Tests 04.02.2014, 09:00 Uhr

UE Mini Boom im Test: satter Sound für unterwegs

Auf den UE Boom von Logitechs Eigenmarke Ultimate Ears folgt nun der Mini Boom. Gilt das Mini nur für die Grösse oder auch für Klang und Funktionsumfang? Unser Test zeigts.
Moment mal, dieser kleine mobile Lautsprecher kommt uns doch irgendwie bekannt vor? Tatsächlich: Der Mini Boom von Logitechs Audio-Marke Ultimate Ears (UE) sieht exakt genau gleich aus wie die UE Mobile Boombox. Nur tritt er jetzt wie schon der UE Boom als eigenständiges Produkt von Ultimate Ears auf und distanziert sich so zumindest nach aussen von der Marke Logitech. Ansonsten aber alles beim Alten?

Nein, der mobile Lautsprecher hat durchaus einige Änderungen erfahren, und damit sind nicht nur neue Farbkombinationen wie Lila/Grün gemeint. Doch beginnen wir von vorne.
Der Mini Boom funktioniert wie so ziemlich jeder andere mobile Lautsprecher. Man verbindet ihn einfach per Knopfdruck via Bluetooth mit einem beliebigen Bluetooth-fähigen Gerät (Smartphone, Tablet etc.) und schon gibt er Musik ab dem verbundenen Gerät wieder. Wer es noch unkomplizierter will, legt sein NFC-fähiges Gerät einfach kurz auf den Mini Boom und initialisiert so die Bluetooth-Kopplung - eine der neuen Funktionen gegenüber der Mobile Boombox. Bis zu zwei Geräte gleichzeitig kann man mit dem Mini Boom verbinden, insgesamt kann sich das Gerät bis zu acht gekoppelte Geräte merken.
Kleiner Krachmacher
Gekoppelt wäre also nun, doch wie klingt das Ganze? Erstaunlich gut für so ein kleines Ding. Zwar fehlt es dem Mini Boom ein wenig an Tiefen, doch die Lautstärke ist mehr als respektabel. Subjektiv haben wir die Lautstärke sogar höher empfunden als die des UE Boom, auch wenn der gemäss Datenblatt hauchdünn die Nase vorn hat (88 gegenüber 86 dBA). Gegenüber der Mobile Boombox (78 dBA) wurde nicht nur die Lautstärke deutlich erhöht, auch der abgedeckte Frequenzbereich ist nun ein gutes Stück grösser. Der Mini Boom kann also auch an einer Party durchaus für Stimmung sorgen.
Doppelt gekoppelt
Erst recht dürfte dies zutreffen, wenn man zwei Minis miteinander koppelt. Wie schon beim «grossen» Boom, kann man auch hier wieder via Smartphone-App zwei Lautsprecher verbinden, um so entweder die Lautstärke zu erhöhen oder die beiden im Stereo-Modus zu betreiben. Leider konnten wir diese Funktion allerdings nicht ausprobieren, da uns nur ein Testgerät zur Verfügung stand.
Die App zur Mini Boom ermöglicht einige Einstellungen

Die «UE Mini Boom»-App dient, abgesehen von der Kopplung, auch gleich noch als Konfigurationsmenü und Handbuch für den Lautsprecher. So zeigt die App z.B. den Akkustand an und man kann die Equalizer-Einstellung ändern, wenn auch nur drei Stufen zur Verfügung stehen («Laut hören», «Stimme» und «Intim»).
Kommt während des Musikhörens gerade ein Anruf rein, kann der Mini Boom auch als Freisprechanlage verwendet werden. Das funktioniert anstandslos, die Sprachqualität ist gut. Anrufe können über die Bluetooth-Taste auf dem Gerät entgegengenommen werden. Auch die Laustärke lässt sich über zwei Tasten direkt am Lautsprecher regeln.
Leider geht dem jüngsten UE-Spross eine ziemlich coole Eigenschaft des UE Boom ab: Er ist nicht wasserdicht. Zumindest macht er sonst aber einen recht robusten Eindruck. Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit bis zu zehn Stunden an. Aufgeladen wird mit einem gewöhnlichen USB-Kabel.
Fazit: Optisch ist der UE Mini Boom ein Déjà-vu, doch im Innern wurde der Lautsprecher spürbar aufgemotzt und auch um einige neue Funktionen wie NFC, den App-Support und das Koppeln ergänzt. Billig ist zwar auch der Mini Boom nicht, dafür erhält man aber erstaunlich viel Audio-Power für unterwegs.

Testergebnis

Lautstärke, Klang, App
Preis, fehlende Tiefen

Details:  Bluetooth (Reichweite: 15 m), NFC, Frequenzbereich: 130 Hz - 20 kHz, Lautstärke: 86 dBA, bis 10 Stunden Akkulaufzeit, Freisprechanlage, inkl. App, 3,5-mm-Klinkenanschluss, 11,1 x 6,7 x 6,1 cm, 301 g

Preis:  Fr. 129.-

Infos: 
http://www.ultimateears.com/de-ch

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