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Microsoft beendet Office-2007-Support – was jetzt?

Heute ist es soweit: Microsoft beendet den Support für Office 2007. Aber was heisst das genau? Was muss man jetzt tun? PCtipp erklärt.

von Florian Bodoky 10.10.2017

Bereits im März hat Microsoft angekündigt, den sogenannten Extended Support für Office 2007 einzustellen. Das bedeutet, dass das Unternehmen aus Redmond den Nutzern dieser Office-Suite keinerlei Updates mehr zur Verfügung stellt. Dies betrifft einerseits Updates für Funktionserweiterungen, Updates zur Bekämpfung von Sicherheitslücken oder Patches für allfällige Fehlfunktionen der einzelnen Office-Programme wie Word, Excel oder PowerPoint. Auch vom Support-Ende betroffen ist Microsoft Visio 2007, das nicht zur Office-Suite gehört, sowie die E-Mail- und Groupware Exchange Server 2007 (SP3). Der Support für Letzteres wurde bereits im April beendet.

Wieso macht Microsoft das?

Grundsätzlich dauert der Support eines Software-Produkts bei Microsoft insgesamt zehn Jahre. Fünf Jahre hält der sogenannte Mainstream-Support an. Dort kommen in regelmässigen Abständen Updates heraus, welche die Office-User nicht nur vor ärgerlichen Software-Fehlern und Sicherheitslücken schützen, sondern auch neue Funktionen für die Office-Suite an Bord haben. Sind diese fünf Jahre vorbei (in diesem Fall war das 2012), wird weitere fünf Jahre lang Extended Support angeboten, in denen «nur» noch Sicherheits-Patches ausgeliefert werden. Dies geschieht zum einen, weil das Produkt veraltet ist und nicht mehr mit der zeitgenössischen Technik mithalten kann, zum anderen natürlich auch, weil Microsoft den Usern die neuen, moderneren Office-Versionen anbieten möchte.

Office 2007 weiterbenutzen – geht das?

Ja. Trotz Support-Ende ist es nicht so, dass sich Office 2007 nun einfach nicht mehr starten lässt oder Fehler produziert. Es können weiterhin Dokumente angefertigt, gespeichert, versendet oder gedruckt werden. Allerdings nimmt man mit der weiteren Nutzung von Office 2007 einige Risiken in Kauf:

  1. Sicherheit und Fehler: Office stellt ein grösseres Sicherheitsrisiko dar, als man gemeinhin glaubt. E-Mails, die auf Phishing oder die Platzierung von Ransomware abzielen, machen das häufig mit einem «harmlosen» Word-File im Anhang, das schädliche VB-Scripts beinhalten kann. Andererseits gibt es keine Hilfe mehr, wenn Office mal nachhaltig streikt. 

  2. Formate: Es kann zu Problemen mit den verschiedenen Formaten von Dokumenten kommen. Erhalten Sie von Dritten Dokumente zugeschickt, die andere Office-Versionen nutzen, kann die Darstellung durcheinandergeraten – oder Sie können das Dokument gar nicht erst öffnen. 

  3. Drittanbieter-Software: Bei Software von Drittanbietern, die im Zusammenhang mit Office verwendet wurde, kann es zu Kompatibilitätsproblemen kommen.

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Tags: Office
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    Kommentare

    • GOROW 10.10.2017, 22.35 Uhr

      Für den Privatanwender ist doch klar: LibreOffice oder eine Alternative kostenlose Lösung. Wenn man VBA nicht benötigt ist es einfach. Für kleine VBA-Projekte umzustellen wünsche ich mir daher eine daher gute Dokumentationen des Objekt-Modells von LibreOffice und ein paar Programmbeispiele in Star BASIC.

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