem Drucker verkabelt werden müssen. 

Auch hier gilt: Bei kleinem Druckvolumen reicht ein einfacher Tintenstrahldrucker. In dieser Kategorie gibt es zum Beispiel den Epson WorkForce WF-2010W, Bild 3, der für knapp 80 Franken angeboten wird. Auch dieser Tintendrucker hat ein eigenes Fach für Fotopapier. 

Wer mehr Seiten und vor allem Textdokumente ausdruckt, fährt günstiger mit einem Laserdrucker. Modelle mit drahtlosem Netzwerk kosten um die 100 Franken. In dieser Kategorie gibt es etwa den Samsung Xpress M2026W für Fr. 109.90 bei steg-electronics.ch. Das Papierfach fasst maximal 150 Seiten. Die Seitenkosten liegen bei 5 Rappen. Der Drucker schafft 20 Seiten pro Minute.

Etwas teurer wird es, wenn auch farbige Ausdrucke möglich sein sollen, um zum Beispiel Präsentationen und Flyer günstig zu Papier zu bringen. Ein solches Gerät kostet um die 120 Franken, so etwa der CS310n von Lexmark (erhältlich bei digitec.ch). Das Papierfach fasst 250 Seiten, falls das zu wenig ist, kann das Gerät mit einem zusätzlichen Papierfach erweitert werden. Der Seitenpreis beläuft sich auf 5 Rappen, das Drucktempo liegt bei 33 Seiten pro Minute.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Medium Office, A3-Drucker und grosse Firmen

Tags: Drucker
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    Kommentare

    • Bebbi107 06.04.2017, 15.57 Uhr

      Mit den Canon-Druckern habe ich sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Nicht wegen der Druckqualität, sondern wegen der Patronen. Ich habe einen Canon-Titenspritzer gekauft, weil ich damit CD/DVDs bedrucken hätte sollen. Da dies nur selten, dafür oft in grösseren Auflagen geschieht, trocknet die sauteure Tinte ein. Und der Gipfel: dann auch noch die Düsen, so dass ich das Gerät wegschmeissen kann. Ein Kollege hatte denselben Pixma-Drucker, den er mit günstigen Fremd-Tinten befüllte, aber die Chips [...]

    • Jurgius 06.04.2017, 20.11 Uhr

      Die Patronen aller Tintenstrahl-Printer trocknen halt aus, wenn man sie nicht braucht. Die Lösung: ein Musterblatt mit allen verwendeten Patronenfarben, dazu noch ein Rot und ein kräftiges Grün machen. Farbflächen von ca. 3 cm im Quadrat, ideal zur Kontrolle auch ein kleines Farbfoto (auch Ausschnitt mit vielen Farben) beifügen. Wenn man das einmal die Woche druckt, gibts nimmermehr ein Austrocknen. Mein erster Canon-Drucker war über ein Dutzend Jahre in Betrieb, heute drucke ich mit A3-Can[...]

    • snif 07.04.2017, 10.19 Uhr

      Die Formel im Beispiel ist falsch, wenn man keine Klammern setzt. (80 Fr + 10*20 Fr)/1000 = 0.28 Fr.

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