Gmail als Mail-Client: Der Umstieg von A bis Z

Gmail ist für viele der beste E-Mail-Dienst der Welt. Der Umstieg ist einfach, wenn Sie methodisch an diese Aufgabe herangehen. Der PCtipp hilft beim Umzug und Einstieg.

von Klaus Zellweger 04.01.2018

Mails begleiten uns seit vielen Jahren und ein Ende ist nicht abzusehen. Allerdings sind diese Nachrichten durch die schiere Menge auch zu einer Belastung geworden: Allein das Verwalten und Sortieren der digitalen Post ist eine Aufgabe für sich.

Wenn Sie nicht an eine bestimmte Mailadresse oder Infrastruktur im Geschäft gebunden sind, kann Googles Gmail-Dienst zum Befreiungsschlag werden. Gmail sortiert die eingehende Post automatisch. Der Spam-Filter ist Weltklasse. Und weil bereits ein kostenloses Konto 15 GB fasst, müssen Sie es schon ziemlich wild treiben, um das Postfach an seine Grenzen zu bringen. Kurz, der Umstieg auf Gmail fühlt sich oft so an, als würde man aus viel zu engen Schuhen aussteigen.

Der Zugriff

Gmail hat viel zu viele Eigenheiten, um hier im Detail darauf einzugehen, doch einige Dinge sollten Sie vor dem Umstieg wissen. Gmail funktioniert am besten im Webbrowser, indem Sie den Dienst über die Adresse gmail.com aufrufen. Nahezu Alles auf Gmail gleichwertig sind die kostenlosen Gmail-Apps für die beiden Smartphone-Systeme Android und iOS. Diese können Sie direkt aus dem jeweiligen AppShop laden.

Gmail und Inbox

Gmail orientiert sich im Webbrowser am Aussehen eines klassischen E-Mail-Clients. Doch Google bietet noch eine andere Oberfläche an. Über die Webadresse inbox.gmail.com werden exakt dieselben E-Mails anders gruppiert und dargestellt, Bild 1. In der Inbox-Ansicht dreht sich alles darum, E-Mails möglichst schnell aus dem Weg zu schaffen oder automatisch zu sortieren. Wenn Sie sich einmal mit dem Konzept von Inbox vertraut gemacht haben, stehen die Chancen gut, dass Sie der klassischen Darstellung unter Gmail den Rücken kehren. Auch für Inbox stehen Gratis-Apps für Android und iOS bereit. Diese finden Sie ebenfalls direkt in den App-Shops.

Bild 1: Die alternative Ansicht «Inbox» gruppiert E-Mails automatisch Bild 1: Die alternative Ansicht «Inbox» gruppiert E-Mails automatisch Zoom© PCtipp

Zugriff am Desktop

Am wichtigsten ist jedoch, dass Sie Ihr GmailKonto in praktisch jeden E-Mail-Client einbinden können. Denn erstens ist die Weboberfläche am PC nicht jedermanns Sache und zweitens benötigen wir diese Einbindung, um den Inhalt des bestehenden E-Mail-Kontos zu Gmail zu kopieren. Später können Sie den Client beliebig wechseln oder im Webbrowser oder in einer App arbeiten: Weil die E-Mails immer auf den Servern von Google gespeichert bleiben, sind Sie in der Wahl der Mittel absolut frei.

Vorbereitungen

Vielleicht besitzen Sie bereits eine GmailAdresse. Falls nicht, legen Sie ganz einfach ein neues Google-Konto an.

Gmail-Konto anlegen

Rufen Sie google.ch auf und klicken Sie in der rechten oberen Ecke auf die blaue Schaltfläche Anmelden. Im nächsten Fenster klicken Sie auf den Befehl Weitere Optionen und wählen anschliessend Konto erstellen, um den Einrichtungsassistenten zu durchlaufen.

Tipp: Es ist nicht einfach, heute noch eine Gmail-Adresse im Stile von vorname.nachname@gmail.com zu finden. Wenn Sie nach alternativen Schreibweisen suchen, denken Sie daran, dass bei Gmail-Adressen der Punkt ignoriert wird; Sie können ihn jederzeit an einer beliebigen Stelle setzen. Wenn die Mailadresse p.muster also besetzt ist, gilt das auch für pmuster oder pm.uster.

Zugangsdaten beschaffen

Halten Sie die Zugangsdaten zu Ihrem alten E-Mail-Konto in Griffweite, denn Sie werden diese gleich brauchen.

Rundschreiben absetzen

Senden Sie eine letzte Rundmail an alle Personen und Firmen, die von der neuen Mailadresse erfahren sollen. Weisen Sie darauf hin, dass die alte Adresse nicht mehr gültig ist – was natürlich nicht stimmt, aber darum kümmern wir uns später. Danach gilt die alte Adresse offiziell als ausgemustert; allerdings werden wir dafür sorgen, dass neue E-Mails, die Sie auf die alte Mailadresse erhalten, weiterhin ankommen.

Tipp: Wenn Sie das Rundschreiben verschicken, setzen Sie unbedingt alle Empfänger in das Feld BCC (Blindkopie). So sieht niemand, wer diese E-Mail ebenfalls erhalten hat. In allen anderen Feldern (An und CC) zeigen Sie jedem Empfänger Ihr gesamtes Adressbuch.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: E-Mails umleiten, E-Mails übernehmen

Tags: GMail
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    Kommentare

    • kobe15 08.01.2018, 15.35 Uhr

      Hallo Herr Zellweger, das ist ein guter Artikel! Weil wir seit Monaten auf unsere e-Mail-Adresse @sunrise.ch massenhaft Spam erhalten, werden wir auf gmail wechseln. Freundliche Grüsse Kobe15

    • Klaus Zellweger 08.01.2018, 16.17 Uhr

      Hallo Kobe15 Besten Dank, ich wünsche gutes Gelingen! Der Spamfilter von Gmail ist Weltklasse; dieses hässliche Problem wird mit dem Wechsel also ganz sicher gelöst. :)

    • Gomoli 01.10.2018, 12.45 Uhr

      Besten Dank für diesen Artikel Ich wollte meine bluewin-Adresse in Gmail einbinden (ohne Forwarding). So wie ich das jedoch sehe, kann Gmail nur mittels POP darauf zugreifen. IMAP scheint mir nicht möglich zu sein. Ist das korrekt? War das der Grund, warum Sie eine Weiterleitung eingerichtet haben? Freundliche Grüsse Michael Rothen

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