Firmenlink

 

Huawei MediaPad M2 im Test

Schon ab 316 Franken gibt es das 10-Zoll-Tablet von Huawei mit bombastischen Lautsprechern. Doch reicht das auch für die Premium-Klasse?

von Simon Gröflin 29.09.2016 (Letztes Update: 30.09.2016)

Dass Huawei als kompetitiver Player im Smartphone-Markt selbst Samsung & Co. mit günstigen sowie leistungsstarken Telefonen Paroli bietet, ist eine mittlerweile schon erprobte Strategie des chinesischen Smartphone-Bauers. Was könnte das noch toppen? Vielleicht ein Tablet? Das 10 Zoll grosse Huawei MediaPad M2 mit seinem schnittigen Aluminiumrahmen wurde Ende Januar ursprünglich an der CES 2016 in Las Vegas lanciert. Und es sieht auf den ersten Blick nicht einmal so schlecht aus. Haben kann man es schon ab einem Strassenpreis von Fr. 316.– in der Wi-FI-Only-Version mit 16 GB Fix-Speicher.

Ein griffiges, aber mit 500 Gramm auch etwas schweres Tablet: das MediaPad M2 von Huawei Ein griffiges, aber mit 500 Gramm auch etwas schweres Tablet: das MediaPad M2 von Huawei Zoom© sgr / PCtipp

Wie viel Tablet fürs Geld soll es sein?

Allerdings ist die 16-GB-Version speicherseitig für heutige Android-Verhältnisse knapp bemessen. Es sei denn, man ist nur auf wenige Apps angewiesen. Für 100 Franken mehr würde man bei dem Tablet tendenziell eher zum 64-GB-Modell greifen. Vielsurfer, die einen zusätzlichen SIM-Karteneinschub wollen, lassen dann aber doch etwa 459 Franken liegen, womit man bei der Wahl schon fast der «echten Premium-Klasse» näherkommt. In dieser Preisregion hat das Tablet dann doch nicht ganz die Leistung anderer Top-Geräte. Doch eins nach dem anderen.  

Audiotechnik gibts hier von Harman Kardon Audiotechnik gibts hier von Harman Kardon Zoom© sgr / PCtipp

Alles da, was man braucht

Technisch und ausstattungsseitig hat das MediaPad M2 einiges zu bieten. Zu nennen wären die vier Stereolautsprecher, die uns im Test überraschten. So etwas wie einen HDMI- bzw. MHL-Anschluss sucht man zwar vergebens, dafür ist sogar ein MicroSD-Einschub vorhanden zur Speichererweiterung. Spielernaturen wäre aber ein grösserer Flash-Speicher wegen der Zugriffsgeschwindigkeit wichtiger. Das mit Android 5.11 Lollipop betriebene Test-Tablet hatte schon nach ein paar Spieleinstallationen wie «Zen Pinball», «Sonic Dash» und «Mortal Kombat X» gerade noch 4,35 GB von 16 GB frei. Die rückseitige Kamera des Tablets knipst Fotos und filmt Videos mit 13 Megapixeln: Das ist ordentlich, wenn einem die Kamera bei einem Tablet wichtig ist. Allzu viel erwarten darf man aber nicht. In unserem Test fielen Schnappschüsse im Dunkeln trotz des LED-Blitzes eher matschig aus. Für bessere Durchschnittsaufnahmen taugt die Kamera aber durchaus, während die 5-Mpx-Front-Kamera ihren Zweck für Videochats erfüllt.

Einen MicroSD-Karten-Einschub gibts selbstverständlich auch beim LTE-Modell Einen MicroSD-Karten-Einschub gibts selbstverständlich auch beim LTE-Modell Zoom© sgr / PCtipp

Der Rest der technischen Eigenschaften ist schnell aufgezählt: Im Innern werkelt ein ARM-basierter Achtkern-Hisilicon Kirin 930 – ein etwas angestaubter Prozessor, den man vor einem Jahr etwa im Huawei P8 vorfand. Flotter unterwegs ist man dafür mit WLAN- und Bluetooth-Modul (AC-Standard und Version 4.0 bei Letzterem). Das IPS-Display wartet aber nur mit Full-HD-Auflösung auf und kann nicht ganz mit noch höheren Auflösungen wie denen der Samsung-S2-Tablets mithalten. Den USB-Anschluss hat man nicht auf USB-C erneuern können, wohl wegen des veralteten Chipsatzes.

Nächste Seite: Erstkontakt, Fazit

Seite 1 von 2
       
       

    Kommentare

    Keine Kommentare

    Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.