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Test: Samsung Galaxy S7

von Luca Diggelmann 07.03.2016

Leistung

Beginnen wir mit einem Highlight des Galaxy S7: Das Display ist erneut stark. Samsung packt eine Auflösung von 1440 x 2560 auf die 5,1 Zoll des S7 und trifft damit den aktuell wohl idealen Kompromiss zwischen Grösse, Auflösung und Akkuverbrauch. Hell und kräftig strahlen die Farben auf dem Display. Samsung setzt hier nicht auf realistische Farben oder optische Zurückhaltung, sondern geht All-in mit visuellem Zucker. Keine schlechte Wahr für ein reines Konsumgerät, wie es ein Smartphone ist.

Das Galaxy S7 ist nicht nur schön, sondern auch schnell Das Galaxy S7 ist nicht nur schön, sondern auch schnell Zoom© ldig / PCtipp

Der Antrieb dahinter ist auch nicht von schlechten Eltern. Samsung nutzt je nach Region seinen neuen Exynos-Prozessor oder den Qualcomm Snapdragon 820. In der Schweiz wird die Exynos-Variante zum Einsatz kommen. In Benchmark-Tests macht sich die zusätzliche Power klar bemerkbar: Das Galaxy S7 nähert sich den Testwerten des HTC-Tablets Nexus 9 bedrohlich an. Im Geekbench 3 erreicht das S7 einen Single-CPU-Wert von 1737, im Multi-CPU-Test 5422 und lässt somit das S6 deutlich hinter sich. Allerdings müssen Benchmark-Werte stets mit ein wenig Vorsicht genossen werden. Spätestens, seitdem praktisch jeder Smartphone-Hersteller zugegeben hat, seine Geräte für Benchmarks zu optimieren, sind die Werte etwas weniger aussagekräftig, als man denkt, und für den Alltagsgebrauch nicht wirklich repräsentativ. Eine grobe Richtungsangabe geben sie jedoch schon und so wie unser Testgerät über die vergangenen Tage performt hat, kommen kaum Zweifel über die Leistungsfähigkeit des S7 auf.

Exynos und die dazugehörigen 4 GB RAM beschleunigen das Galaxy S7 auf Höchsttempi. Auch in komplexeren VR-Apps bleibt das S7 unbeeindruckt. Die eingebaute Wasserkühlung scheint ebenfalls zu wirken. Ob die beeindruckende Grafikqualität von der Gerätepräsentation tatsächlich erreicht werden kann, muss sich noch zeigen. Dazu fehlt es noch an Apps, die das neue Grafik-API Vulkan nutzen. Einen Grafiksprung kann man jedoch für das Galaxy S7 und andere Geräte erwarten. Die Frage lautet eher: Wie gross wird der Sprung?

Samsung bleibt noch bei USB microB, hauptsächlich wegen GearVR Samsung bleibt noch bei USB microB, hauptsächlich wegen GearVR Zoom© ldig / PCtipp

Zwar wird auch das Galaxy S7 bei starker Nutzung ordentlich warm, allerdings längst nicht so heiss wie andere Geräte aus ähnlichen Materialien. Zudem verteilt sich die Wärme gut über das gesamte Gerät ,statt einen ultraheissen Hotspot in einer Ecke zu kreieren.

Ein grosser Kritikpunkt am Galaxy S6 war die mässige Akkulaufzeit. Ohne wechselbaren Akku störten sich viele Nutzer an der mangelnden Ausdauer des damaligen Flaggschiffe. Glücklicherweise hat Samsung hier nachgebessert. Auf Kosten eines etwas dickeren Geräts wurde die Akkukapazität von 2550 mAh auf 3000 mAh erhöht. In unserem Test macht sich das direkt bemerkbar. Das Galaxy S7 hält starke 9 Stunden 45 Minuten durch. Ist der Akku mal leer, lässt er sich auch schnell wieder aufladen. Rund 90 Minuten braucht das S7 von 0 auf 100. 80 Prozent davon schafft es in der ersten Stunde.

Wenig zu sagen gibt es zum Klang des Galaxy S7. Die eingebauten Lautsprecher sind handytypisch schlecht. Bluetooth-Lautsprecher und/oder gute Kopfhörer sind empfehlenswert.

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