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So geht Datenschutz in Windows 10

Wem die Privatsphäre wichtig ist, sollte sich durch die zahlreichen Einstellungen ackern. Wir zeigen, wo die sind.

von Gaby Salvisberg 22.08.2016

Es mag schon komfortabel sein, die eigenen Daten allerorts verfügbar zu haben und auf Apps zugreifen zu können, die auf Schritt und Tritt ihre Dienste aufgrund der gesammelten Daten anbieten. Doch manch ein Computeranwender mag die Verzahnung zwischen System, Apps, Cloud und Daten weniger. Für datenschutzbewusste User soll das Betriebssystem nur eine Plattform sein, auf der nur die in selbst gewählten Programmen erzeugten Daten ausschliesslich an jenen Speicherorten landen, an denen man sie selbst gezielt ablegt.

Wenn Sie zu dieser Sorte Anwender gehören, folgen Sie uns durch diesen Einstellungsparcours. Wichtig: Das Abschalten all dieser Dienste ist nur sinnvoll, wenn Sie kein Microsoft-Konto verwenden, sondern ein lokales. Ebenso sollten Sie eher zu den Usern gehören, die keine Kachel-Apps benutzen. Falls Sie zu einem lokalen Konto wechseln wollen, gehts via Start zu Ihrem Profil-Icon und zu Konto-Einstellungen ändern. Hier könnten Sie bei Ihre Infos zu einem lokalen Konto wechseln.

Aber nun zu den Privatsphäreneinstellungen

Öffnen Sie via Start übers Zahnrad-Icon die Einstellungen und anschliessend Datenschutz. Im Bereich Allgemein kippen Sie diese Optionen auf «Aus»: 

  • Apps die Verwendung der Werbungs-ID für App-übergreifende Erlebnisse erlauben
  • Informationen zu meinem Schreibverhalten an Microsoft senden
  • Apps auf anderen Geräten das Öffnen von Apps gestatten und auf der Oberfläche dieses Geräts weiterarbeiten
  • Apps auf anderen Geräten das Öffnen von Apps über Bluetooth gestatten und auf der Oberfläche dieses Gerätes weiterarbeiten

 Auf «Ein» bleiben dürfen: 

  • SmartScreen-Filter einschalten, um von Windows Store-Apps verwendete Webinhalte (URLs) zu überprüfen
  • Websites den Zugriff auf die eigene Sprachliste gestatten, um die Anzeige lokal relevanter Inhalte zu ermöglichen

Erste Anlaufstelle: die Einstellungen zur Werbe-ID und zum Aufzeichnen des Schreibverhaltens Erste Anlaufstelle: die Einstellungen zur Werbe-ID und zum Aufzeichnen des Schreibverhaltens Zoom© pctipp.ch

Klicken Sie darunter auf den Link Microsoft-Werbung und andere Personalisierungsinfos verwalten. Damit öffnet sich Ihr Standardbrowser, in dem Sie das Anzeigen personalisierter Werbung ebenfalls ausknipsen.

Wechseln Sie in der linken Spalte zu Position. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihr Gerät von verschiedenen Apps geortet wird, schalten Sie hier möglichst alle Funktionen aus. Klicken Sie oben bei «Positionserkennung ist für dieses Gerät eingeschaltet» auf Änderung und knipsen Sie es aus. Das deaktiviert automatisch alle anderen Einstellungen. Vielleicht sollen aber Apps einfach immer denselben Ort wählen. Klicken Sie für solche Fälle unter Standardort auf Als Standard festlegen und markieren Sie auf der Karte den bevorzugten Ort. Darunter klicken Sie beim Positionsverlauf auf Löschen.

Der Umgang von Windows 10 mit Positionsdaten Der Umgang von Windows 10 mit Positionsdaten Zoom© pctipp.ch

Wechseln Sie zu Kamera. Wenn Sie die allenfalls eingebaute Webcam gar nicht verwenden, schalten Sie oben den Hauptschalter auf «Aus». Prüfen Sie aber unten noch die Liste der Apps. Falls eine davon dennoch die Kamera nutzen darf, schalten Sie die Option wieder «Ein», lassen auch den Schalter bei der betroffenen App auf «Ein» und stellen dafür alle anderen auf «Aus». Kameraphobiker/-innen kleben aber sowieso zusätzlich einen blickdichten Streifen Karton über die Kamera.

Dürfen Apps überhaupt auf die Kamera zugreifen – und wenn ja: welche? Dürfen Apps überhaupt auf die Kamera zugreifen – und wenn ja: welche? Zoom© pctipp.ch

Was für die Kamera gilt, muss auch fürs Mikrofon gelten. Verfahren Sie hier genau gleich. Wenn Sie das interne Mikrofon nicht benutzen, betätigen Sie oben den Hauptschalter: «Aus».

Und welche Apps dürfen das Mikrofon anzapfen? Und welche Apps dürfen das Mikrofon anzapfen? Zoom© pctipp.ch

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    Kommentare

    • gua 23.08.2016, 15.34 Uhr

      Das ist zwar nett gemeint, aber gefährlich, weil so manch eine/r meint nachdem er dieses tutorial durchgemacht hat, sei er "sicher" - was natührlich ein kompletter irrtum ist. wenn jemand wirlich windows benutzen muss. kommt er nicht drum es ohne internet zu verwenden ansonsten KANN es keine privatsphäre geben. (ausser natürlich mit einer cisco oder fortinet, oder sonst einer teuren professionellen von der NSA kontrollierten firewall (deren hacks jetzt grade öffentlich geworden sind) nein, es[...]

    • karnickel 27.08.2016, 09.44 Uhr

      @gua Dann sollte also der Titel des Artikels eher in etwa so heissen: "Teilen Sie mit diesen Einstellungen M$ mit, was Sie alles nicht übermitteln möchten." Mir war immer klar, dass sich Software alles holen kann, wonach es nicht fragt. ;) Übrigens kann man glaub die Sammelwut von Firefox, Google und Ubuntu nicht weniger machen, glaube ich.

    • gua 06.09.2016, 01.32 Uhr

      @karnickel Hi, genau weil sie das kann ist es eben wichtig zu wissen das sie es nicht macht. und das kannst du hald nur wenn du den code einsehen und selber kompilieren und installieren kannst. > opensource software. behafte mich nicht darauf aber: Mozilla, hat die philosophy user und privacy first. ich weiss zwar das sie statistiken sammeln. aber A müsste mozilla das eigentlich standardmässig aus haben oder beim ersten start fragen (das ist was ich dir nicht 100% sagen kann) B: werden di[...]

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