Tipps & Tricks 02.12.1999, 14:15 Uhr

Stress für Händler

Ich habe mir bei einem Discounter, der mit sehr aggressiven Preisen in den Schweizer PC-Gewässern nach Kunden fischt, einen Top-Rechner nach eigenen Wünschen zusammenstellen lassen. Als ich ihn abholen wollte, stand der PC fertig verpackt bereit. So hatte ich keine Möglichkeit, das Gerät vor Ort einzuschalten, um mindestens zu überprüfen, ob alle Zusätze wie bestellt eingebaut wurden. Was ist eigentlich die Regel in solchen Situationen? Soll man den PC einfach nach Hause nehmen und, wenn etwas nicht stimmt, im Rahmen der normalen Gewährleistung auf Instandstellung pochen? Oder soll man auf einem Probelauf bestehen, auch wenn der Laden voller Leute steht?
Einen PC, der nach individuellen Wünschen zusammengestellt und folglich etwas teurer ist als ein Modell ab Stange, sollten Sie unbedingt bei der Übergabe in Betrieb setzen. Klar: Auch wenn ein Mangel oder eine Fehlbestückung erst später zum Vorschein kommt, haben Sie das Recht auf Nachbesserung. Aber durch eine Überprüfung im Laden sparen Sie eventuell ein mühsames Hin und Her. Beim PC-Kauf ist immer noch relativ viel Geld im Spiel, deshalb sollte eine gewisse Sorgfalt bei der Geschäftsabwicklung nur selbstverständlich sein - auch wenn dies einige Discounter mit ihrem starren Blick auf die (selbstverschuldet) gegen Null zustrebenden Margen übersehen.



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