Interview: Netzwerkspezialist AVM über VoIP

Per VoIP werden Gespräche nicht mehr über die Telefonleitung übertragen, sondern via Internetanschluss. Die Technik wird die Analogtelefonie ablösen. Im PCtipp-Interview erklärt der Netzwerkspezialist AVM, was es zu beachten gilt, und welche Rolle das Top-Modell Fritz!Box 7590 dabei spielt.

von Daniel Bader 28.03.2018
Tom Vierke, Produktmanager von AVM Tom Vierke, Produktmanager von AVM Zoom Schon dieses Jahr soll die Analogtelefonie von der Swisscom zu Grabe getragen werden. Eine Umstellung ist für Unternehmen also keine Pro-/Kontra-Frage mehr, sondern nur noch eine Frage der Zeit. Hierbei gilt es, einige Fragen zu klären. Unterschiedlich sind zum Beispiel die Lösungen der Anbieter: Ausser IP-­fähigen, stationären Telefonanlagen können auch Anlagen aus der Cloud genutzt werden. Der PCtipp hat Tom Vierke, Produktmanager beim Netzwerkspezialisten AVM, nach den Vor- und Nachteilen der unterschiedlichen VoIP-Lösungen sowie nach den besten Implementierungsstrategien befragt.

PCtipp: Wie lange haben Unternehmen überhaupt noch Zeit, auf VoIP umzusteigen?
Tom Vierke, Produktmanager AVM: Die Netzbetreiber geben bei der Umstellung auf «All IP» den Takt an. Für die Grosszahl der Anschlüsse sollte bis zum Jahresende die IP-Umstellung abgeschlossen sein. Viel Zeit bleibt also nicht, denn die Umstellung geht rege voran und ist flächendeckend.

Was sind die Vorteile und was die Nachteile einer VoIP-Lösung?
Tom Vierke: VoIP ist das Sprungbrett in die Unified Communications. Letztere tragen zur Steigerung der Mitarbeiterproduktivität sowie -mobilität bei und sind selbst für kleinere Unternehmen vorteilhaft. Der Nachteil von VoIP ist prinzipgebunden: Bei Stromausfall oder Störungen am Internetanschluss kann man nicht mehr telefonieren.

AVM Fritz!Box 6890 LTE: mit SIM-Karteneinschub AVM Fritz!Box 6890 LTE: mit SIM-Karteneinschub Zoom© AVM

Welche Vorkehrungen gegen einen Stromausfall sollten Unternehmen treffen?
Tom Vierke: Mit geeigneten USV-Systemen kann man dem Ausfall der Telefonleitung durch mangelnde Stromversorgung vorbeugen. Möglichen Störungen des Internetanschlusses kann man mit einem zusätzlichen mobilen Internetzugang (LTE) vorbeugen sowie mit dem Einsatz eines für Fallback-Szenarien ausgelegten Multi-WAN-fähigen Internetgateways wie der Fritz!Box 6890 LTE. So verfügt man im Falle einer Störung des Hauptanschlusses jederzeit über eine Backup-Leitung.

Der SIM-Karteneinschub beim Modell 6890 LTE Der SIM-Karteneinschub beim Modell 6890 LTE Zoom© AVM

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Tags: AVM, Fritzbox, VoIP
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    Kommentare

    • Charlito 28.03.2018, 18.06 Uhr

      Viele Unternehmen Umsetzen nur Smartphones, 1x Festnetz an die Rezeption mehr nicht Man braucht kein richtig unterbrechungs-freie Strom-Versorgung bei Stromausfall, in den meisten Fällen, ein kompakter Akku zwischen Netzadapter und Router reich (gleiche Spannung und min. 2Ah) Gruss, Charlito

    • karnickel 31.03.2018, 22.06 Uhr

      Man kann im Haus so viele USV einsetzen wie man will. Dort wo die Leitung rausgeht und im Quartierverteiler ankommt, gibts keine USV. Viele Stromausfälle sind aber nicht auf ein Haus beschränkt und betreffen mehrere.

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