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Smartphone als Modem-Ersatz

Ihr Smartphone ist auch ein Modem: Dank Tethering werden Mobiltelefone zu willigen Helfern, um alle möglichen Geräte mit dem Internet zu verbinden.

von Klaus Zellweger 29.05.2012
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Falls Ihr Internetmodem den Geist aufgibt oder Sie keines zur Hand haben (zum Beispiel unterwegs im Bus), können Sie dennoch mit dem Notebook, PC oder Tablet surfen. Sie brauchen dazu nur ein iPhone oder Android-Handy. Möglich macht dies die Funktion «Tethering» (zu Deutsch «Anbindung»). Diese verwendet das Smartphone als Modem, um über das Mobilfunknetz eine Internetverbindung aufzubauen. Danach gelangen Notebooks, Tablets und andere Geräte per WLAN, USB oder Bluetooth via Mobiltelefon ins Web. Der PCtipp zeigt hier Schritt für Schritt, wie dies geht.

Wer darf Tethering nutzen?

Ob Tethering möglich ist, hängt vom Mobilfunkanbieter ab. Dieser kann den Dienst im Rahmen des vereinbarten Handy-Datenkontingents erlauben, mit einer separaten Gebühr belasten oder ganz unterbinden. In der Schweiz ermöglichen Swisscom und Orange das Tethering ohne zusätzliche Kosten, während Sunrise die Nutzung der Funktion ausdrücklich untersagt. So heisst es auf der Webseite von Sunrise: «Mobiles Internet mit einem Mobilabo oder einer Zusatzoption ist auf Datenverbindungen ohne VoIP mit einem einzigen Mobiltelefon beschränkt ohne Nutzung mit daran angeschlossenen Geräten, Modems oder Geräten mit eingebautem Modem.» Das lässt keine Fragen offen.

Verbrauch beachten

Bei Swisscom und Orange wird beim Tethering das vereinbarte Handy-Datenkontingent belastet, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen. Erst wenn dieses Kontingent überschritten wird, fallen weitere Gebühren an – und das kann teuer werden. Denn Tethering ist so bequem, dass man im Zug vor seinem Notebook gerne einmal die Zeit vergisst. Prüfen Sie deshalb regelmässig den Datenkonsum:

Das iPhone listet den mobilen Datenkonsum in den Einstellungen auf Das iPhone listet den mobilen Datenkonsum in den Einstellungen auf Zoom iPhone: Wählen Sie Einstellungen/Allgemein/Benutzung/Mobile Datennutzung. Dort ist unter «Mobile Netzwerkdaten» genau angegeben, wie stark das Kontingent bereits ausgereizt worden ist. Dazu zählen sowohl die Daten, die am iPhone direkt empfangen wurden, als auch solche, die Sie mit Tethering verbraucht haben, Screen 1.

Android: Die kostenlose Android-App namens My Data Manager hilft, den monatlichen Datentransfer zu überwachen. Sie finden diese direkt übers Handy im Google Play Store.

Sobald die Telefonrechnung des Mobilfunkproviders ins Haus flattert, setzen Sie in beiden Fällen die Statistik zurück. Allerdings wird die Datenmenge bereits vor dem Rechnungsversand abgerechnet, sodass Sie auf jeden Fall eine Reserve einplanen sollten.

Auf der nächsten Seite: Die Verbindungsmöglichkeiten

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    Kommentare

    • schmidicom 29.05.2012, 15.23 Uhr

      Ob Tethering möglich ist, hängt vom Mobilfunkanbieter ab. Dieser kann den Dienst im Rahmen des vereinbarten Handy-Datenkontingents erlauben, mit einer separaten Gebühr belasten oder ganz unterbinden. In der Schweiz ermöglichen Swisscom und Orange das Tethering ohne zusätzliche Kosten, während Sunrise die Nutzung der Funktion ausdrücklich untersagt. So heisst es auf der Webseite von Sunrise: «Mobiles Internet mit einem Mobilabo oder einer Zusatzoption ist auf Datenverbindungen ohne VoIP mit einem[...]

    • ab1713p 29.05.2012, 15.44 Uhr

      Ich habe das mit meinem iPhone schon erfolgreich gemacht. Die einzige Möglichkeit, die sich mir bietet, ist über WLAN, und dabei macht mir einzig Bauchschmerzen, dass die publizierte WLAN-ID nicht veränderbar ist - so wohl ist mir nicht, wenn mein voller Vor- und Nachname (was dem Namen meines Geräts entspricht) herum gestrahlt wird. Lässt sich dieser Broadcast Name irgendwie verändern, ohne damit auch die Geräte-ID (welche zum Synchronisieren mit PC verwendet wird) zu ändern?

    • Emmure 29.05.2012, 15.53 Uhr

      Genau, das ist auch ein Grund wieso z.B. Verizon in den USA in ihrer Gebrandeten Software die Thetering Funktionen komplett entfernen. Ist aber nicht so, wie wenn sich das nicht wieder zurückverändern liesse :)

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