Netflix und Co. im Detail

Netflix ist nicht allein. PCtipp nimmt alle populären Streamingdienste genau unter die Lupe und vergleicht. Auch für Sport-Freaks!

von Florian Bodoky 06.06.2018

Filme, Serien, Sport – schauen, was man will, wo man will und wann man will und das ohne verbindliches Abo oder zusätzliche Settop-Boxen. Das ist mit Videostreaming möglich. Aber welche Streamingdienste gibt es überhaupt und wer bietet das passende Angebot für Ihre Bedürfnisse?

Netflix

Bild 1: Netflix bietet Unmengen an guten Serien und hat auch eine grosse Filmauswahl Bild 1: Netflix bietet Unmengen an guten Serien und hat auch eine grosse Filmauswahl Zoom© PCtipp

Netflix (Anmeldung unter netflix.ch) ist ein Pionier auf dem Gebiet des Streamings und seit 2015 in der Schweiz verfügbar, Bild 1. Er ist der derzeit wohl populärste Streamingdienst hierzulande. Aktuell zählt der Schweizer Katalog an Filmen, Serien und Dokumentationen ca. 2300 Titel. Diese Anzahl erhöht sich kontinuierlich. Der US-Anbieter glänzt vor allem durch seine vielen und beliebten Eigenproduktionen von Serien wie «Orange Is The New Black», «Narcos» und «House of Cards». Aber auch andere Blockbuster-Serien wie «Breaking Bad» oder «Sons of Anarchy» finden sich im Angebot. Zudem werden zahlreiche neuere und ältere Filme angeboten. Ein grosses Plus ist die stetige Zunahme von Filmen und Serien, die in UHD-Qualität zur Verfügung stehen.

Praktisch: Im Internet gibt es Webseiten wie allflix.com, die den kompletten NetflixKatalog protokolliert haben – eine derartige Übersicht fehlt auf der Netflix-Webseite.

Voraussetzungen

Um Netflix nutzen zu können, benötigen Sie ein passendes Abspielgerät, also ein Tablet, Smartphone oder einen Smart-TV sowie eine Internetleitung mit einer Download-Geschwindigkeit von mindestens 10 Mbit/s respektive 25 Mbit/s bei UHD-Inhalten. Dadurch, dass Netflix der weltweit beliebteste Streamingdienst ist, gibt es Apps für fast jede Oberfläche: Android, iOS, PlayStation 4, Xbox, diverse Smart-TV-Systeme und natürlich ein webbrowserbasiertes Portal. Einige Fernsehgeräte haben sogar eine Netflix-Taste auf der Fernbedienung.

Funktionen

Auch funktional kann der Streamingdienst überzeugen. Bei Netflix lassen sich zum Beispiel mehrere Nutzerkonten anlegen. Dadurch kann in einer Familie jeder ohne Probleme einen Film oder eine Serie da weiterschauen, wo er aufgehört hat. Durch den Algorithmus von Netflix werden dem Zuschauer auch Inhalte vorgeschlagen, die den bereits gesehenen oder jenen auf der «Watch List» ähneln und darum gefallen könnten. Die «Watch List» ist eine Liste, in der man nach Belieben Titel hinzufügen kann, die man gerne schauen würde.

Ausserdem können Inhalte heruntergeladen und somit auch dann angesehen werden, wenn keine Internetverbindung besteht. Darüber hinaus gibt es einen Kinderschutz. Praktisch alle Inhalte, die synchronisiert existieren (die meisten), sind in allen Schweizer Landessprachen (ohne Rätoromanisch) sowie in der Originalsprache vorhanden. Des Weiteren gibt es auf Wunsch einblendbare Untertitel in verschiedenen Sprachen.

Tarifpläne

Netflix hat drei Tarife: Sie kosten Fr. 11.90, Fr. 15.90 oder Fr. 19.90 pro Monat. Die Tarife unterscheiden sich einerseits in der Anzahl Personen, die das Konto gleichzeitig nutzen können (1, 2 oder 4), sowie in der Qualität der Übertragung (Standardauflösung, HD oder UHD). Mit nur zwei Klicks lässt sich das Abonnement kündigen und läuft zum Monatsende ab. Netflix bietet ausserdem ein kostenfreies und unverbindliches Probe-Abo für einen Monat an. 

Amazon Prime Video

Bild 3: Amazon Prime Video hat auch Eigenproduktionen, das Angebot ist aber kleiner Bild 3: Amazon Prime Video hat auch Eigenproduktionen, das Angebot ist aber kleiner Zoom© PCtipp

Seit anderthalb Jahren ist auch der Streamingdienst Prime Video von Amazon in der Schweiz verfügbar (unter der Webadresse primevideo.com). Wie auch Netflix bietet Prime Video ein Pauschalangebot an Serien, Filmen und Dokumentationen, Bild 3. Amazon hat ebenfalls Eigenproduktionen wie zum Beispiel die Erfolgsserien «American Gods» oder «The Grand Tour» mit Ex-«Top Gear»-Star Jeremy Clarkson.

Ebenfalls gut ausgestattet ist Prime Video mit Animes und kinderfreundlichen Inhalten. Ansonsten finden sich bekannte Serien wie «NCIS», «Two and a Half man» und anderes. Rein quantitativ kann das Angebot in der Schweiz noch nicht mit jenem von Netflix mithalten. Ein nerviges Detail ist, dass teils Serien angezeigt werden, die nicht abgespielt werden können bzw. gesondert gekauft werden müssen, weil sie in der Schweiz nicht fürs Streaming freigegeben sind.

Voraussetzungen

Um Prime Video zu nutzen, benötigen Sie ein passendes Endgerät, also ein Tablet, Smartphone oder einen Smart-TV sowie eine Internetleitung mit 10 Mbit/s respektive 25 Mbit/s bei UHD-Inhalten oder höher. Amazon Prime Video läuft auf zahlreichen Geräten: Nebst den gängigen Smartphones, Fernsehern und Spielkonsolen gibt es auch das Amazon-eigene Fire TV und die Fire-Tablets, die den Dienst unterstützen.

Funktionen

Eine besondere Funktion von Amazon Prime Video ist X-Ray. Sie ermöglicht es, zusätzliche Informationen zu Szenen, Serien und Schauspielern aus dem aktuell abgespielten Film zu erhalten. Dazu kommen die üblichen Features wie eine Watch List oder das Herunterladen von Inhalten, um sie offline zu betrachten. Auch die Streamingqualität überzeugt: HD, Full HD und UHD/HDR werden angeboten und stetig ausgebaut. Im Unterschied zu Netflix ist für die Wiedergabe von UHD/HDR-Inhalten allerdings kein Spezial-Abo nötig.

Tarifpläne

Bild 4: Amazon Prime Video gibts bereits ab ca. Fr. 3.30 pro Monat Bild 4: Amazon Prime Video gibts bereits ab ca. Fr. 3.30 pro Monat Zoom© PCtipp

Amazon lockt die potenzielle Kundschaft zunächst mit dem Preis: 2.99 Euro pro Monat. Diese ca. Fr. 3.30 gelten für die ersten sechs Monate, danach steigt der Preis auf immer noch humane 5.99 Euro, was knapp 7 Franken sind, Bild 4.

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Tags: Streaming
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    Kommentare

    • EMkaEL 06.06.2018, 18.40 Uhr

      "genau unter die Lupe" und keine silbe zur tonübertragung! welche anbieter bieten mehrkanalton surroundsound oder gar dolby atmos? HDR wird auch nur am rande erwähnt, dolby vision gar nicht.

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