Windows 10: das Oktober-Update unter der Lupe

Microsoft hat das lang ersehnte Oktober-2018-Update für die breite Öffentlichkeit freigegeben. PCtipp zeigt die grossen Neuerungen.

von Florian Bodoky 03.10.2018

Gestern hostete Microsoft den Surface-Event, wo diverse neue Hardware, wie z.B. das Surface Pro 6, vorgestellt wurde. Daneben verkündeten die Redmonder auch den globalen Rollout des Oktober-2018-Updates für Windows 10, das lange den Namen Redstone 5 trug. Bereits heute ist es möglich, das Update manuell anzustossen – am 10. Oktober wird es dann Schritt für Schritt automatisch eingespielt. Wer nicht mehr warten kann und alles sofort haben möchte, wird hier fündig.

Nebst einer Weiterführung der Windows-10-Philosophie, das OS geräte- und plattformübergreifend nutzen zu können, soll auch das Arbeiten durch verschiedene Funktionen vereinfacht werden. Aber der Reihe nach.

Neue Zwischenablage und mehr Cloud

Engere Verzahnung mit OneDrive Engere Verzahnung mit OneDrive Zoom© PCtipp

Das Update wirkt sich auf die Datei- und Inhaltsverwaltung aus. Die neue Zwischenablage kann nun verschiedene Daten parallel in verschiedenen Slots speichern und so zwischen Programmen austauschen. Texte und Bilder lassen sich beispielsweise, wenn ein Microsoft-Konto aktiv ist, sogar über verschiedene PCs hinweg mit der Zwischenablage verwalten. In diesem Fall wird der Inhalt der Zwischenablage in OneDrive abgelegt. Es gibt auch eine Funktion namens Zwischenablageverlauf, die anzeigt, wann welche Dateien in die Zwischenablage kopiert wurden.

Edge

Microsofts Browser wird ebenfalls ordentlich getuned: ein besserer Look, eine optimierte Menüstruktur sowie individuell gestaltbare Farben und Anzeige im Browser. 

Verbesserte Zwischenablage Verbesserte Zwischenablage Zoom© PCtipp

Gleiches gilt auch für das OS selber. Neu gibt es ein Dark Theme, das über die Einstellungen aktivierbar ist und die Ordnerstruktur sowie die Apps gräulich-schwarz statt weiss anzeigt. Dies soll für weniger Reflexionen und ein klareres Bild sorgen. Die Fontgrösse von Texten im Explorer oder im Startmenü kann zudem verändert werden.

Dateiverwaltung/Systemsteuerung

Storage Sense verwaltet die Dateien Storage Sense verwaltet die Dateien Zoom© PCtipp

Die Funktion Storage Sense, auf Deutsch Speicheroptimierung genannt, kann neu viel mehr Dateien auslagern, automatisch in die Cloud verschieben, zwischen Windows-10-Rechnern hin und her schieben (auch z.B. Einstellungen) oder löschen. Dank Machine Learning soll Windows 10 feststellen können, wann der beste Zeitpunkt für diese Operation ist, heisst, wann es den Nutzer am wenigsten stört. Zudem kann festgelegt werden, welche Daten in die Cloud ausgelagert werden dürfen. Unnötige Speicherfresser wie z.B. Sicherungen alter Windows-10-Versionen, veraltete Cache-Files etc. werden von Storage Sense automatisch erkannt und gelöscht. Zudem wird die Bereinigung automatisch aktiviert, sollte die Performance von Windows unter dem mangelnden Speicherplatz leiden. Die klassische Datenträgerbereinigung wird Schritt für Schritt von Storage Sense ersetzt.  

Wie viel Strom verbraucht welche App? Wie viel Strom verbraucht welche App? Zoom© PCtipp

Zudem gibts die für Laptops interessante Option Stromverbrauch im Task-Manager. Der Energieverbrauch von Diensten, Apps und Prozessen wird hier angezeigt. Zudem lässt sich an den Daten in der Spalte Trend ablesen, ob sich der Verbrauch eines gewissen Dienstes oder einer App in den letzten zwei Minuten signifikant verändert hat (beispielsweise, weil sie stärker beansprucht wurde).

Windows Defender

Die Windows Defender Firewall wurde ausgebaut Die Windows Defender Firewall wurde ausgebaut Zoom© PCtipp

Mit dem Update kommt der Defender Exploit Guard auch auf die Home-Rechner. Dazu gehören auch ein Kontrollmechanismus für Ordnerzugriffe und der Exploit-Schutz. Ausserdem werden auch verdächtige Codes, die noch nicht bekannt sind, gemeldet. Die Windows-Firewall heisst nun Defender Firewall, ist aber weitestgehend gleich geblieben. Für SSH-Server-Betreiber besteht die Möglichkeit, Firewall-Paramenter für Prozesse im Windows Subsystem for Linux festzulegen. Die Hersteller von Anti-Viren-Programme müssen sich als sicheren Prozess registrieren, um vor Manipulation von aussen geschützt zu werden. 

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Notepad, Inking sowie Windows 10 und das Smartphone

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    Kommentare

    • gaggelaari 03.10.2018, 15.54 Uhr

      Na und? Ausser Spesen nichts gewesen?

    • renaiolo 03.10.2018, 17.33 Uhr

      Voreilige resp. Ungeduldige werden mögglicherweise abgestraft... Microsoft und Intel haben ein Kompatibilitätsproblem mit einem Bereich Intel Anzeige Audio-Treiber identifiziert. Daher schlägt die Aktualisierung mit Windows 10 Oktober 2018 Update (Version 1809) fehl. Wer eine "Whats needs your Attention"-Mitteilung beim Ausführen der Aktualisierung Oktober auf dem Bildschirm erhält, hat einen Intel Anzeige Audio Gerätetreiber (intcdaud.sys, Versionen 10.25.0.3-10.25.0.8) installiert. WICHTIG[...]

    • Malabar 04.10.2018, 09.00 Uhr

      Schaut man nach der Version 1809 Installation unter "Einstellungen-Updateverlauf anzeigen" in "Neuerungen in diesem Update" nach, werden alle Update Neuerungen mit Erklärung angezeigt.

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