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Testsieger: Huawei Mate 10 Pro

von Simon Gröflin 24.10.2017 (Letztes Update: 22.11.2017)

Künstliche Intelligenz

Mit dem Kirin-970-Chip und EMUI 8.0 reagiert das Huawei Mate 10 Pro auch auf Nutzeranforderungen. Das KI-Konzept ist spannend, steckt aber noch ein wenig in den Kinderschuhen. So verbessert eine Objekterkennung auf Wunsch bestimmte Fotoaufnahmen nach angelernten Porträteffekten. Während der Chip samt Akku-Management-System im Hintergrund werkelt, kann das Telefon darüber hinaus auch schlauer werden. Bei der rohen Rechenleistung bemerken wir in den Leistungstests übrigens kaum Unterschiede zum Galaxy S8.

Zum Marktstart werden wieder mehrere Farbvarianten erhältlich sein Zum Marktstart werden wieder mehrere Farbvarianten erhältlich sein Zoom© Huawei

Update, 22. November 2017:

Sehr enttäuscht waren wir beim Presample-Testgerät von der Akkulaufzeit, weil die 4000 mAh laut Hersteller für bis zu zwei Tage ausreichen sollten. Huawei hat uns am Event in München jedoch vorausgeschickt, dass die Software noch nicht final sei, was wir in unserem Fazit vom 24. Oktober 2017 auch so kommuniziert haben. Tatsächlich verhielt sich die grosse 4000-mAh-Batterie in der ersten Testwoche wie ein typischer 3000-mAh-Akku mit abendlichen Restkapazitäten von weniger als 30 Prozent. Inzwischen, mit dem Update BLA-L29 8.0.0.113 (C432), ist der Akkuverschleiss jedoch deutlich zurückgegangen. Das merkt man auch den optimierten Hintergrundprozessen an. Ein Intensivnutzer wird gegen Abend noch stattliche 40 Prozent übrig haben oder käme gut anderthalb Tage über die Runden. Die Akkulaufzeiten verhalten sich vor allem im Realbetrieb und auch nach mehreren Ladyzklen stabil. Gleichermassen verbessert hat sich zudem die Wärmeentwicklung. Das Fazit und die Bewertung wurden entsprechend nach oben korrigiert. Damit reiht sich Huaweis neustes Phablet in der Kategorie der besten Smartphones des Jahres ein.

Mit dem dicken Super-Charge-USB-C-Ladegerät geht das Nachladen zudem sehr zügig. Es reicht eine halbe Stunde für eine 50-prozentige Ladung. Gewöhnungsbedürftig: Die Rückseite des glasigen Phablets, das übrigens ohne Ladeschalentechnik auskommt, wird oft ein wenig warm, unabhängig davon, ob man telefoniert oder ständig mit einem Datennetz verbunden ist.

Wieder mit dabei: die Leica-Doppelkamera Wieder mit dabei: die Leica-Doppelkamera Zoom© Huawei

Und die Kamera?

Wie beim P10 kommt bei Huaweis Mate 10 Pro ein Dual-Kamera-System mit einer 12-Mpx-RGB-Kamera und einer Monochrom-Kamera mit 20 Megapixeln zum Einsatz. Das Schwarz-Weiss-Modul dient wieder zur Verbesserung der Schärfe sowie der Belichtung und kann vor allem bei Porträtaufnahmen seine Stärken mit künstlich erzeugter Hintergrundunschärfe ausspielen. Im Test überzeugten uns vor allem Nahaufnahmen, aber auch dunkle Szenarien mit wenig Artefakten.

Kaum Treppchen beim vergrösserten Original Kaum Treppchen beim vergrösserten Original Zoom© sgr / nmgz Hier eine Flamme aus der Nähe Hier eine Flamme aus der Nähe Zoom© sgr / nmgz

Der Gesamteindruck ist aber auch bei verschiedenen Tagesbedingungen sehr scharf und authentisch. Dank der Doppellinsen braucht man bei spontanen Schnappschüssen praktisch keinen Instagram-Filter mehr.

Das Original dieser Aufnahme ist gestochen scharf Das Original dieser Aufnahme ist gestochen scharf Zoom© sgr / nmgz Die «Evil Dead»-Horrorsäge in einem dunklen Kinozimmer eines Film-Fans Die «Evil Dead»-Horrorsäge in einem dunklen Kinozimmer eines Film-Fans Zoom© sgr / nmgz

Kurz: Die Kamera des Mate 10 Pro ist hervorragend, besonders überzeugt die Low-Light-Fähigkeit mit der grossen ƒ/1.6-Blende. Gegenüber dem Note 8 stellen wir fast keine Qualitätsunterschiede fest.

Preis und Verfügbarkeit

Das Huawei Mate 10 Pro ist seit gestern als Dual-SIM-Variante mit 6 GB RAM und 128 GB internem Speicher ist nun nebst Swisscom auch bei Sunrise und Salt erhältlich. Allerdings seien einige der drei erhältlichen Farben schon jetzt beinahe ausverkauft, heisst es in einer Medienmitteilung. Weitere Lieferungen seien jedoch bereits unterwegs, versichert Huawei.

Fazit

Eine Woche nach dem Launch-Event des Mate 10 Pro fiel uns auf, dass die Software an einigen Stellen noch nicht ganz fertig war. Allerdings hat uns das Huawei auch bei der Herausgabe des Testgeräts so kommuniziert. Nach knapp einem Monat haben wir zur Markteinführung die fast finale Software noch einmal nachgetestet. Unser revidiertes Urteil: Die Akkulaufzeit übertrifft nun sogar unsere Erwartungen. Zu viele Versprechungen macht Huawei auch nicht bei der Kamera, dem Bildschirm und der Top-Verarbeitung – und das noch unter der 1000-Franken-Grenze. Fünf Sterne für das Mate 10 Pro!

Unsere ursprüngliche Bewertung (am 24. Oktober 2017) lag bei 4,5 Sternen.

  • Huawei Mate 10 Pro

    Positiv:
    Leistung, Kamera, Bildschirm
    Negativ:
    Keine Speichererweiterung
    Details:
    6 Zoll (2160 x 1080 px), Android 8.0 mit EmUI, Kirin 970 (Achtkern, 2,36 GHz), 6 GB RAM, 128 GB Nutzspeicher (nicht erweiterbar), 20-Mpx- und 12-Mpx-Hauptkamera, OIS, 8-Mpx-Frontkamera, Nano-SIM, USB-C (inkl. 3,5-mm-Adapter)
    Strassenpreis:
    Fr. 799.–
    Info:
    consumer.huawei.com/ch/
    PCtipp-Bewertung:
    5 Sterne

    Leserwertung

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Tags: Huawei
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    Kommentare

    • Alex G. 24.10.2017, 18.05 Uhr

      https://www.pcwelt.de/a/huawei-mate-10-pro-test-ausstattung-preis-release,3448387 Seht euch mal diesen Link an. Hier wird in einem anderen Test genau das Gegenteil kommuniziert. Also was soll man glauben. Gemäss den allermeisten Berichten und Tests soll der Akku hervorragen sein. Ich werde mir ein solches Teil zulegen und berichte dann wieser.:confused:

    • Simon Gröflin 25.10.2017, 09.02 Uhr

      https://www.pcwelt.de/a/huawei-mate-10-pro-test-ausstattung-preis-release,3448387 Seht euch mal diesen Link an. Hier wird in einem anderen Test genau das Gegenteil kommuniziert. Also was soll man glauben. Gemäss den allermeisten Berichten und Tests soll der Akku hervorragen sein. Ich werde mir ein solches Teil zulegen und berichte dann wieser.:confused: Hi Alex Wir haben das Mate 10 Pro schon sehr früh bekommen. Dabei handelte es sich um ein sogenanntes Pre-Sample, bei dem, wie im Beric[...]

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