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Router im Test: Linksys Velop

Das Mesh-Router-System im Detail: Lohnt sich die Investition?

von Daniel Bader 05.04.2017

Velop ist ein Mesh-Router-System von Linksys, das aus drei einzelnen Netzwerkknoten besteht. Die Idee: Mit den drei Geräten sollen sich grosse Flächen sowie schwer zugängliche Stellen einfach per WLAN abdecken lassen. Die Geräte bilden dazu ein Netz (engl. Mesh) und halten so die Signalqualität über die ganze Fläche. 

Was ist Mesh überhaupt?

In der Nähe eines herkömmlichen WLAN-Routers ist das Signal üblicherweise tipptopp, doch je nach Bauweise, Einrichtung und Distanz kommt in den hintersten Ecken der Wohnung kaum mehr ein brauchbarer Datendurchsatz zustande. Genau hier setzen Mesh-Router an. Sie sorgen dafür, dass das komplette Haus flächendeckend mit einem Highspeed-Netzwerk versorgt wird. Die clevere Idee der noch jungen Netzwerkgeräte: Mesh-Router arbeiten im Verbund, der aus mindestens zwei oder mehr Geräten besteht. Diese spannen untereinander, ähnlich einem Spinnennetz, ein engmaschiges Funknetz auf.
Im Detail arbeiten die Modelle quasi zweigleisig: Zum einen stellt jeder Netzwerkknoten (engl.: «Node») den Nutzern ein eigenes WLAN-Signal zur Verfügung. Anders als bei klassischen WLAN-Repeatern, die den Speed etwa halbieren, behalten Mesh-Geräte die Durchsatzrate bei. Indem sie miteinander kommunizieren und so Daten unabhängig von der Anzahl Nutzer austauschen, dient quasi jeder Router als Signalverstärker. Der Clou: Dadurch ist das komplette Mesh-Netzwerk für die Benutzer unter dem identischen Netzwerknamen (SSID = Service Set Identifier) erreichbar. Dabei findet der Wechsel von Node zu Node fliessend statt, der Nutzer wird also «on the fly» immer mit dem stärksten Signal des entsprechenden Mesh-Routers versorgt ohne Verzögerungen oder Funkaussetzer.

Der Test

Das System erstellt ein Funknetz über weite Distanz Das System erstellt ein Funknetz über weite Distanz Zoom© Linksys

Das von uns getestete Velop-Paket beinhaltet drei Tri-Band-Netzwerk­adapter (1 × 2,4 GHz, 2 × 5 GHz) und kostet stolze 649 Franken. Jede der drei Boxen kann als Access Point sowie im Bridge-Modus arbeiten. Endgeräte werden automatisch mit der Velop-Station in der Nähe verbunden, um ein möglichst gutes und schnelles Funksignal zu erreichen. Um den Status der Verbindung anzuzeigen, bietet jeder Knoten eine LED. Genauso Bestandteil jedes Geräts sind zwei LAN-Ports, der Reset-Knopf und der Ein-/Ausschalter. 

Um das System in Betrieb zu nehmen, bietet der Hersteller eine kostenlose «Linksys»-App für Android- und iOS-Geräte. Zuerst werden die Velops nacheinander platziert und eingeschaltet. Eine der Boxen muss am LAN-Port des Modem-Routers andocken, um den Internetempfang zu garantieren. Nun übernimmt der App-Assistent und führt den Anwender zielsicher durch den Installationsprozess. Die Installation der drei Boxen war in ca. 10 Minuten erledigt. 

Der PCtipp hat das Mesh-Netzwerk gegen den Linksys-High-End-Router EA9500 antreten lassen. Auf Nahdistanz (im gleichen Stockwerk) und einer Entfernung von 10 Metern erreicht der EA9500 ein Tempo von 535 Mbit/s. Bei einem dazwischenliegenden Stockwerk sank die Datenrate auf 290 Mbit/s, bei zwei Stockwerken auf 75 Mbit/s. Demgegenüber erreichte die Velop-Lösung (wobei in jeder Etage ein Gerät platziert wurde) bei einer dazwischenliegenden Etage immer noch hohe 330 Mbit/s und auf der zweiten Etage 180 Mbit/s. Damit lag der Datendurchsatz auf lange Distanz viel höher als beim Einzel-Router.

Fazit

Mit Velop können WLAN-Verbindungen mit schnellem Tempo und hoher Reichweite sehr einfach aufgebaut werden. Allerdings hat das seinen Preis.

  • Linksys Velop

    Positiv:
    Schnell, hohe Reichweite
    Negativ:
    Teuer
    Details:
    3 Tri-Band-Router, 2 x LAN, WLAN-AC
    Strassenpreis:
    Fr. 649.–
    Info:
    www.digitec.ch
    PCtipp-Bewertung:
    4 Sterne

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Tags: Router, Mesh

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