Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. Jean-Claude Biver, Uhrenchef des Luxusgüterkonzerns LVMH, warnt die Industrie davor, Apple zu wenig ernst zu nehmen. » Zum Artikel
  1. #1
    Registriert seit
    19.11.2007
    Beiträge
    660

    Tag-Heuer-Chef warnt Uhrenindustrie vor Angriff der Apple Watch

    Die Display-Uhr von TH sieht ja wirklich chic aus. Nur wie stellen die sich vor, etwas Konnektivität zu schaffen? Dies wird der eigentliche "Angriff" von Apple sein.

  2. #2
    Registriert seit
    04.11.2007
    Ort
    am Zürichsee
    Beiträge
    1.834
    Original-Zitat von Jean-Claude Biver, Uhrenchef des Luxusgüterkonzerns LVMH:

    "Apple gebe vor, welche Funktionen man haben müsse und setze quasi den Standard"

    Das ist schon die Messlatte, der Preis dafür spielt in diesem Preissegment vermutlich nur die 2. Rolle.
    Den (Apple-) "Standard" verbessern könnte Tag-Heuer z.B. mit:
    1. Akku-Laufzeit
    2. Kontaktloses laden auf der Ladeschale mit Qi, der Wirkungsgrad der Ladefunktion ist nebensächlich. Und ein magnet-transparenter Uhrenboden ist in dieser Preisklasse kein Hinderungsgrund.

    PC-John

  3. #3
    Registriert seit
    11.04.2013
    Beiträge
    143

    Cool Spuk geht nicht vorbei

    Im Gegenteil, ich wage die Prognose dass die Entwicklung noch schneller ablaufen wird als die Ausbreitung der Mobiltelefone. In etwa 8 Jahren werden vermutlich ausserhalb des Luxusartikels kaum noch andere Uhren verkauft.
    Eine durchschnittliche Uhr dürfte in 8 Jahren eine Akku-Laufzeit von zwei Wochen haben und die Features auf dem Gerät werden zahlreich sein und durch Apps von Fremdherstellern ergänzt werden können.

    Achtung, meine Prognosen haben sich (fast) immer bewahrheitet. Es gibt namentlich aber eine weitere Entwicklung die sich stark negativ vor allem auf die Entwicklung solcher Uhren auswirken könnte, die weltweit abkühlende Wirtschaft und es hängt die Gefahr einer gewaltigen Rezession in der Luft. Eine solche Entwicklung könnte die Innovationskraft der Konzerne reduzieren und die Kauflust oder Kaufkraft der Kunden minimieren. Ob eine Rezession aber die Uhren ohne Computer-Apps vom Abstieg bewahren könnte, glaube ich nicht, auch dieses Marktsegment könnte unter Rezession leiden.

    Es wird in 8 Jahren aus Sicht der Kunden genauso wenig einen Grund geben auf eine solche Technologie zu verzichten wie es heute noch Menschen gibt die absichtlich kein Mobiltelefon besitzen wollen. Alle durchschnittlichen Konsumenten werden ausschließlich Uhren mit eingebautem Computer tragen wollen, da bin ich mir sicher.

  4. #4
    Registriert seit
    04.11.2007
    Ort
    am Zürichsee
    Beiträge
    1.834
    Zitat Zitat von aandima Beitrag anzeigen
    ... Eine durchschnittliche Uhr dürfte in 8 Jahren eine Akku-Laufzeit von zwei Wochen haben und die Features auf dem Gerät werden zahlreich sein und durch Apps von Fremdherstellern ergänzt werden können ...
    Das aber braucht nebst Anderem auch eine vollständig neue Batterie-Technologie, welche jedoch auf sich warten lässt.
    Gemäss dem 1. (oder 2.) Hauptsatz in der Wärmelehre heisst es vereinfacht:

    "Energie kann nicht verloren gehen, nur umgewandelt werden von einem höheren in ein tieferes Energie-Niveau, wo man nutzbare Energie bekommt, und von einem tieferen in ein höheres Energie-Niveau, indem man Energie hinzuführt."

    So einfach geht das, wer es wirklich kapiert hat.

    Bezüglich Batterie:
    Hier läuft ein chemischer Prozess ab, indem Resourcen verbraucht werden.
    Die Bestandteile einer leeren Batterie können grundsätzlich unter Zuführung von Energie wieder "aufgeladen" werden zur erneuten Verwendung. Ob sich das wirtschaftlich lohnt, ist eine andere Frage.

    Bezüglich Akku:
    Hier muss mit irgendwelchen chemischen Prozessen "Strom eingelagert" werden. Das einlagern und auslagern hat nur einen bestimmten Wirkungsgrad, der Verlust zeigt sich in Form von Wärme.
    Wieviel Strom mit welchen Techniken eingelagert werden kann, danach suchen Heerscharen von Wissenschaftlern.

    Bezüglich Brennstoffzelle:
    Hier ist meistens die Abwärme das grösste Problem, vor allem bei der gewünschten Miniaturisierung. Jedes Material gemäss unserem Periodischen System hat eine Wärme-Leitfähigkeit, und diese lässt sich nicht "gegen Null" hin verkleinern.

    PC-John

  5. #5
    Registriert seit
    12.08.2008
    Beiträge
    478
    Zitat Zitat von aandima Beitrag anzeigen
    Im Gegenteil, ich wage die Prognose dass die Entwicklung noch schneller ablaufen wird als die Ausbreitung der Mobiltelefone. In etwa 8 Jahren werden vermutlich ausserhalb des Luxusartikels kaum noch andere Uhren verkauft.
    Eine durchschnittliche Uhr dürfte in 8 Jahren eine Akku-Laufzeit von zwei Wochen haben und die Features auf dem Gerät werden zahlreich sein und durch Apps von Fremdherstellern ergänzt werden können.
    Auch wenn ich selber befürchte, dass das Quarzuhren-Segment von den Smartwatches stark betroffen sein wird, so stellt sich für mich dennoch eine Frage: was bietet mir eine Smartwatch, was ich wirklich bräuchte oder nicht anderweitig schon im Smartphone hätte?

    Bei den Mobiltelefonen und später bei den Smartphones war das eine ganz andere Angelegenheit: an jedem Ort telefonieren und Nachrichten absetzen zu können war ein grosses Bedürfnis der Gesellschaft. Und dass sich dann das Smartphone mit der Vereinigung von Handheld-Computern und Mobiltelefon durchsetzte, ist genau so wenig ein wunder - denn man hatte plötzlich sämtliche Funktionalität in nur einem Gerät... man hat also für eine maximale Nutzung weniger mit sich herumzutragen.

    Wie steht es aber um die Smartwatch? Was bietet mir eine Smartwatch, was ich dringend benötige? Ich brauche ehrlich gesagt kein zusätzliches Gerät, welches mir Messages und News anzeigt. Was wird mir sonst noch geboten? Fitness-Sensorik? Schön und gut... ist für mich aber kein Muss. Ich hatte vor ein paar Jahren noch eine Pulsuhr für's Joggen an... die liegt aber mittlerweile einfach in der Schublade herum, weil sich der Sport auch ohne die Uhr treiben lässt... und aufs Fitness-Tracking seitens der Krankenkassen (oder auch die gesundheitliche Profilierung durch Internet-Konzerne) bin ich ehrlich gesagt auch nicht scharf. Also... um es auf den Punkt zu bringen: mit dem Smartphone haben sich viele Geräte erübrigt (theoretisch sogar eine Uhr, weil das Smartphone die Zeit genau so gut anzeigt)... mit der Smartwatch aber habe ich neu ein zusätzliches Gerät, welches mir im Grunde aber nicht mehr Verraten kann als das Smartphone auch schon tut.

    Die Realität ist: Armbanduhren (egal wie teuer oder billig) sind heute schon eigentlich nur noch Schmuck. Je billiger die Uhren sind, desto mehr haben die Leute davon in der Schublade, um sich ans aktuelle Outfit anzugleichen. Ich weiss nicht ob die Smartwatch da wirklich mithält. Es gibt nur wenige davon, die wirklich gut aussehen... und die Apple Watch gehört da definitiv nicht mit dazu.

    Tekkies und Apple Nerds fahren freilich auf solche Spielereien ab - aber in der breiten Masse werden sich Smartwatches erst noch behaupten müssen (besonders so lange sie solch erbärmliche Akku-Laufzeiten haben).

  6. #6
    Registriert seit
    07.05.2015
    Beiträge
    51
    Sehe es genauso wie Kovu. Eine Uhr ist ein Gadget, schon heute. Die paar male am Tag, an denen ich eine Uhr brauche um zu wissen wie spät es ist, haben mich bis heute schon nicht überzeugt, um eine Uhr zu tragen.

    Ein Smartphone hilft mir in gewissen Bereichen, meine Arbeit besser zu verrichten, und mit Arbeitskollegen und der Familie, Kollegen effizient kommunizieren zu können wenn wir nicht am selben Ort sind.
    Ich kann fast immer und überall Infos abrufen, etwas recherchieren, etc.
    Andererseits ist es auch eine Zeitfalle und verhindert auch oft, dass ich anrufe, stattdessen schreibe ich kurz was.

    Eine Smartwatch könnte für mich höchstens in Frage kommen, wenn ich das Smartphone ablösen könnte, d.h. dieses nicht mehr immer dabei haben müsste um zu kommunizieren und etwas nachzuschlagen. Aber eingeben will ich nicht in jedem Fall per Sprache, also brauche ich wieder was zum tippen. :/

    Für mich, im heutigen Entwicklungsstand-Nein.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •