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Test: Sony DSC-QX10

Sonys QX10 soll die Welt der Kompaktkameras revolutionieren. Die Objektivkamera ist innovativ, bei der Ausführung mangelt es aber an der Reife.

von Luca Diggelmann 22.10.2013

Kompaktkameras haben es heutzutage nicht leicht. Die steigende Qualität der Kameras in Smartphones droht, den kleinen Taschenkameras das Licht auszuknipsen. Mit der QX10 versucht Sony, die Brücke zwischen Kompaktkamera und Smartphone zu schlagen. Die Objektivkamera verschwendet keinen Gehäuseplatz für Display und Bedienelemente, sondern verbindet seine Linse und den Sensor direkt mit einem Smartphone.

Die Sony QX10 überrascht mit ihrem Objektivdesign Die Sony QX10 überrascht mit ihrem Objektivdesign Zoom

Sonys QX10 ist bisher einzigartig. Zusammen mit ihrer grösseren Schwester, der QX100, ist sie die erste Objektivkamera der Welt. Eine Kamera, die einzig und allein aus einem Objektiv besteht. Sensor, WLAN-Modul und Stabilisator sind allesamt im Gehäuse des Objektivs verbaut. Dahinter wird eine Klemme geschraubt, die an einem Smartphone befestigt werden kann.

Verarbeitung und Ergonomie

Die Verarbeitung der Kamera wirkt dabei sehr solid. Besonders für den niedrigen Preis von 250 Franken und trotz Plastikgehäuse. Fallen lassen sollte man die QX10 dennoch nicht. Die eigenwillige Form lässt nicht viel Platz für Schnörkel. Das lässt die QX10 etwas schmucklos wirken, macht sie dafür umso kompakter, was schliesslich auch der Sinn der Sache ist. Farblich ist die QX10 in Schwarz oder in Weiss mit goldenen Rändern erhältlich.

Die QX10 von der Seite, mit ausgeklappter Klemme Die QX10 von der Seite, mit ausgeklappter Klemme Zoom

Ein grosser Vorteil der QX10 ist die geringe Grösse. Im Gegensatz zur grösseren QX100 wirkt die QX10 nicht übergross auf einem Smartphone. Mit eingefahrener Linse passt sie problemlos in jede Jackentasche und sogar in grosszügige Hosentaschen. Tasten gibt es nur wenige: einen On/Off-Schalter auf der Oberseite und einen Auslöser auf der Seite. Dazu den Wippschalter neben dem Auslöser zum Bedienen der Zoom-Funktion. Mehr hat auf dem kleinen Gehäuse auch keinen Platz und wird per Smartphone bedient. Auslöser und Zoom können bei Bedarf ebenfalls über das Handy bedient werden. Wie bei den meisten Kompaktkameras erfolgt der Zoom elektronisch.

Eingeklemmt zwischen Objektiv und Halterung befinden sich das Batteriefach und der Slot für eine micro-SD-Karte. Wer die Karte lieber in der Kamera lässt, kann die Bilder auch über WLAN oder ein Micro-B-USB-Kabel übertragen. Dafür ist eine etwas schwierig zu öffnende Klappe an der Seite der Kamera angebracht.

Etwas unpraktisch ist die Klemme, mit der die Kamera an einem Smartphone befestigt werden kann. Zwar beisst sich die Klemme gut an verschiedenen Handys fest, ist aber etwas mühsam zu befestigen. Dazu verdeckt die abnehmbare Halterung das Batterie- und Speicherkartenfach.

Der Sensor

In der QX10 ist ein Exmor-R-CMOS-Sensor verbaut. Der von Sony entwickelte Sensor soll laut eigenen Angaben rund doppelt so lichtempfindlich sein wie vergleichbare Sensoren. Dafür sorgt eine spezielle Bauweise, bei der die Verdrahtung des Sensors sich hinter der lichtempfindlichen Fläche befindet. Der Grösse der Kamera entsprechend ist auch der Sensor eher klein. Der Exmor R misst 1/2,3 Zoll (7,76 mm) und ist somit am kleineren Ende des Spektrums angesiedelt. Da die QX10 aber mehr für Schnappschüsse als für künstlerische Meisterwerke gedacht ist, spielt die Sensorgrösse eine eher untergeordnete Rolle.

Auf der Oberseite befindet sich der On/Off-Button Auf der Oberseite befindet sich der On/Off-Button Zoom

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