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Seite verlinken, ohne Google-Rang zu «pushen»

Manchmal muss man aus Dokumentationsgründen auf eine Seite verlinken, möchte aber nicht, dass sie dadurch im Google-Ranking steigt.

von Gaby Salvisberg 07.07.2017

Andere Webseiten zu verlinken und als Quellen zu nennen, ist nur fair, selbst wenn es sich um die Konkurrenz handeln sollte. Das ganze Web wäre nicht das Web, wenn die Leute sich nicht gegenseitig verlinken würden. Aber nicht immer ist das Setzen eines Links sinnvoll. Sei es in einem Blog oder in Social Media – es kann vorkommen, dass man zu Dokumentationszwecken bestimmte Sites erwähnen will, ohne sie richtig zu verlinken. Denn eine klassische Verlinkung hat mehrere Auswirkungen:

  • Page Impression: Wenn Ihre Leser auf den Link klicken, erhält die verlinkte Webseite eine «Page Impression», also einen Seitenaufruf. Falls die Zielseite mit Werbung Geld verdient, bedeuten Seitenaufrufe für die Zielseite auch Einnahmen.
  • Rechtliches: Falls es sich bei der Zielseite um rechtlich heikle Inhalte handelt, dann könnte irgend ein Richter (falls es zu einem Gerichtsfall wird) Ihre Verlinkung als eine Art Zugänglichmachung oder Weiterverbreitung des zweifelhaften Materials interpretieren.
  • Referrer: Der Webmaster der Zielwebseite kann in seinen Statistiktools den «Referrer» sehen. Das bedeutet, dass er sieht, von welcher anderen Webseite die Besucher auf seiner Seite gelandet sind. In diesem Fall wäre es also Ihr Blogbeitrag oder Social-Media-Post, in welchem Sie den Link gesetzt haben. Das ist vielleicht nicht unbedingt gewünscht.
  • Page Rank: An welcher Position eines Suchresultats Google und andere Suchmaschinen eine Seite platzieren, hängt von zahlreichen technischen und redaktionellen Faktoren ab. Ein wichtiger Faktor ist die Verlinkung durch andere Websites. Je mehr Links von anderswo her auf eine Seite zeigen, desto «wichtiger» ist die Seite in den Augen der Suchmaschinen. Wer auf eine Seite verlinkt, hilft dabei, deren Page Rank zu erhöhen.

Link ohne zu verlinken?

Aber was machen Sie nun mit einer Seite, die Sie eigentlich erwähnen, aber nicht richtig verlinken wollen? 

Wenn es um die ersten beiden Punkte der obigen Aufzählung geht, können wir Ihnen nur einen Rat geben: Verlinken Sie die Seite nicht. Als Alternative können Sie einen Screenshot davon abbilden. Die Webadresse können Sie erwähnen, aber eben nicht als Link, sondern so, dass der Webbrowser keinen klickbaren Link daraus macht. Lassen Sie z.B. das http/https weg und ersetzen Sie die Punkte in der Webadresse durch [dot] oder [punkt], etwa so: www[dot]example[dot]com. So weiss jeder, welche Seite gemeint ist, aber Sie machen die Seite damit nicht direkt zugänglich. So dürften sich die Anzahl Besuche der Zielseite in Grenzen halten. Bei rechtlich heiklen Inhalten sollten Sie die Domain sicherheitshalber ganz weglassen.

Oder geht es Ihnen nur um die zweiten zwei Punkte, also um den Referrer und um den Page Rank? Dann können Sie zu einem Dienst wie Donotlink.it greifen. Der funktioniert als eine Art Zwischenseite. Der Webmaster jeder Seite, die Sie via Donotlink.it aufrufen, bekommt als Referrer nur den besagten Dienst zu sehen, nämlich Donotlink.it selbst. Ausserdem sperren die Betreiber von Donotlink.it die Suchmaschinen aus. Google & Co. bekommen also nicht mit, wie oft jemand die Seite via donotlink.it verlinkt oder den Link angeklickt hat.

Donotlink.it Donotlink.it Zoom© pctipp.ch

Um den Dienst zu verwenden, surfen Sie auf Donotlink.it und tippen Sie die Adresse der betroffenen Seite inkl. http oder https ins Feld. Klicken Sie auf Go, wird der «Nicht-Link» erstellt. Verlinken Sie diesen in Ihrem Blog oder Facebookpost.


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