Windows 10: So sind Sie stets auf dem neusten Stand

Microsoft entwickelt das Betriebssystem Windows 10 laufend weiter. Sie müssen die Kontrolle über die Updates aber nicht abgeben. Wir zeigen, wie Sie Software und Betriebssystem im Griff behalten.

von Beat Rüdt 18.09.2018

Wissen Sie, ob die Software und das Betriebssystem auf Ihrem Computer auf dem neusten Stand sind? Nein? Das Beruhigende: Selbst wenn Sie sich wenig oder gar nicht darum kümmern und falls Sie keinen allzu alten Rechner haben, aktualisieren sich die meisten installierten Programme ohne Ihr Zutun. Doch das ist nicht die optimale Methode. Wir zeigen, wie Sie Betriebssystem und weitere Software in Schuss halten und was Sie tun können, wenn Sie mit einem Update nicht zufrieden sind. Stets up to date Schauen wir uns zuerst Windows an: Sofern ein Computer regelmässig mit dem Internet verbunden ist, kümmert sich Windows 10 im Prinzip alleine um seine Aktualisierung. Wenn Sicherheitslücken gestopft werden müssen oder der Funktionsumfang erweitert wird, lädt das Betriebssystem die benötigten Dateien selbstständig von einem Microsoft-Server auf den Rechner.

Beim nächsten Neustart werden diese installiert, sofern sie nicht während der Arbeit auf den neusten Stand gebracht werden können. Geschieht die Aktualisierung beim Neustart des Computers, sehen Benutzer die Meldung «Updates werden installiert» und einen Prozentwert, der den Fortschritt angibt. Stehen grössere Veränderungen an – Microsoft spricht von Funktions-Updates –, sind es grosse Datenmengen, die auf den Computer geladen werden, und der Installationsprozess erfordert mehrere Neustarts. Das kann dazu führen, dass der Computer während bis zu einer Stunde nicht ausgeschaltet werden darf und mit sich selbst beschäftigt ist. Bei solchen aufwendigen «Revisionsarbeiten» am System werden Sie mit einem Warnhinweis rechtzeitig informiert. Damit Sie von diesen grossen Updates nicht auf dem falschen Fuss erwischt werden, ist es wichtig, wenn Sie wissen, was bevorsteht und wie Sie den Zeitpunkt beeinflussen können. Sonst kann es unangenehm werden: Stellen Sie sich vor, Sie müssen ein wichtiges Referat halten und just, als Sie Ihre PowerPoint-Folien zeigen möchten, meldet sich Ihr Rechner ab. 

Ist das System aktuell?

Möchten Sie wissen, ob Updates anstehen oder das System aktuell ist? Diese Antwort finden Sie in den Einstellungen: Klicken Sie mit der linken Maustaste auf das Windows-Symbol links unten und anschliessend auf das Zahnrad-Symbol, um das Fenster Windows-Einstellungen zu öffnen.

Hier klicken Sie auf Update und Sicherheit. Sie sehen bei Updatestatus, welche Updates noch nicht installiert sind, Bild 2. Sie erkennen auch, ob die benötigen Dateien heruntergeladen oder allenfalls sogar bereits installiert wurden.

Ist das Betriebssystem aktuell, steht hier Sie sind auf dem neusten Stand, ergänzt mit dem Hinweis, wann zum letzten Mal nach Updates gesucht wurde. Sie können in diesem Fall trotzdem per Auf Updates prüfen nach Aktualisierungen suchen.

Bild 2: Windows informiert, ob es auf dem neusten Stand ist Bild 2: Windows informiert, ob es auf dem neusten Stand ist Zoom© PCtipp

Sind Updates bereits vorbereitet, aber noch nicht installiert, weil ein Neustart erforderlich ist, werden Sie ebenfalls darauf hingewiesen. Sie können das Betriebssystem mit einem Klick auf Jetzt neu starten sofort aktualisieren oder unter Neustart planen einen geeigneten Zeitpunkt wählen.

Zeitpunkt kontrollieren

Damit Windows Sie nicht mitten im Arbeitstag mit Updates nervt, lassen sich Zeitbereiche definieren, in denen Sie das Gerät nutzen. Das Betriebssystem wird sich fortan hüten, Sie bei Ihrer Arbeit zu unterbrechen. Diese Einstellung finden Sie bei Nutzungszeit ändern. Sie können eine Zeitspanne von maximal 18 Stunden definieren, in der Sie Microsoft mit den Updates verschont.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Bandbreite drosseln, Updates deinstallieren und Blick in den Updateverlauf

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    Kommentare

    • Redan 21.09.2018, 16.49 Uhr

      Liebe PCtipp-Redaktion Vielen herzlichen Dank für die interessanten und hilfreichen Artikeln und für das hervorragende monatliche Heft. So einfach ist das leider auch nicht: die Updates haben problemlos und einwandfrei funktioniert bis ich auf Windows 10 Version 1803 upgraden liess. Seither funktionieren die Updates nicht mehr, sie werden heruntergeladen und beim Installieren erscheint jedesmal die Meldung: "Die Updates konnten nicht eingerichtet werden. Änderungen werden rückgängig gemach[...]

    • Pagnol 21.09.2018, 22.31 Uhr

      Zwei Virenwächter kommen nie gut! Ich würde mal F-Secure deaktivieren bzw. sogar deinstallieren. Bei Windows 10 reicht der Windows Defender.

    • Jürgen N. 22.09.2018, 14.11 Uhr

      Es wurde öfters im Netz berichtet dass der Update auf 1803 nur sicher funktioniert wenn alle Fremd-"Virenwächter" entfernt und nicht nur stillgelegt werden. Windows Defender reicht für Otto Normalverbraucher völlig. Aber das ist schon fast eine Glaubensfrage... Gruss Jürgen

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