Google Play warnt künftig vor Werbung in Apps

Kleine, aber nutzerfreundliche Änderung beim Google Play Store: Google gibt vor dem Download von Anwendungen an, ob die Apps Werbung enthalten.

von sgr, Sonja Kroll 02.05.2016

Niemand kauft gerne die Katze im Sack. Das gilt auch für Apps. Um seinen Nutzern die Entscheidung zu erleichtern, eine Anwendung herunterzuladen, vermerkt Google ab sofort in seinem Play Store, ob in den Apps Werbung enthalten ist. Das bestätigte das Unternehmen gegenüber «Techcrunch». Der Hinweis «Contains Ads» erscheint unterhalb des Download-Buttons. In Handreichungen für Entwickler erklärt Google genauer, welche Inhalte von den Entwicklern als Ads deklariert werden müssen. Dazu gehören Banner und «Interstitials» («Unterbrecherwerbung», Extrafenster), native Anzeigenformate und sogenannte «House Ads». Andere kommerzielle Inhalte wie beispielsweise bezahlte Produktplatzierung oder Angebote für In-App-Käufe und Upgrades zählen nicht dazu.

Der Google Play Store warnt künftig vor Apps, die Werbung enthalten Der Google Play Store warnt künftig vor Apps, die Werbung enthalten Zoom Nutzer dürften Googles Schritt in Richtung Transparenz begrüssen. Denn auch wenn werbegestützte Apps kostenlos sind, nehmen viele User die Ad-Einblendungen als lästigen Spam wahr. Bei Entwicklern, die über das Modell ihre Apps monetarisieren, dürfte die Kennzeichnung allerdings weniger gut ankommen. Ob sich die Nutzer aktiv von den werbegestützten Apps abwenden, wird sich in der Zukunft zeigen.

Bisher erscheinen die Markierungen noch nicht auf allen Geräten und bei allen Nutzern, sodass anzunehmen ist, dass die Einführung in Schritten vorgenommen wird. Aus Googles Play Store wurden im vergangenen Jahr mehr Apps heruntergeladen als aus dem Apple App Store, während Apple allerdings weit mehr mit seinem Store verdiente.


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