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  1. #21
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    Zitat Zitat von Vanessa Kammermann Beitrag anzeigen
    Cloud Computing bedeutet nicht, dass jedermann Zugriff auf deine Daten hat. Es ist klar, dass nur du Zugriff auf deine Daten hast.
    Klar ist für mich, dass ich und die Mitarbeiter des Beitreiber des Servers, also Microsoft, Zugriff auf die Daten haben. Oder irre ich mich da?

    Ich benutze privat Dropbox, das kennst du sicher. Dort ist es doch genau so.
    Dann weiss ich aber, dass es auch andere Anbieter gibt und bei denen werden die Daten bevor sie synchronisiert werden mit dem anderen Computer erst verschlüsselt. Dann hat auch der Serverbetreiber keinen Zugriff mehr auf die Inhalte der Daten. Also er sieht sie zwar aber aber kann sie nicht lesen.

    Ich brauche das privat nicht, denn ich schiebe nichts geheimes mit Dropbox umher. Ich zeige meistens den anderen damit meine Fotos, sonst muss ich die immer allen E-Mails anhängen und das ist mühsam. Und Facebook mag ich nicht.

    Das wird auch rechtlich abgesichert. Aber natürlich brauchts ein Vertrauen in einen Diensteanbieter. Dein Beispiel einer Privatbank hat nichts mit der Cloud zu tun.
    Nein, mit Cloud hat es nichts zu tun, aber mit Vertrauen ;-)
    Das Bankgeheimnis ist auch rechtlich abgesichert, frag mal den Herrn Hildebrand ;-)

  2. #22
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    Zitat Zitat von Elena.Müller Beitrag anzeigen
    Klar ist für mich, dass ich und die Mitarbeiter des Beitreiber des Servers, also Microsoft, Zugriff auf die Daten haben. Oder irre ich mich da?
    Theoretisch haben die Mitarbeitenden im Rechenzentrum die Möglichkeit - wie jeder, der physischen Zugriff auf die Systeme hat. Das ist in einer Firma nicht anders; hier ist der Zugang oft sogar leichter zu bewerkstelligen als in einem mehrfach gesicherten Rechenzentrum.

    In der Praxis erfolgen keine Zugriffe. Sie sind auch nicht notwendig, denn Cloud Provider stellen bildhaft gesagt nur die Container zur Verfügung; was drin ist, spielt für den Betrieb keine Rolle. Sollte ein Mitarbeitender dies missachten, handelt er sich damit viel Ärger ein. Das zeigt auch dein genanntes Beispiel.

    Zudem unterstützt ein seriöser Cloud Provider seine Kunden dabei, gespeicherte Daten zusätzlich zu sichern, etwa mit Verschlüsselungstechnologien.

    Und, ja: Es ist letztlich auch Vertrauenssache. Vertrauen in die Grösse, technische Kompetenz und Seriosität des Cloud Providers.
    Vanessa Kammermann-Gentile, Microsoft Schweiz

  3. #23
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    Zitat Zitat von Vanessa Kammermann Beitrag anzeigen
    Theoretisch haben die Mitarbeitenden im Rechenzentrum die Möglichkeit - wie jeder, der physischen Zugriff auf die Systeme hat.
    Na also, dann war die erstes Aussage schlicht und einfach falsch.

    Das ist in einer Firma nicht anders; hier ist der Zugang oft sogar leichter zu bewerkstelligen als in einem mehrfach gesicherten Rechenzentrum.
    Selbstverständlich ist der Zugang theoretisch leichter in unserer Firma. Aber die Leute die Zugang zu den Daten haben sind die Leute die die Daten selbst erstellen

    Und für vertrauliche Daten und Geschäftsgeheimnisse gibts eine Konventionalstrafe in Höhe von mehreren hunderttausend Franken.

    Am Ende sind die Daten also immer noch sicherer wenn sie bei uns sind. Anonyme und unbekannte Microsoft Mitarbeiter kann ich einfach nicht verklagen und bemerken würde ich es wohl auch nicht.

    In der Praxis erfolgen keine Zugriffe. Sie sind auch nicht notwendig, denn Cloud Provider stellen bildhaft gesagt nur die Container zur Verfügung; was drin ist, spielt für den Betrieb keine Rolle. Sollte ein Mitarbeitender dies missachten, handelt er sich damit viel Ärger ein. Das zeigt auch dein genanntes Beispiel.
    .....
    Und, ja: Es ist letztlich auch Vertrauenssache. Vertrauen in die Grösse, technische Kompetenz und Seriosität des Cloud Providers.
    Da sind wir wieder mit der Praxis und dem Vertrauen. In der Theorie existiert das Bankgeheimnis auch bei Sarasin. In der Praxis haben aber viele Mitarbeiter Zugriff auf die persönlichen Daten von Herrn Hildebrand.

    Herrn Hildebrand interessiert es weiss Gott nicht was jetzt mit dem Mitarbeiter passiert der sich damit viel Ärger eingehandelt hat.

    Und Herr Hildebrand ist jetzt am Boden.



    Man kann noch stundenlang darüber diskutieren aber am Ende gibt es nur einen einzigen Fakt. Microsoft Mitarbeiter HABEN die Möglichkeit auf meine Daten zuzugreifen wenn sie bei Microsoft in der Cloud sind und zwar nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch.

    In Deutschland beläuft sich der Schaden durch Wirtschaftsspionage pro Jahr auf rund 50 Milliarden Euro!
    In der Schweiz geht man von etwa 5 bis 7,5 Milliarden Franken aus.

    Und jetzt darf man einmal raten auf welchen Wegen heute diese Form von Spionage betrieben wird....

    Hier gibt es dazu einen Interessanten und ausführlichen Artikel: http://www.sidler-security.ch/downlo...ang-sidler.pdf.

    Wir erteilen heute Nachmittag übrigens den Beschaffungsauftrag und es werden KEINE Cloud Dienste in Anspruch genommen werden. Somit ist das Cloud Thema für uns abgeschlossen.

  4. #24
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    Beitrag

    Was bei Cloud-Storage Lösungen werden kann, zeigt ja aktuell auch die Megaupload Problematik. Die Storage-Cloud wurde mit Sicherheit auch für völlig legale Zwecke eingesetzt. Nun haben diese Kunden den Schaden. Ist wohl als Kollateral-Schaden angesehen.
    Für die Behörden (Und auch den Rechteinhaben, wie man die auch immer bezeichnen will, usw.) gibt es keinen einfacheren Weg an Daten zu kommen als in einer Cloud.
    Die Auswirkungen können dann aber für alle Kunden zum Problem werden.
    Amazon Cloude Dienste werden vermehrt von Kriminellen für Ihre Zwecke missbraucht.
    Was passiert nun wenn im Rahmen eines Rechtebruches die Amazon Cloud temporär stillgelegt wird? Die Firmen, welche sich auf diesen Service verlassen, können dann bald Konkurs anmelden.
    Man mag jetzt argumentieren das sei nicht das gleiche, aber der Unterschied ist im Prinzip marginal. Bei Firmeninternen Clouds, die es ja im Prinzip schon lange gibt (Citrix, Fileserver, usw.) sieht das natürlich anders aus.

    Gruss Daniel

  5. #25
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    Zitat Zitat von Elena.Müller Beitrag anzeigen

    Man kann noch stundenlang darüber diskutieren aber am Ende gibt es nur einen einzigen Fakt. Microsoft Mitarbeiter HABEN die Möglichkeit auf meine Daten zuzugreifen wenn sie bei Microsoft in der Cloud sind und zwar nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch.

    In Deutschland beläuft sich der Schaden durch Wirtschaftsspionage pro Jahr auf rund 50 Milliarden Euro!
    In der Schweiz geht man von etwa 5 bis 7,5 Milliarden Franken aus.

    Und jetzt darf man einmal raten auf welchen Wegen heute diese Form von Spionage betrieben wird....
    Erst einmal: Viel Erfolg bei deinem Geschäft! Es freut mich, dass du eine für dein Geschäftsmodell tragbare ICT-Strategie gefunden hast.

    Ich kann dein Statement leider nicht so stehen lassen: Es ist völlig unzulässig, direkt oder indirekt den Eindruck zu erwecken, Microsoft-Mitarbeitende seien potentielle Wirtschaftsspione.

    Cloud und Wirtschaftsspionage - da gibt es keinen direkten Zusammenhang. Nehmen wir als Beispiel den Strassenverkehr: Der Strassenbelag ist ja auch nicht für Unfälle verantwortlich.
    Vanessa Kammermann-Gentile, Microsoft Schweiz

  6. #26
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    Zitat Zitat von gucky62 Beitrag anzeigen
    Was bei Cloud-Storage Lösungen werden kann, zeigt ja aktuell auch die Megaupload Problematik.
    Das hat nichts mit Cloud Computing zu tun, sondern mit einem mutmasslich kriminellen Geschäftsmodell. Cloud Computing ist eine neutrale Infrastruktur.
    Vanessa Kammermann-Gentile, Microsoft Schweiz

  7. #27
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    Frau Kammermann Ihr Engagement hier auf PC-Tipp in Ehren, aber bitte scheren sie nicht alle Oneclick Hoster resp. das Geschäftsmodell über den selben Kamm - nur weil es darunter schwarze Schafe gibt.

    OneClick Hoster sind per Se in der Form ein Cloudservice ohne wenn und aber. Dass angeblich Anzreize zu Gesetzesverstösse "vergeben" werden, tut hier nichts zu Sache. Und grundsätzlich gilt noch immer die Unschuldsvermutung

    Oder wie fänden Sie es, wenn ich behaupten würde Microsoft unterstützt die kriminellen Machenschaften der Cracker/Hacker, nein sogar Leecher , weil sie mittels eines MS Betriebssystems kriminelle Handlungen ausüben? /touché


    Lesen sie die Meldungen zum Gerichtsurteil welches Rapidshare hierzu erwirkt hat - Danke!
    greets hwrob

    </quality matters>

  8. #28
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    Zitat Zitat von hwRob Beitrag anzeigen
    Frau Kammermann Ihr Engagement hier auf PC-Tipp in Ehren, aber bitte scheren sie nicht alle Oneclick Hoster resp. das Geschäftsmodell über den selben Kamm - nur weil es darunter schwarze Schafe gibt.

    Sorry, hwRob. Mein Statement bezog sich nur auf den genannten Fall. Und nicht auf Oneclick Hoster an und für sich.

    Noch einmal (ich wiederhole das gerne):

    Infrastruktur und Geschäftsmodell, das über die Infrastruktur "gefahren" wird, sind zwei ganz verschiedene Dinge.

    Die Infrastruktur ist neutral. Es ist nicht zulässig, Infrastruktur und allfällige kriminelle Machenschaften (ob es jetzt um Filesharing, Datenschutzverletzungen, Wirtschaftsspionage) miteinander zu vermischen.
    Vanessa Kammermann-Gentile, Microsoft Schweiz

  9. #29
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    Das ist ja schön und gut, Vanessa, es ändert aber nichts an dem von Gucky erläuterten Problem. Sollte sich das FBI mal entschliessen (aus welchen Gründen auch immer), die Microsoft-Cloud zu schliessen, so stünden die Firmen mit ihrer 'Cloud-Infrastruktur' auf der Strasse, hätten ihre Daten verloren und würden obendrein auch noch den amerikanischen Behörden unfreiwillig die Einsicht ihrer Daten gewähren (die aber in unserem Fall schweizerischen Ursprungs sind). Keine rechtliche Absicherung der Welt könnte einen solchen Schaden ersetzen.

    Wieso soll man ein solches Risiko eingehen, wenn man bis jetzt 20 Jahre lang bewiesen hat, dass es auch anders geht?

  10. #30
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    Hallo Kovu
    Zitat Zitat von Kovu Beitrag anzeigen
    [...]Sollte sich das FBI mal entschliessen (aus welchen Gründen auch immer), die Microsoft-Cloud zu schliessen, so stünden die Firmen mit ihrer 'Cloud-Infrastruktur' auf der Strasse, hätten ihre Daten verloren und würden obendrein auch noch den amerikanischen Behörden unfreiwillig die Einsicht ihrer Daten gewähren (die aber in unserem Fall schweizerischen Ursprungs sind).
    Mit SOPA wäre diese Gefahr tatsächlich gestiegen. Das liegt jetzt zum Glück vorerst mal auf Eis. Aber sogar dann wäre es wohl keiner Behörde eingefallen, einen Dienstleister von erheblicher wirtschaftlicher Relevanz abzuschalten.

    Es liegt bei Clouddiensten aller Art auch etwas am Betreiber, klarzustellen, an welche Zielgruppe er sich richtet. Wenn er beim Hinweis auf einen konkreten Verstoss nichts unternimmt, dann steht er ohnehin auf dünnem Eis. Das gilt aber sowieso für jeden Webseitenbetreiber.

    Ausserdem empfinde ich Dienste à la Megaupload oder Rapidshare nicht als vergleichbar mit einer MS Cloud. Ich nutze privat übrigens beide nicht (wenn überhaupt, wäre ich eher bei Ubuntu One zuhause).

    Herzliche Grüsse

    Gaby
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