Aufgeschraubt: So wird eine Festplatte eingebaut!

Es muss nicht immer neu sein: So bauen Sie ein SSD in Ihr altes Notebook ein.

von Daniel Bader 27.11.2017

Wird über das Tempo im PC gesprochen, denkt man an schnelle Prozessoren oder Grafikkarten. Für die Grundgeschwindigkeit verantwortlich sind aber nicht diese, vielmehr wird sie durch das schwächste Glied in der Kette bestimmt. Oft ist das die Festplatte. Sie sorgt dafür, dass die Daten weiterverarbeitet werden. Kommt es hier zu Pausen, wird das komplette System ausgebremst: Das zeigt sich in einer Startzeit von rund einer halben Minute oder beim stark verzögerten Öffnen einer Office-Software, eines Bildbearbeitungsprogramms oder Spieles.

Zum Einsatz kommen heute vor allem zwei Speichertypen: Ein mechanisch arbeitendes HDD (Hard Disk Drive) besteht aus übereinanderliegenden, rotierenden Scheiben mit magnetischen Oberflächen. Um auf diese zu schreiben oder davon zu lesen, kommt ein Schreib-/Lesekopf zum Einsatz. Das Problem: Je weiter die Daten auf der Scheibe auseinanderliegen, desto länger benötigt der Speicher, um die Informationen bereitzustellen. Auch das ständige Anfahren und Abbremsen des trägen Kopfes verschlingt Zeit. Solid State Drives (SSDs) arbeiten rein elektronisch mit Chips, also ohne Lese-/Schreibkopf. Informationen lassen sich so in Speicherzellen nicht nur rasend schnell schreiben, sondern im Vergleich zu HDDs um bis zu 500-mal schneller auslesen. In der Praxis startet dadurch ein Computer innert weniger Sekunden, Programme öffnen sich rund zwei- bis viermal schneller. Weiterer Vorteil ist ihre Unempfindlichkeit gegenüber Stössen sowie die geringere Hitzeempfindlichkeit, was Laptops zugutekommt. Ein Umtausch des alten HDDs gegen ein neues SSD lohnt sich also auf alle Fälle und ist sehr einfach.

Die Vorbereitung

Noch vor dem Umbau sollten die Daten der alten Festplatte auf das neue SSD transferiert werden. Dazu bieten fast alle Hersteller von SSD-Speichern Transferwerkzeuge an, die mit dem SSD-Speicher mitgeliefert werden. Informationen dazu findet man auf jeden Fall im Faltblatt zur Inbetriebnahme des Solid State Drives. Fehlt dieses Zügelwerkzeug, helfen die beiden PCtipp-Artikel «Temposchub dank SSD» (go.pctipp.ch/1391) sowie «Systemwechsel ohne Ärger» (go.pctipp.ch/1392) weiter (nur für Abonnenten). Hier finden Sie detaillierte Anleitungen, um das Betriebssystem sowie alle Daten auf den neuen Speicher zu zügeln. In den Bildergalerien finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um Ihr bestehendes Notebook mit einem neuen SSD auszurüsten.

Tags: SSD

    Kommentare

    • Wernilein04 27.11.2017, 15.19 Uhr

      Alte Notebooks schmeisst man weg: Die alte Elektronik ist überfordert, der Arbeitsspeicher zu gering und der Grafikchip ruckelt eh!

    • wändi 27.11.2017, 16.54 Uhr

      Diese Aussage "wegschmeissen" kann ich nicht nachvollziehen. Letztes Jahr bei 2 Toshiba Laptops von 2010 (!) die HD gegen SSD getauscht. Die Geräte sind unter 20 Sekunden nach einem Neustart betriebsereit. Einzig das Fall Creator update macht jetzt mit der Grafikkarte Mätzchen, die ich hoffentlich auch noch in den Griff bekomme. Auch ein MacBook Pro von late 2011 mit einer SSD aufgerüstet und ist nach wie vor gleichschnell wie ein Gerät neuerer Generation. Gruss wändi

    • hasi63 27.11.2017, 17.59 Uhr

      Wegschmeissen ja, wenn...... Es gibt einiges zu beachten wann mann einen Notebook wegschmeissen sollte und wann sich eine aufrüstung mit einer SSD lohnt. Ich würde keinen i5 der 5then Generation wegschmeissen weill nur die HDD nicht mehr nachmag... Hingegen wenn der i5 für Multimedia bearbeitung gebraucht wird und das RAM auch knapp bemessen ist wäre ein neukauf die bessere lösung. Ein guter und schneller Notebook kostet einiges mehr als eine neue SSD, es ist also immer eine überlegung wer[...]

    weitere Kommentare

    Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.