Ungewollte Downloads per Tethering verhindern

Sie können die Internet-Verbindung Ihres Smartphones auch für Ihr Notebook benutzen. Aber Vorsicht: Sobald eine Internet-Verbindung besteht, beginnen einige Windows-Programme, Updates herunterzuladen. So verhindern Sie das.

von IDG . 11.04.2015

Lösung: Die Technik nennt sich Tethering (von «to tether», auf Deutsch: anbinden oder binden) und ist in Android, iOS und Windows Phone fest integriert. Nützlich ist sie vor allem, um unterwegs mit dem Notebook Mails abzurufen oder Nachrichten zu lesen.

Doch sobald eine Internet-Verbindung besteht, beginnen einige Windows-Programme automatisch, Updates herunterzuladen. Da das kostenlose Datenvolumen der Mobilfunkverträge in den meisten Fällen begrenzt ist, führt das schnell dazu, dass die monatliche Download-Menge ausgeschöpft und anschliessend nur noch Surfen im Schneckentempo möglich ist.

Sie können Windows jedoch so einstellen, dass es in öffentlichen Netzen eine Internet-Kommunikation nur durch zuvor definierte Programme zulässt.

Der Weg dorthin führt über die Firewall von Windows. Sie lässt sich so konfigurieren, dass in öffentlichen Netzen generell kein Kontakt mit der Aussenwelt erlaubt ist, also beispielsweise keine Suche nach Updates durchgeführt wird. Damit etwa das Mail-Programm und der Browser dennoch Daten abrufen können, definieren Sie entsprechende Ausnahmen.

So konfigurieren Sie die Firewall: Rufen Sie die «Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit» auf. In Windows 8 tippen Sie dazu einfach firewall in die Suche ein und wählen die entsprechende Fundstelle aus. In Windows 7 öffnen Sie die Systemsteuerung, klicken in der Kategorie-Ansicht auf System und Sicherheit/Windows-Firewall und im folgenden Fenster links auf Erweiterte Einstellungen. Klicken Sie links oben in der Baumstruktur mit der rechten Maustaste auf «Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit» und rufen Sie die Eigenschaften auf. Wechseln Sie zu «Öffentliches Profil» und stellen Sie neben «Ausgehende Verbindungen» die Option «Blockieren» ein. Schliessen Sie das Fenster mit OK.

Gehen Sie nun wieder nach links oben zur Baumstruktur und markieren Sie «Ausgehende Regeln». Rufen Sie über das Menü mit Aktion/Neue Regel den Assistenten auf. Vergewissern Sie sich, dass «Programm» ausgewählt ist und klicken Sie auf Weiter.

Im folgenden Fenster klicken Sie bei «Dieser Programmpfad» auf Durchsuchen und geben den Pfad zu Ihrem E-Mail- oder Browser-Programm an, also etwa zu \Program Files\Microsoft Office\Office 15\OUTLOOK.EXE oder zu \Program Files\Mozilla Firefox\firefox.exe.

Klicken Sie auf Weiter und kreuzen Sie im folgenden Fenster die Option «Verbindung zulassen» an. Nach einem erneuten Klick auf Weiter erreichen Sie ein Fenster, in dem Windows Sie nach dem Profil fragt, für das die Regel gültig sein soll. Deaktivieren Sie «Domäne» und «Privat» und lassen Sie lediglich das Häkchen vor «Öffentlich» stehen. Nach einem letzten Klick auf Weiter gelangen Sie zu einem Fenster, in dem Sie der neuen Regel einen beliebigen Namen geben und den Assistenten mit Fertig stellen beenden.

Profil wählen Profil wählen Zoom© pctipp.ch

Die neue Firewall-Einstellung wird nun automatisch aktiv, sobald Sie eine Verbindung mit einem als öffentlich gekennzeichneten Netzwerk herstellen. Achten Sie beim Konfigurieren des Tethering über Ihr Smartphone darauf, dass Sie das entsprechende Profil einstellen.

Sie können übrigens auch Ihr Smartphone davon abhalten, bei einer Mobilfunk-Verbindung automatisch Updates zu starten. Unter Android ist das schnell erledigt: Rufen Sie den Play Store auf, öffnen Sie links oben sein Menü und tippen Sie auf Einstellungen. Gehen Sie auf Automatische App-Updates und stellen Sie im folgenden Fenster entweder «Keine automatischen App-Updates zulassen» oder «Automatische App-Updates nur über WLAN zulassen» ein. Diese Einstellung wirkt sich allerdings nur auf die Apps auf dem Smartphone aus, nicht jedoch auf per Tethering angeschlossene Geräte. (idg)

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