Test: Huawei MateBook X

Das neue Ultrabook musste sich unserem Test unterziehen. Kann Huawei auch in dem Bereich punkten?

von Daniel Bader 05.02.2018 (Letztes Update: 05.02.2018)
Klein und leicht, aber nicht zu unterschätzen: MateBook X von Huawei Klein und leicht, aber nicht zu unterschätzen: MateBook X von Huawei Zoom Mit dem MateBook X lanciert Hersteller Huawei ein rassiges 13,3 Zoll grosses Ultrabook, das mit 1,05 Kilogramm zur mobilen Federklasse zählt. Der Hersteller verbaut dazu ein nahezu rahmenloses Display, dessen Saum gerade einmal 4,4 Millimeter breit ist. Überhaupt gehört der Bildschirm, der die Farben kräftig und detailreich anzeigt, zu den Stärken des Geräts: Die Auflösung von 2160 × 1440 Pixeln entspricht einem Seitenverhältnis von 3:2 und weicht deutlich vom fast schon üblichen Seitenverhältnis von 16:9 ab. Die Blickwinkelunabhängigkeit lag im Test bei rund 155 Grad – ein guter Wert. Allerdings spiegelt das IPS-Panel für unseren Geschmack einen Tick zu stark, womit es zu Problemen kommen kann, wenn im Freien oder bei ungünstigen Verhältnissen zu viel seitliches Licht auf das Display fällt. Es hilft, die Hintergrundbeleuchtung entsprechend hochzudrehen, doch das geht natürlich zulasten der Akkulaufzeit.

Genauso gut wie der Bildschirm hat uns auch die Tastatur gefallen: Zum einen, weil es sich um eine FullSize-Tastatur handelt, die auch für eher dicke Finger sehr gut geeignet ist; zum anderen, weil der gesamte Tatasturblock über einen präzisen Anschlagpunkt verfügt. Die Höhe des MateBook X beträgt lediglich 12,5 Millimeter. Beim Stabilitätstest gibt sich das sauber verarbeitete Gerät trotz der filigranen Bauweise keine Blösse. Das Scharnier zwischen Gehäuse und Display ist robust gebaut. Selbst beim mehrmaligen Auf- und Zuklappen vibriert das Display nur wenig nach. Schön: Huawei hat den Einschaltknopf, der vorne rechts eingelassen ist, mit einem Fingerscanner gekoppelt, um Anwender vom Start weg zu identifizieren. Im Test funktionierte dieses Sicherheitsmerkmal, das anstatt des Windows-Passworts verwendet werden kann, sehr zuverlässig.

Zu den weiteren Highlights der Ausstattung gehört der 512 GB grosse SSD-Datenträger, dem insgesamt 8 GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Als Taktgeber arbeitet im Notebook Intels Zweikernprozessor Core i7-7500U (2,7 GHz). Auf einen separaten Grafikchip hat der Hersteller verzichtet. Stattdessen arbeitet der im Intel-Prozessor integrierte Grafikbeschleuniger HD Graphics in Version 620. Damit lassen sich einfache Multimediaaufgaben erledigen sowie Spiele in mittlerer Auflösung spielen; mehr aber auch nicht.

Geräuscharm, aber High-End-Performance

In unseren Leistungstests schaffte das Notebook gute 377 Cinebench-Punkte bei der Gesamtperformance. Die Grafik erreichte im OpenGLTest achtbare 49 Bilder pro Sekunde. Schön dabei: Lüfterlärm gibt es nicht, da das MateBook X ohne Lüfter auskommt. Neben Bluetooth ist im Modell WLAN-AC verbaut. Ein optisches Laufwerk fehlt dem Notebook. Die weitere Anschlussvielfalt hält sich in Grenzen: Insgesamt bietet das MateBook X zwei gegenüberliegende USB-3.1-C-Ports. Auf der linken Seite lässt sich das Gerät über den mitgelieferten Stromadapter aufladen, auf der rechten Seite wird das MateDock 2 eingesteckt, das zum Lieferumfang gehört. Dadurch kommt der Anwender in den Genuss von drei weiteren Schnittstellen: je ein VGA-, HDMI- und USB-A-Port.

Auch bei den Ergonomiewerten weiss das MateBook X zu gefallen: Rund 9:30 Stunden hält das Notebook mit einer vollen Akkuladung durch, bevor es wieder auftanken muss. Dank des Hochleistungs-USB-C-Ports ist die Batterie bereits nach etwa 40 Minuten zur Hälfte aufgeladen. Nach weiteren 55 Minuten ist sie komplett gefüllt. Zur Klangwiedergabe kommt im Gerät ein Dolby-Atmos-Sound-System zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein cleveres Lautsprechersystem, das den Sound für die ziemlich beengten Platzverhältnisse im schmalen Gehäuse optimiert. In der Praxis hört sich das Ganze ordentlich an, obschon dem Bass bei der Musikwiedergabe die Tiefe fehlt.

Softwareseitig hat uns der «MateBook-Manager» gefallen. Mit seiner Hilfe und einem Huawei-Konto lassen sich ein Huawei-Smartphone und das MateBook synchronisieren, um Daten per Drag&Drop auszutauschen oder um das Smartphone per Klick als mobilen Hotspot für das MateBook X einzurichten. Huawei gibt auf das Modell eine zweijährige Bring-In-Garantie. Hier hätten wir uns von einem Gerät in dieser Preisklasse allerdings etwas mehr erhofft.

Fazit

Das MateBook X ist hervorragend verarbeitet, bietet ein gutes Display, eine Top-Gesamtleistung und eine noch bessere Akkulaufzeit. Schwächen hat es wenige.

  • Huawei MateBook X

    Positiv:
    Akku, Verarbeitung
    Negativ:
    Display spiegelt, kurze Garantie
    Details:
    13,3 Zoll grosses IPS-Display mit 2160 × 1440 Pixeln, Core i7-7500U (2,7 GHz), 8 GB RAM, 512 GB SSD, HD Graphics 620, Fingerscanner, 2 × USB 3.1 (Typ C), Frontkamera, MateDock 2, Wi-Fi-AC, Dolby Atmos Sound, Windows 10 Pro
    Strassenpreis:
    Fr. 1499.–
    Info:
    digitec.ch
    PCtipp-Bewertung:
    4.5 Sterne

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Tags: Huawei

    Kommentare

    • WalterA 27.02.2018, 16.31 Uhr

      Was ist der Grund der vielen negativen Stimmen? Das Display kann es nicht nur gelegen haben. Wegen der Garantie. Diese beträgt 2 Jahre. Kann man diese verlängern?

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