Startschuss für Super Mario Run

Heute ist es soweit: Der schnauzbärtige Klempner mit dem roten Hut macht wieder Pilze platt. Auf dem iPhone! Hier eine erste Vorschau.

von GAMES.CH , Ulrich Wimmeroth 08.12.2016 (Letztes Update: 15.12.2016)
    Zoom Wenn Sie bei Super Mario Run an Endlosrenner wie Temple Run oder Pitfall denken, dann liegen Sie schwer daneben. Wir haben uns bei Nintendo in Frankfurt den ersten SmartDevice-Auftritt des hüpffreudigen Klempners genau angeschaut und mussten mit Gewalt vom iPad entfernt werden. Nach Miitomo und Pokémon Go setzt Nintendo die frische App-Strategie konsequent weiter um und präsentiert heute, am 15. Dezember, für iOS-Geräte ab Version 8.0 – eine Android-Version folgt etwas später, einen genauen Termin gibt es aber noch nicht – mit Super Mario Run den ersten mobilen Auftritt des Hüpfhelden. Mario auf dem iPhone, kann das was? Ja, es kann, davon konnten wir uns bei einer ausführlichen Anspiel-Session in Frankfurt persönlich überzeugen.

Neue Spieler für das Königreich

Vorsicht vor den Zahnrädern Vorsicht vor den Zahnrädern Zoom© Games.ch

«Nein, mit mobilen Spielen wird definitiv nicht die Kaufbereitschaft für die Konsolenversionen torpediert», erklärt ein Mitarbeiter von Nintendo. Das Gegenteil sei der Fall, trotz des weitgehend kostenfrei nutzbaren Pokémon Go haben Pokémon Sonne und Mond einen mehr als erfolgreichen Start hingelegt, was die hervorragenden Verkaufszahlen zweifelsfrei beweisen. Man erreicht mit der SmartDevice-Strategie eine ganz neue Nutzerschicht, denen man die Freuden eines Nintendo-Spiels nahebringen kann. Und was würde sich da nicht schon besser eignen, als dem Giganten unter den Jump&Run-Videospielhelden einen würdigen Auftritt zu verleihen. Leicht zu erlernen, leicht zu bedienen, aber schwer zu meistern, damit Neueinsteiger und langjährige Mario-Fans gleichermassen auf ihre Kosten kommen.

Was sich wohl in der Truhe verbirgt? Was sich wohl in der Truhe verbirgt? Zoom© Games.ch

Wir haben uns das grösste iPad geschnappt, das zu Testzwecken zur Verfügung stand und uns gleich einmal im Modus World Tour in die erste Spielwelt begeben. Das Prinzip ist denkbar einfach gehalten: Der Klempner läuft automatisch, lediglich an bestimmten, besonders kniffligen Stellen im Spiel gibt es Halteblöcke, an denen Mario auf eine Eingabe wartet. Das unterscheidet das Spielprinzip schon mal gewaltig von den zahlreichen Endlosrennspielen im Apple- oder Play-Store und sorgt dafür, dass Sie sich eine Strategie überlegen können, wie Sie tückische Gegner, knifflige Passagen sowie Bosse überwinden und möglichst alle Münzen im Abschnitt sammeln können. Apropos Münzen: Es gibt nicht nur die bekannten Goldmünzen, die auch als Währung für den Shop dienen, sondern zusätzlich noch rosa, grüne und schwarze Münzen. Sammeln Sie alle fünf rosa Münzen in einem Level ein, ändert sich beim nächsten Durchlauf die Anzahl und die Position von Plattformen und Feinden. Damit nicht genug, jetzt sind es fünf grüne Münzen, die sich an oft schwer erreichbaren Stellen verbergen oder überhaupt erst erscheinen, wenn eine Reihe Goldmünzen abgeräumt wurde. Sind auch diese komplett, sind es beim nächsten Mal schwarze Münzen. Man kann also sagen, es gibt drei Variationen eines Levels, die sich im Aufbau und Schwierigkeitsgrad deutlich voneinander unterscheiden. Und auch wenn die Steuerung mit einem Finger sofort in Fleisch und Blut übergeht: Die Level-Varianten perfekt zu meistern, ist eine echte Herausforderung.

Die Jagd nach den Münzen geht weiter Die Jagd nach den Münzen geht weiter Zoom© Games.ch

Zwar überspringt Mario ohne Zutun kleine Gegner und niedrige Hindernisse automatisch mit einem Bocksprung, aber für die meisten Passagen gilt: Ohne perfektes Timing und Übung verliert man schnell ein Leben. Dann erscheint Mario in einer Luftblase und lässt sich so an einer bereits gemeisterten Stelle positionieren. Das kennt man aus den New-Super-Mario-Bros-Spielen. Gut gelöst: Es gibt eine grosse Anzahl an Hüpfvariationen, die Sie mittels Einfingersteuerung ausführen können. Beispielsweise kann Mario sich in der Luft drehen, um noch ein Stück weiterzukommen oder einem Gegner beim automatischen Bocksprung den Todesstoss zu versetzen.

Viele Optionen für recht wenig Geld

Investiert man die 10 Franken für die Vollversion, gilt es, sechs Welten mit je vier Level im klassischen Mario-Aufbau zu meistern. Das ist schon ein recht ordentlicher Umfang, der eine ganze Weile zu beschäftigen weiss. Zusätzlich wird es freischaltbare Charaktere wie Luigi und Yoshi geben, mit denen die World Tour erneut angegangen werden kann. Das reicht noch nicht? Gut, wie wäre es denn mit etwas Aufbausimulation? Das zerstörte Pilzkönigreich kann nach Bowsers Angriff wieder aufgebaut werden. Da Bowser dabei auch gleich Prinzessin Peach entführt hat, brauchen wir wohl nicht extra zu erwähnen. Also beginnt man, Häuser und Regenbogenbrücken zu bauen, Bäume und Sträucher anzupflanzen und Fragezeichenblöcke oder Röhren in die Gegend zu stellen. Das macht durchaus Laune und zahlt sich auch mit dem Zugriff auf Bonusspiele aus. Allerdings gibt es erst einmal ein grosses Problem, denn es fehlt die Bevölkerung. Die farbigen Toads sind alle vor dem Angriff geflohen und lassen sich nur durch gewonnene Challenges in das Königreich zurücklocken. Und ohne Toads können auch keine neuen Gebäude errichtet werden.

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