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Test: Nikon 1 J3 mit Adapter FT1

Die kleine und leichte Systemkamera haben wir unter anderem auch mit dem Objektivadapter FT1 für Nikon-Spiegelreflexsysteme getestet.

von David Lee 11.03.2013

Die Nikon 1 J3 ist eine spiegellose Kamera mit auswechselbarem Objektiv. Sie gehört zur jüngsten Generation des Nikon-1-Systems und ist dort das mittlere Modell: Klar einfacher und günstiger als die V2, aber etwas besser als das Modell Nikon 1 S1.

Interessant für alle Kameras der Familie Nikon 1 ist der Bajonettadapter FT1. Mit ihm lassen sich Objektive für Nikon-Spiegelreflexkameras anschliessen. Den Adapter haben wir zusammen mit der Nikon 1 J3 getestet.

Die Nikon 1 J3 mit dem getesteten Kit-Objektiv 10-30mm Die Nikon 1 J3 mit dem getesteten Kit-Objektiv 10-30mm Zoom

Äusserlichkeiten

Vom Design her ist die J3 eine Mischung aus den früheren Modellen V1 und J1, nur kleiner und leichter. Ohne Objektiv ist sie sogar kleiner als so manche Kompaktkamera. Sie scheint aber nicht so hochwertig verarbeitet zu sein wie die V1: Bei unserem Testgerät liess sich die Bildschirmplatte oben rechts leicht nach innen drücken. Das verursacht zwar keinen Schaden, lässt aber gewisse Zweifel an der Langlebigkeit aufkommen.

Dank des relativ kleinen Sensors sind auch die Objektive kleiner und leichter als bei anderen Systemen. Das von uns ausprobierte 10-30 mm mit Bildstabilisator bringt ohne Deckel gerade mal 114 Gramm auf die Waage, ohne im Mindesten billig zu wirken. Betriebsbereit (mit Objektiv, Akku und Speicherkarte) bringt das Gerät 356 Gramm auf die Briefwaage.

Bedienung

Die Nikon 1 J3 hat ein Wählrad für den Kameramodus, auf dem sich aber nicht die üblichen Kameramodi wie P, A, S und M befinden, sondern die Betriebsarten bewegter Schnappschuss, bester Moment, Automatik, Kreativmodus und Filmmodus. Bewegter Schnappschuss macht Mini-Filmchen von ein paar Sekunden, die sich mit Hintergrundmusik hinterlegen lassen. Bester Moment schiesst eine schnelle Folge von 20 Fotos und wählt automatisch fünf aus, die am besten sein sollten. In der Automatik lässt sich nicht nur die Helligkeit regulieren, sondern auch die «Bewegungsunschärfe» und die «Hintergrundunschärfe», was nichts anderes bedeutet, als dass dort Blende beziehungsweise Belichtungszeit manipuliert werden. Im Creative-Modus hat man dann dasselbe nochmals, einfach dass Hintergrundunschärfe jetzt wie gewohnt «Zeitautomatik» heisst und die Blende bzw. Belichtungszeit direkt am Rad verstellt werden kann (im Automatik-Modus muss man dazu ins Menü). Dazu kommen Motivprogramme wie Nachtaufnahme, Gegenlicht, Panorma und Selektive Farbe (eine Farbe, der Rest schwarzweiss).

Die Konzeption des Modusrades finden wir nicht gelungen, zumal sich sonst nur sehr wenige Dinge mechanisch ansteuern lassen und es am Rad durchaus noch Platz gehabt hätte für die üblichen vier Modi.

Die J3 hat sehr wenig Tasten und Räder, weshalb man das Menü durchhangeln muss, wenn man zum Beispiel ISO-Empfindlichkeit oder Weissabgleich manuell einstellen will. Dort findet man diese Einstellungen merkwürdigerweise unter «Bildverabeitung» und nicht unter «Fotografieren». Aufnahmedaten wie Blende, Belichtung oder ISO werden nicht standardmässig in der Bildwiedergabe angezeigt, man kann dies aber in den Tiefen des Menüs aktivieren.

Die Kamera bietet nicht besonders viele, aber doch einige Einstellungsmöglichkeiten für Fortgeschrittene. Zum Beispiel ist die Belichtungsmessung und die ISO-Automatik konfigurierbar, es gibt eine manuelle Korrektur der Belichtungsautomatik und der Blitzstärke, die Rauschreduzierung lässt sich abschalten (für Langzeitbelichtung separat), und selbstverständlich lassen sich Bilder auch im RAW-Format abspeichern. Da man jedoch für all diese Dinge ins Menü wechseln muss, ist die J3 trotzdem eher auf fröhliches Schnappschuss-Knipsen ausgelegt.

Auf der nächsten Seite: Leistung bei Fotos und Videos

Tags: Nikon
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