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Test: Asus UX360CA

Schön ist es schonmal, das UX360CA. Doch wie steht es um die inneren Werte des Convertibles?

von Luca Diggelmann 06.01.2017

Die Tage der Plastik-Laptops neigen sich langsam, aber sicher dem Ende zu. Das Asus UX360CA bietet die Optik eines teuren High-Class-Convertibles für weniger als 1000 Franken. Äusserlich gibt es am UX360CA nichts zu meckern. Der Alubody sieht toll aus, fühlt sich sanft und geschmeidig an und wirkt stabil genug für regelmässige Reisen. Einzig das spiegelnde Display ist für unterwegs nicht optimal, lässt sich aber bei Touch-Displays derzeit nicht vermeiden. Kippt man das Display nach hinten, werden Tastatur und Touchpad automatisch deaktiviert, sodass man das UX360CA als Tablet verwenden kann. Funktioniert gut, fühlt sich aber zunächst ein wenig merkwürdig an.

Optisch und in der Verarbeitung gibt es beim UX360CA keine Bedenken Optisch und in der Verarbeitung gibt es beim UX360CA keine Bedenken Zoom© Asus

Keinen Mangel gibt es bei den Anschlüssen. Das UX360CA wird über einen herkömmlichen Stromanschluss geladen und bietet dazu: 1 x USB 3.1-C, 2 x USB 3.0-A, 1 x Micro-HDMI und 1 x SD-Kartenslot. Das macht das UX360CA zwar etwas weniger dünn, dafür umso praktischer. Tastatur und Touchpad sind etwas gemischt. Das Touchpad ist akkurat, angenehm zu bedienen und gross genug. Bei der Tastatur wurde jedoch etwas gar gespart. Die Tasten bieten kaum ein taktisches Gefühl und senken bei jedem Tastendruck das umliegende Gehäuse mit nach unten.

Bedenkt man das sonst ausgezeichnete Gehäuse und das Touch-Display, reicht eine günstige Tastatur aber noch nicht aus, um unter 1000 Franken zu kommen. Entsprechend musste bei der Hardware im Inneren des UX360CA gespart werden. Als Prozessor ist ein Intel Core m3-6Y30 verbaut. Nicht gerade eine Erleuchtung. Die Taktrate ist mit 0,9 GHz eher mässig. In der Praxis merkt man das nicht besonders, sofern man bei alltäglichen Anwendungen wie Browsern oder Office-Apps bleibt. Komplexere Software wie Photoshop bringen das Convertible jedoch schnell an die Grenzen.

Das Display des UX360CA lässt sich komplett nach hinten drehen, was automatisch Tastatur und Touchpad deaktiviert Das Display des UX360CA lässt sich komplett nach hinten drehen, was automatisch Tastatur und Touchpad deaktiviert Zoom© Asus

Die Hauptschuld dafür liegt tatsächlich beim Prozessor. Die 8 GB RAM reichen locker aus und auch das verbaute SSD läuft flott. Die von uns getestete Variante bietet 256 GB SSD-Speicher. Eine leicht teurere Variante gibt es auch mit 512 GB. Der zweite Unterschied der teureren Option ist die Grafikeinheit. In unserem Testgerät ist das die Intel HD Graphics 515, bei der Option die Intel HD Graphics 615. Der Unterschied ist nicht besonders massgebend. Für grafisch intensive Arbeiten sind beide zu schwach, für alltägliches Browsen reichen beide locker aus.

Ausgezeichnete Werte schafft das Asus UX360CA bei der Akkulaufzeit. Bei schwacher Nutzung und 50 % Display-Helligkeit kommt das Convertible auf etwas unter 10 Stunden Laufzeit. Das wäre beispielsweise ein Wert für Studenten, die das Gerät den ganzen Tag benützen, aber nicht pausenlos intensiv damit arbeiten. Bei stärkerer Nutzung sinkt die Laufzeit auf immer noch sehr gute 8 Stunden. Mit dem Energiesparmodus lassen sich je nach exakter Nutzung noch ein paar Stunden mehr rausholen.

Bei der Akkulaufzeit kann das Asus-Convertible punkten Bei der Akkulaufzeit kann das Asus-Convertible punkten Zoom© Asus

Wie bei Notebooks und Convertibles heutzutage üblich, muss man leider auch beim Asus UX360CA mit einer Wagenladung Bloatware leben. Oder sich zumindest kurz damit auseinandersetzen. Neben der mehr oder weniger nützlichen Asus-Software sind diverse Zusatzprogramme installiert. Unter anderem die bekannten Nervensägen von McAfee, Wild Tangent Games und WPS Office.

Tipp: Am schnellsten wird man Bloatware auf neuen PCs/Notebooks mit dem hier beschriebenen Microsoft-Tool los.

Fazit

Das grösste Problem des Asus UX360CA ist der Preis. Ob jemand 880 Franken für dieses Gerät zahlen möchte, ist natürlich sehr subjektiv. Allerdings lässt sich nicht abstreiten, dass es in der Preisklasse durchaus attraktive Alternativen gibt. Beispielsweise kostet das Einsteigergerät der HP-Spectre-Serie praktisch gleich viel und bietet dafür einen Intel-i-Prozessor. Auch die Surface-Geräte sind preislich gefährlich nahe. Der US-Preis von 699 USD ist schon deutlich konkurrenzfähiger.

  • Asus UX360CA

    Positiv:
    Design, Verarbeitung, Akkulaufzeit
    Negativ:
    Prozessorleistung, Bloatware
    Details:
    Intel Core m3-6Y30 (0.9 GHz), 8 GB RAM, 256 GB SSD, Intel HD Graphics 515, Windows 10, Touch
    Strassenpreis:
    Fr. 880.90
    Info:
    asus.ch
    PCtipp-Bewertung:
    4 Sterne

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