Test: Acer Predator Triton 700

Für Spieler, die keine Kompromisse eingehen wollen, hat Acer mit dem Predator Triton 700 ein spannendes Gerät an Lager. Ist es aber seinen stolzen Preis wert?

von Simon Gröflin 14.02.2018

Wer einen ordentlichen mobilen Rechner mit Power unter der Haube sucht, muss einiges berücksichtigen. Allerdings hängt es sehr davon ab, in welche Spielewelten man sich begibt. Sollen nur ältere Titel der letzten drei Jahre noch flüssig spielbar sein, kann es je nach Genre auch ein besseres Multimedia-Ultrabook für unter 2000 Franken sein. Sobald aber Grafikmuskeln für neuste Shooter oder Virtual Reality gefragt sind, sollte der Spieler nicht vor dem schnellstmöglichen Grafikchip und Prozessor haltmachen. Denn diese beiden Taktgeber werden Sie bei einem Notebook nicht mehr aufrüsten können. Hier rückt Acers Predator Triton 700 ins Spielfeld. Bestellbar ist die Konfiguration mit aktuellen Intel-Core-Prozessoren, GeForce-GTX-10er-Grafikkarten, bis zu 32 GB Arbeitsspeicher und variablen Speicherausführungen. Unsere Variante kam mit einem entspiegelten 15,6-Zoll-Full-HD-IPS-Bildschirm, zwei im (RAID-0-)Verbund geschalteten PCI-Express-256-GB-SSDs (also 512 GB) und dem leistungsfähigen GeForce-GTX-1080-Grafikchip. Der Laptop für rund 3600 Franken kann rückseitig über einen DisplayPort auch mit einem 4K-Bildschirm verbunden werden.

So sieht es aus: Acers Predator Triton 700 So sieht es aus: Acers Predator Triton 700 Zoom© sgr / nmgz

Lichtblicke

Sowohl ins Staunen als auch ins Grübeln versetzte uns das grosse Glas-Touchpad im oberen Bereich der Tastatur. Der Panoramablick auf die beleuchteten Gehäuselüfter mag zwar einladend wirken, aber zu Orientierungsstörungen führen. Im ersten Test liess sich die Glaswand mit simplen Wisch- und Tippgesten zwar auf akzeptablem Niveau bedienen, wenn einem da nur nicht auf einmal ständig die Tastatur unter den Händen in die Quere kommen würde. Und damit dürften nicht nur Wurstfinger ein Problem haben: Nicht einmal Apple hat seit Generationen etwas Neues versucht und seine Mauszeigerbedienung an einen anderen Ort verfrachtet. Schlussendlich ist es auch das, was den 15,6-Zöller auch von seiner Portabilität eines mobilen Arbeitsgeräts entthront. 

Cool, aber führt zu Verrenkungen: das Touchpad des Acer Predator Triton 700 Cool, aber führt zu Verrenkungen: das Touchpad des Acer Predator Triton 700 Zoom© sgr / nmgz

Verarbeitung auf hohem Niveau

Beim Gehäuse und der Tastatur dürfte es hingegen vielen Spielern warm ums Herz werden. Deckel und Oberseite des Acer Predator 700 sind aus hochwertigem Aluminium gefertigt. Chapeau! Der Displayrahmen und die Tastaturwanne gehen wie aus einem Guss ineinander über. Zugeklappt sieht das dann auch recht gut aus. Hier erwiesen sich Basiseinheit und Bildschirmrahmen insgesamt als sehr stabil. Die beleuchteten Anti-Ghosting-Tasten mit ihrem dezenten Klick-Sound überzeugen dank geringer Abstände. Auch die nicht zu tief liegenden Druckpunkte sind lobenswert.

Sorry Acer! Sorry Acer! Zoom© sgr / nmgz

Einen Abzug gibt es für die etwas unbeständige Materialbeschichtung. Der schwarze Carbon-Lack ist zwar nicht sehr fingerabdruckanfällig, aber an den Ecken und Kanten kann sich das Gerät, z.B. im Rucksack, schnell Kratzer zuziehen. Diese Erfahrung haben wir leider mit unserem Testgerät im Alltagstest gemacht, wobei wir uns nicht einmal an ein VR-Rucksack-Experiment gewagt haben. 

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