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Test: Huawei P10 – ein neuer Gradmesser

von Luca Diggelmann 08.03.2017

Ausstattung

Wie eigentlich alle Spitzengeräte der aktuellen Smartphone-Hersteller bietet das Huawei P10 alles, was man so brauchen könnte. NFC, Fingerabdrucksensor, einen zweitönigen Blitz, USB-C-Anschluss mit Schnellladefunktion und sogar einen 3,4-mm-Stecker für Audiogeräte. Etwas mässig sind die Lautsprecher des P10. Nicht etwa schlechter als das Gros der Smartphones, aber im Vergleich zu Anbietern mit spezifisch gebauten Lautsprechern wie beispielsweise LG. In Zeiten ausgezeichneter, günstiger Bluetooth-Lautsprecher ist das aber kein allzu grosses Problem mehr.

Der Fingerabdrucksensor auf der Front ist sehr schnell, aber auch ein wenig übereifrig Der Fingerabdrucksensor auf der Front ist sehr schnell, aber auch ein wenig übereifrig Zoom© ldig / PCtipp

Die Power im Inneren reicht indes locker aus. In der Geekbench Benchmark lässt das P10 aktuelle Konkurrenten wie das Galaxy S7 locker hinter sich. Keine grosse Überraschung, neun Monate nach dem Release des S7. In einem halben Jahr werden es die dann aktuellen Geräte sein, die an der Spitze liegen. Wichtig für den Nutzer ist vor allem: Das Huawei P10 hat genügend Power für alles, was man so einem Smartphone im normalen Rahmen antut und die Leistung sollte auch für einige Jahre ausreichen.

Aufgeladen wird das P10 per USB-C mit Schnellladefunktion Aufgeladen wird das P10 per USB-C mit Schnellladefunktion Zoom© ldig / PCtipp

Länger als beim Vorgänger reicht auch der Akku. Zumindest im Neuzustand. Wir haben das P10 am Mobile World Congress als Haupt-Smartphone für sämtliche Kommunikation und Social Media verwendet und kamen mit einer Akkuladung gut durch den Tag. Gleichzeitig musste ich das private Nexus 5X zwischenzeitlich kurz aufladen. Allerdings: Das Nexus ist bereits 1 ¼ Jahre alt, das P10 brandneu. Wie gut der Akku ein oder zwei Jahre nach dem Kauf durchhält, lässt sich schwer sagen. In heutigen Zeiten darf man ja schon froh sein, wenn das Smartphone nicht explodiert.

Schönes Detail: der rote Einschalt-Button Schönes Detail: der rote Einschalt-Button Zoom© ldig / PCtipp

Beim Speicher gibt es etwas weniger Auswahl. 64 GB gibt es für das P10. Erweiterbar per microSD-Karte bis 256 GB. Kostenpunkt: rund 650 Franken. Das P10 Plus gibt es mit 128 GB (ebenfalls erweiterbar) für 750 Franken.

Fazit

Huawei ist mit dem P10 ein grossartiges Smartphone gelungen. Ausser einigen kleineren Interface-Problemen und einem manchmal etwas übermotivierten Fingerabdrucksensor ist dem P10 fast nichts Negatives anzukreiden. Wer sich mit EmUI anfreunden kann, wird viel Freude am P10 haben. Das Gerät läuft flott, hat eine sehr gute Kamera und meistert sämtliche Alltagsaufgaben souverän. Für kleinere Hände ist die Displaygrösse von 5,1 Zoll ideal und liegt dank schmalem Rahmen und abgerundeten Seiten samtweich in den Händen. Das alles für weniger als 650 Franken ist aussergewöhnlich.

  • Huawei P10

    Positiv:
    Kamera, Leistung, Verarbeitung, Haptik
    Negativ:
    Kleinere Interface-Fehltritte, empfindlicher Fingerabdrucksensor
    Details:
    5,1 Zoll (1080 x 1920 / 432 ppi), Android 7.0 mit EmUI, Kirin 960 (Achtkern, 2,4 GHz), 4 GB RAM, 64 GB Nutzspeicher (erweiterbar mit bis zu 256 GB), 20 Mpx Hauptkamera, OIS, 8 Mpx Frontkamera, Nano-SIM, USB-C, 3,5 mm Audio
    Strassenpreis:
    Fr. 649.-
    Info:
    huawei.ch
    PCtipp-Bewertung:
    5 Sterne

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