Komplettwasserkühlung: Fractal Design Celsius S24 im Test

Der All-in-One-Wasserkühler Celsius S24 von Fractal Design verspricht hohe Kühlleistung und eine einfache Inbetriebnahme. Das zeigt die Erfahrung.

von Simon Gröflin 10.01.2018

Mit preiswerten Gehäusen machte sich der schwedische Hersteller Fractal Design in unseren Breitengraden bereits einen Namen. Nun wagt das Unternehmen mit dem Celsius S24 den Einstieg in den Markt der CPU-Wasserkühlungen. Einen AiO-H20-Kühler für den Prozessor kann man etwa dann in Betracht ziehen, wenn High-End-Prozessoren wie Intels oder AMDs mehrkernige CPUs der Extreme- bzw. Ryzen-Serie zum Einsatz kommen oder viele Nebengeräusche wie laute Grafikkarten schon den Betrieb eines schnellen Systems stören.

Die Radiator-Einheit des Celsius S24 Die Radiator-Einheit des Celsius S24 Zoom© Fractal Design

Voraussetzungen

Ausgeliefert wird der Celsius S24 wie andere CPU-Komplettwasserkühlungen mit einer Pumpe, zwei 12-cm-Lüftern sowie einem Montagekit inklusive Anleitung für diverse Intel- und AMD-Sockel. Eine Schicht Wärmeleitpaste ist wie bei anderen CPU-Wasserkühlern schon aufgetragen und von einer Plastikkappe geschützt. Das ganze Set ist quasi sofort einbaufähig. Zur Hand haben sollte man lediglich einen gewöhnlichen Kreuzschlitzschraubenzieher und ein geeignetes Midi-Tower- oder Big-Tower-Gehäuse, das an der Oberseite noch genug Freiraum lässt, um die zwei Lüfter für den schwarz lackierten Radiator anbringen zu können.

Der Lieferumfang des Celsius S24 Der Lieferumfang des Celsius S24 Zoom© Fractal Design

Mit seinen Abmessungen von 28,4 × 12,2 × 3,1 cm hinterlässt der Radiator auf uns einen wertigen Eindruck. Pumpe und Kühlblock sind über zwei stoffummantelte Schläuche verbunden, die mit einer Länge von je 40 cm ausreichend für Big-Tower-Gehäuse dimensioniert sind. Nettes Extra: Optional lässt sich das System über die beiden unterseitigen G/1/4-Zoll-Gewinde in einen kompletten Wasserkreislauf einbinden.

Einfache Inbetriebnahme

Unterstützt werden beim Celsius S24 sämtliche Sockel wie AM2 (+), AM3 (+). Auch die neuen Ryzen-CPUs (AM4) und Threadripper können montiert werden. Bei Intel werden fast alle Sockeltypen ab Haswell (LGA 1150) unterstützt, einschliesslich LGA 2011-v3 (Haswell-E, Broadwell-E, Xeon) und 2066 (Skylake X). Bei den letzteren Intel- und AMD-CPUs (Skylake-X und Threadripper) muss laut Hersteller das Bracket aus dem Lieferumfang der CPUs genutzt werden. Bei den beiden beigelegten Radiatorlüftern (Dynamic X2 GP-12) handelt es sich um zwei 4-Pin-PWM-taugliche Gehäuselüfter (12 cm). Mit dem vierten Pin wird die Geschwindigkeit bei gleichbleibender Spannung auf einem Motherboard geregelt. Der Hauptvorteil von PWM (Pulsweitenmodulation) ist die Möglichkeit, kleinere Umdrehungsgeschwindigkeiten und damit niedrigere Lautstärken zu realisieren.

Die Wärmeleitpaste ist schon angebracht Die Wärmeleitpaste ist schon angebracht Zoom© sgr / nmgz

Die Montage erleichtert Fractal Design dem Anwender mit einer schlichten, jedoch gut bebilderten Anleitung – ohne viel Zubehör oder lustige Sticker. Je nach Plattform (AMD oder Intel) muss dazu zuerst die passende Rückplattenscheibe (Backplate) an der Rückseite des Motherboards angeschraubt werden. Den grössten Aufwand hat man unter Umständen, wenn das Motherboard in einem Gehäuse untergebracht ist, das ohne rückseitiges Fenster auskommt. In diesem Fall bleibt dem Anwender nichts anderes übrig, als das Board schnell auszubauen und nach der Montage wieder mit den Gehäusedistanzhaltern zu verschrauben.

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Tags: Prozessor
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