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LG Urbane 2nd Edition: LTE-Smartwatch im Test

Die LG Watch Urbane 2nd Edition ist die erste Android-Smartwatch mit einer eigenen Mobilfunkanbindung. Was das bringt, erfahren Sie in unserem ausführlichen Test.

von Simon Gröflin 28.06.2016

Von der LG Watch Urbane gab es bereits ein Vorgängermodell. Anders als mit dem bisherigen Modell kann man mit der Neuauflage sogar telefonieren. Ausserdem bietet die Uhr, jetzt unter dem Namen «LG Watch Urbane 2nd Edition», einige technische Verbesserungen. Eine Neuerung, die einem zuerst gar nicht auffällt, ist ein zusätzliches Mobilfunkmodul. Neben GSM und UMTS wird auch LTE abgedeckt. Die 2nd Edition hat wieder ein rundes Display, wurde aber leicht vergrössert: Statt eines 1,3 Zoll grossen P-OLED-Displays beträgt die Bilddiagonale nun 1,38 Zoll. Ansonsten hat sich, abgesehen von dem etwas stärkeren Akku (570 mAh statt 410 mAh) und dem leicht vergrösserten Arbeitsspeicher (768 MB statt 512 MB) nicht viel geändert. Als Prozessor kommt weiterhin ein Qualcomm Snapdragon 400 mit einer Taktrate von 1,2 GHz zum Einsatz. Auch Flash-Speicher gibt es wie bis anhin 4 GB. Genug für den Alltag einer Smartwatch. 

Die Auflösung von 320 x 320 hat LG auf 480 x 480 Pixel angehoben. Das ist sehr scharf. Dank des speziellen P-OLEDs sind aus nächster Nähe kaum noch Pünktchen auszumachen, zumindest deutlich weniger als auf einer Huawei Watch. Die verdichteten Bildpunkte auf der fast gleich grossen Fläche tragen natürlich zu einer Top-Helligkeit bei. Was ebenfalls gut gefällt: Das Display reflektiert bei Sonnenlicht weniger stark als bei anderen Uhren. Eine Seltenheit bei Android Wear: Die Urbane 2 hat sogar zwei seitliche Hardware-Buttons und eine Krone.

Speziell: Die LG Watch Urbane 2nd Edition verfügt über zwei Buttons und eine Krone Speziell: Die LG Watch Urbane 2nd Edition verfügt über zwei Buttons und eine Krone Zoom© sgr / PCtipp

Leider sind die Tasten (noch) nicht programmierbar. Ich wusste daher im Alltag nichts damit anzufangen. Der obere Knopf bringt einen stets zur Telefonkontaktliste, der untere zur LG-Fitness-App. Auf jeden Fall hat die Gear S2 in dieser Hinsicht Schlaueres zu bieten. Auf der Tizen-Uhr lässt sich sogar die Lünette drehen, um sehr schnell die gesuchte App anzusteuern. Gute Gründe muss LG aber für die Integration dieser Buttons gehabt haben. Sonst wäre die LG Watch Urbane neben der Huawei Watch nicht die einzige Smartwatch, auf der man im Moment die Entwicklerversion des neuen Android Wear laufen lassen kann. Wahrscheinlich plant Google einen ähnlichen Ausbau der Programmierschnittstelle für weitere Uhrenkomponenten. 

Mit einer Smartwatch bietet sich mehr optische Vielfalt: Zifferblätter lassen sich jederzeit wechseln Mit einer Smartwatch bietet sich mehr optische Vielfalt: Zifferblätter lassen sich jederzeit wechseln Zoom© sgr / PCtipp

Die LG Watch Urbane 2nd Edition ist eine riesige Uhr, aber nicht so wuchtig, dass sie sich unbequem anfühlt. An einem Standard-Redaktor-Armgelenk wie meinem war sie mit ihrem Durchmesser von 44,5 mm noch knapp passabel, wenn man bedenkt, dass eine Huawei Watch (42 mm) an vielen Frauenhandgelenken schon zu gross wirkt. Eine Einschränkung gibt es mit dem etwas dicken Kunststoffarmband: Dieses ist nicht wechselbar, weil darin die Antennen für den LTE-Funk untergebracht sind. Das Uhrengehäuse ist aus Edelstahl geschmiedet, und das sieht gut aus – wie eine richtige Uhr eben.

Nicht wechselbar: Im Uhrenband sind LTE-Antennen untergebracht Nicht wechselbar: Im Uhrenband sind LTE-Antennen untergebracht Zoom© sgr / PCtipp

Eine Uhr mit einem SIM-Slot

Das spezielle Feature der LG Watch Urbane 2nd Edition ist, wie eingangs erwähnt, der zusätzliche SIM-Einschub unter dem Deckel der Rückseite. Man kennt das schon von Samsung-Uhren, aber noch nicht so richtig von einer Android-Smartwatch. Das ermöglicht zusätzliches Senden und Empfangen von Nachrichten ohne Bluetooth-Verbindung zum Smartphone. Auch Telefonieren ist ohne ein Smartphone möglich. Der rückseitige Deckel der Lünette lässt sich mit einem speziellen Drehschlüssel abheben, um eine Nano-SIM-Karte einzulegen.

Besonderheit: eine Smartwatch mit einem Nano-SIM-Slot Besonderheit: eine Smartwatch mit einem Nano-SIM-Slot Zoom© sgr / PCtipp Den kleinen Drehhelfer sollte man besser nicht verlieren Den kleinen Drehhelfer sollte man besser nicht verlieren Zoom© sgr / PCtipp

Den kleinen Plastikdrehhelfer sollte man besser nie verlieren, sonst kann es eventuell länger dauern, bis man über den Hersteller wieder zu einem Ersatzteil kommt. Die Urbane bleibt im verschlossenen Zustand weiterhin wasserdicht, gemäss IP67-Spezifikation für bis zu 30 Minuten bei 1 Meter Wassertiefe. Duschen macht ihr nichts aus. Wahrscheinlich wäre auch Schwimmen problemlos möglich, wenn kaltes Nass vom Hallenbad auch einer Tag Heuer Connected nichts anhaben kann. 

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Tags: LG
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