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Test: Photoshop Lightroom 5

Die wichtigste Raw-Software liegt in der fünften Fassung vor. Was sie kann und was sie dazugelernt hat, zeigt unser Test.

von Klaus Zellweger 21.06.2013

Lightroom ist für unzählige Fotografen das wichtigste Werkzeug, um den Lebensunterhalt zu verdienen. Seine Werkzeuge profitieren von den Erfahrungen, die Adobe mit Photoshop gesammelt hat, und kitzeln aus den Bildern die letzten Details heraus. Ausserdem geniesst Lightroom auch unter den engagierten Amateuren eine grosse Beliebtheit; dafür sorgen nicht nur die zugänglichen Werkzeuge, sondern auch der moderate Preis von 145 Franken für die Vollversion.

Die Oberfläche von Lightroom 5 Die Oberfläche von Lightroom 5 Zoom

In erster Linie versteht sich Lightroom als Werkzeug für die Organisation und die Bearbeitung von Fotos. Darüber hinaus bietet es aber auch ein Modul für die Erstellung von Fotobüchern, Slideshows und Webgalerien. In diesem Test werden wir uns jedoch auf seine Kernkompetenzen beschränken, also der Optimierung von Fotos.

Gemacht für Raw-Fotografen

Obwohl sich Lightroom auch mit JPEG-Dateien versteht, ist die Software ganz klar auf die Entwicklung von Raw-Bildern ausgelegt. Funktionen wie das Aufhellen von Schatten, die Rauschreduktion und anderes mehr können nur dann effizient wirken, wenn das Bild nicht durch den Kamera-internen JPEG-Konverter «verhunzt» worden ist.

Raw-Fotos bieten ausserdem eine wesentlich höhere Farbtiefe als JPEGs. Dadurch lassen sich in verzwickten Lichtsituationen Details aus den Lichtern und Schatten herauskitzeln, die bei JPEG-Fotos längst untergegangen wären, etwa so:

Raw-Dateien enthalten viel mehr Informationen, als das Motiv vermuten lässt Raw-Dateien enthalten viel mehr Informationen, als das Motiv vermuten lässt Zoom

Lightroom oder Photoshop?

Auch wenn man eine Ähnlichkeit nicht abstreiten kann, so sind Lightroom und Photoshop doch zwei komplett verschiedene Programme. Photoshop mag der unangefochtene König der Bildretusche-Programme sein. Doch wenn es um die Optimierung von Fotos geht, ist die Arbeit mit ihm eine Qual, weil relativ banale Änderungen gleich nach einer Unmenge an Handgriffen verlangen.

Lightroom ist hingegen an die Arbeitsweise von Fotografen angepasst. Selbst Anfänger kommen nach kurzer Zeit damit klar. Es reicht im Prinzip, die Werkzeugkiste von oben nach unten abzuarbeiten – angefangen beim Weissabgleich über die Standardkorrekturen bis hin zu Spezialeffekten.

Lightroom arbeitet übrigens verlustfrei, so dass sich alle Änderungen nach Belieben zurücknehmen lassen. Erst beim Export werden die Anpassungen unwiderruflich in die Datei geschrieben.

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    Kommentare

    • aandima 25.06.2013, 02.08 Uhr

      Besten Dank für den Kurzbericht. Nur zur Ergänzung, mit der Deutschen Software DxO Optics http://www.dxo.com/de gibt es auf dem Markt eine vielversprechende und recht günstige Alternative, kompatibel zu Photoshop. Für Fotografen mit kleinem Geldbeutel, aber viel RAM und schnellem 64bit -Rechner könnte auch RAW Therapee interessant sein. http://rawtherapee.com/ Bei zu wenig RAM neigt diese Software allerdings zu Abstürzen. Als Fotograf möchte ich auch die hier eher unbekannte Oloneo Photoe[...]

    • Klaus Zellweger 25.06.2013, 11.15 Uhr

      Besten Dank für den Hinweis auf Raw Therapee. Dieser «Kurzbericht» umfasst übrigens vier Seiten, nicht nur eine. Die Erwähnungen von Optics Pro und Capture One befinden sich ein wenig weiter hinten. :)

    • aandima 25.06.2013, 23.17 Uhr

      ach so, da muss ich also noch was lernen über die neue PCTip -Navigation :)

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