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Windows 10: Ordner verschlüsseln – so gehts

So verschlüsseln Sie einen Ordner mit Windows-Bordmitteln.

von Gaby Salvisberg ,Florian Bodoky 04.01.2017 (Letztes Update: 23.01.2017)

Um einen Ordner oder eine Datei unter Windows 10 zu verschlüsseln, gehen Sie wie folgt vor. Beachten Sie, dass dies nur bei Daten funktioniert, die auf einer mit NTFS formatierten Partition liegen. Falls die Daten auf einem mit FAT32 formatierten Speicher (etwa ein USB-Stick) liegen, ist die Verschlüsselungsfunktion vermutlich ausgegraut, sprich: inaktiv.

  1. Führen Sie einen Rechtsklick auf die gewünschte Datei oder den Ordner aus.
  2. Öffnen Sie die Eigenschaften und klicken Sie im Reiter Allgemein auf Erweitert.
  3. Machen Sie einen Haken beim Punkt «Inhalt verschlüsseln, um Daten zu schützen».
  4. Klicken Sie auf OK.
  5. Beantworten Sie die Frage, ob nur der ausgewählte Ordner oder auch untergeordnete Dateien verschlüsselt werden sollen.
  6. Klicken Sie abermals auf OK.
So verschlüsseln Sie Dateien So verschlüsseln Sie Dateien Zoom© PCtipp

Was bedeutet das nun?

Zunächst sehen Sie, dass der Ordner im Windows-Explorer eine kleine Dekoration in Form eines Vorhängeschlosses bekommt. Aber sonst bemerken Sie nichts. Sie mussten zum Verschlüsseln kein Kennwort eingeben und brauchen auch zum Öffnen des Ordners und Bearbeiten der enthaltenen Dateien keines. Also was und wie wurde denn hier verschlüsselt?

Der Ordner wird als verschlüsselt angezeigt Der Ordner wird als verschlüsselt angezeigt Zoom© pctipp.ch

Die Datei wurde in der Tat verschlüsselt, aber mit einem hierfür von Windows selbst erzeugten Schlüssel, der an Ihr Windows-Benutzerkonto gebunden ist. Solange Sie sich an diesem Gerät mit genau dieser Konto-ID einloggen und solange darin der Schlüssel noch gespeichert ist, solange haben Sie auf die verschlüsselten Dateien automatisch Zugriff.

Versucht man, mit einem anderen Windows-Benutzerkonto auf die Dateien zuzugreifen, ist Fehlanzeige. Und ebenso verunmöglicht ist ein Zugriff unter einem anderen Betriebssystem. Starten wir das System zum Beispiel ab einem Linux-USB-Stick auf, ist ein unverschlüsselter Ordner bestens lesbar; erkennbar an den eingefügten Bilder-Thumbnails. Der verschlüsselte Ordner (unserer heisst «Rubbish») zeigt hingegen erstens keine Thumbnails und es erscheint zweitens eine Fehlermeldung, wenn wir versuchen, eine der Dateien zu öffnen.

Im verschlüsselten Ordner (unten) kann auch Linux weder auf die Thumbnails zugreifen, noch anderweitig die Dateien öffnen (siehe Fehlermeldung rechts) Im verschlüsselten Ordner (unten) kann auch Linux weder auf die Thumbnails zugreifen, noch anderweitig die Dateien öffnen (siehe Fehlermeldung rechts) Zoom© pctipp.ch

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    Kommentare

    • wini7 04.01.2017, 19.13 Uhr

      ...und was tun, wenn "Inhalt verschlüsseln, um Daten zu schützen" inaktiv ist und nicht angeklickt werden kann?

    • karnickel 07.01.2017, 11.12 Uhr

      Im Büro könnte eine Gruppenrichtlinie der Administration diese Option gesperrt haben. Sonst ist für Verschlüsselung und Komprimierung das Dateisystem NTFS Voraussetzung. Falls das Laufwerk wie abgebildet z.B. das System FAT32 nutzt, ist die Verschlüsselung von Windows nicht dafür möglich: http://wiki.winboard.org/images/8/85/01_Eigenschaften_von_USB_Stick_FAT32.jpg Falls gewünscht können Festplatten-Laufwerke mittels Administratorkonsole umgewandelt werden (Befehl convert f: /fs:ntfs ). D[...]

    • Cymon 24.01.2017, 22.42 Uhr

      Ich habe das Verschlüsseln eines Ordners gemäss Beschreibung getestet und mir danach das Zertifikat angesehen. Dort steht "ausgestellt von: Fritz". Weiss jemand, woher dieser Name kommt? Heisse weder zum ersten, zweiten oder dritten Namen Fritz. Das einzige, was in der Nähe des Computers steht ist eine Fritz!Box. :-) Vielen Dank für eure Antwort(en). Gruess Simon

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