Gschmöis

von Luca Diggelmann 30.08.2018

Gschmöis (unnötiges Zeugs) ist eigentlich nicht unbedingt ein passender Name für die App der Universität Zürich. Zwar ist die App nicht der Gipfel der Produktivität, aber durchaus interessant. Die App untersucht mit Hilfe ihrer Nutzer das Schweizerdeutsche. Genau genommen geht es darum, verschiedene Ausdrucksweisen einer Region zuzuordnen. Nutzer füllen verschiedene Quizfragen und Lückentexte aus. Ahand dieser Angaben und der Herkunft des Nutzers sammelt Gschmöis Daten, wo welche Ausdrücke üblich sind. Etwas Schade: Bei den meisten Abschnitten gibt es nur voreingestellte Ausdrücke zur Auswahl. Das deckt die wichtigsten Dialekte ab, lässt aber einige etwas ungewöhnlichere Dialekte aussen vor. Wie sonst soll man der Welt Sprachjuwele wie «Zwee Zaane voll Saapfe d’Laatere durab schlaapfe» überliefern?

Erste Schritte: Die App selbst ist sehr einfach strukturiert. Der Nutzer meldet sich einfach mit einigen grundlegenden Daten an. Allem voran: Der Herkunftsort. Dort wäre es schön, wenn man neben dem Herkunftsort auch den aktuellen Wohnort angeben könnte. Schliesslich wohnen in unserem kleinen Land viele Leute nicht mehr dort, wo sie aufgewachsen sind, was wiederum den Dialekt beeinflussen kann. Haben Sie sich erst einmal angemeldet, gehen Sie einfach die Liste von Quizfragen durch. Die Fragen sieben und acht sind jeweils mündliche Fragen und benötigen eine mündliche Antwort per Mikrofon. Zum Abschluss eines jeden Neunerblocks gibt es jeweils eine Expertenfrage.

Gschmöis gibt es für Android und iOS. Schweizerdeutsch sollte man können, sonst macht die App wenig Sinn.

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    Kommentare

    • üta 02.09.2018, 10.12 Uhr

      «Zwee Zaane voll Saapfe d’Laatere durab schlaapfe» Richtiger wäre wohl: "Zwoo Zaane…" Die Klettgauer Mundart unterscheidet zwischen: zwee Manne (der Mann), zwoo Fraue (die Frau), zwaa Chind (das Kind). Zaane (die Zeine, Zaine, (geflochtener Tragkorb mit zwei Griffen)) ist weiblich, daher ist "zwoo Zaane" richtig.

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