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Test: Canon PowerShot N

von Klaus Zellweger 06.05.2013

Automatismen ohne Ende

Grundsätzlich will die kleine Canon alles selber machen. Im Automatikmodus entscheidet sie über die Lichtstimmung, erkennt Gesichter, wechselt selbständig in den Makromodus und kümmert sich auch sonst um alle Belange. Dem Anwender bleiben noch die Entscheidungen zur Bildqualität, dem Blitz, der Bildgrösse und dem Selbstauslöser überlassen.

Wer sich mehr Einfluss wünscht, verwendet stattdessen die Programm-Automatik (P). Jetzt lässt sich auch der Weissabgleich, die Belichtungskorrektur, die Empfindlichkeit und mehr durch den Benutzer steuern. Eine Zeit- oder Blendenautomatik sucht man vergeblich – allerdings würde das auch nicht zur angepeilten Zielgruppe passen. Alle Einstellungen werden auf dem Display vorgenommen, das stets nur jene Befehle zeigt, die im aktuellen Modus zulässig sind. So bleibt die Menüstruktur übersichtlich.

Auch in der Programmautomatik entstehen scharfe, knackige Bilder mit einer hohen Schärfe Auch in der Programmautomatik entstehen scharfe, knackige Bilder mit einer hohen Schärfe Zoom

Kreative Aufnahmen

Und dann ist da noch die Funktion «Kreative Aufnahmen» zu erwähnen, die quasi die Kreativität auf Knopfdruck liefern soll. Die Kamera schiesst in schneller Folge drei Bilder, die auf sechs verschiedene Arten interpretiert werden. Variiert werden dabei die Bildkomposition, die Belichtung, der Fokuspunkt, der Weissabgleich, die Gradation und der Kontrast:

Drei Bilder in sechs Varianten Drei Bilder in sechs Varianten Zoom

Das führt bei den «ernsthaften» Fotografen vielleicht zu einem Nasenrümpfen, doch die Funktion hat es in sich. Selbst wer immer etwa aus derselben Perspektive knipst, darf sich am Ende des Tages über Bilder freuen, die sich aus der belanglosen Masse ein wenig abheben.

Fokussierung

Bei der Suche nach der optimalen Schärfe hat sich Canon einiges einfallen lassen. Die PowerShot N fokussiert entweder nach eigenem Ermessen und nimmt das Motiv in der Mitte ins Visier. Wenn Gesichter erkannt werden, fokussiert die Kamera auf diese. Mehr noch: Bis zu 12 Gesichter lassen sich speichern, die zum Beispiel in einer Menschenmenge bevorzugt behandelt werden.

Die Schärfe wird wie bei einem Smartphone mit einem Tippen auf das Display festgelegt Die Schärfe wird wie bei einem Smartphone mit einem Tippen auf das Display festgelegt Zoom

Die Bildqualität vermag zu überzeugen (100% Crop) Die Bildqualität vermag zu überzeugen (100% Crop) Zoom

Wer den Fokus selber platzieren möchte, tippt auf dem Display auf die gewünschte Stelle. Diesen Punkt behält die Kamera auch dann im Auge, wenn der Ausschnitt verschoben wird. Fokussiert wird jedoch erst, wenn der Auslöser angetippt wird.

Filmen

Die PowerShot N zieht alle Register, wenn es um das Drehen der Filme geht – oder zumindest fast alle. In der besten Qualität filmt die Kamera in Full-HD (1080p), leider aber nur mit 24 fps (Bilder pro Sekunde). Allerdings sind diese Filme von einer hervorragenden Schärfe, da mit hohen 35 MBit/Sekunde aufgezeichnet wird. Hinzu kommt der optische Bildstabilisator, der seinen Teil zu ruhigen Aufnahmen beiträgt.

Um auf 30 fps zu kommen, muss die Auflösung auf 720p reduziert werden. Doch es geht noch weiter: Bei einer Auflösung von 640 x 480 Pixel schafft die Kamera eine Zeitlupe mit 120 fps, bei 320 x 240 Pixel sind es sogar 240 fps. Damit stehen Bewegungsstudien von Saltos im Schwimmbad nichts im Weg.

Anbindung an mobile Geräte

Die PowerShot N versteht sich bestens mit mobilen Geräten und demonstriert das mit einer eigenen Taste am Gehäuse. Einmal gedrückt, sucht die Kamera im selben WLAN automatisch nach einem Smartphone oder Tablet, auf dem die zugehörige App «CameraWindow» läuft. Diese wird sowohl für iOS, als auch für Android kostenlos angeboten. Sobald sich die beiden finden, lassen sich Fotos direkt auf das Gerät übertragen.

Die Canon-App macht das Smartphone zum Verbündeten Die Canon-App macht das Smartphone zum Verbündeten Zoom

Die App dient jedoch noch einem anderen Zweck. Auf Wunsch zeichnet sie im Hintergrund die aktuelle Position über GPS auf, denn die Kamera verfügt über keinen eigenen Empfänger. Bei der nächsten Verbindungsaufnahme werden die Geodaten automatisch auf die Fotos übertragen, noch während die Speicherkarte in der Kamera steckt.

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