Vive-Besitzer können wieder Rift-Titel spielen

Um Spiele an die eigene Plattform zu binden, hat Oculus VR bislang die Nutzung seiner Titel nur erlauben wollen, wenn eine Rift angeschlossen war. Nun tritt eine plötzliche Kehrtwende ein.

von Simon Gröflin 27.06.2016

Nach lautstarker Kritik entfällt der Hardware-Schutz bei der Oculus Rift. Bislang war es nur möglich, Oculus-Software zu nutzen, wenn eine Rift am PC angeschlossen war – oder aber man bediente sich eines Workarounds. Die von Enthusiasten entwickelte Revive-Software übersetzt Oculus-Befehle für VR-Produkte anderer Hersteller wie der HTC Vive. Die letzte Version des Programms war zudem darauf zugeschnitten, den Hardware-Schutz zu deaktivieren. Wenige Tage zuvor betonte Oculus-Gründer Palmer Luckey noch, dass Exklusivität gut sei für die VR-Industrie. Die Tatsache, dass ein Umgehen des Hardware-Schutzes auch Piraterie begünstigen kann, muss Oculus inzwischen zu einem Kurswechsel bewogen haben. 

Eine neue Oculus-Store-App ohne Hardware-Schutz wurde klammheimlich übers Wochenende ausgerollt. Gegenüber dem VR-News-Portal UploadVR bestätigte später ein Oculus-Sprecher den plötzlichen Kurswechsel: «Wir glauben, Inhalte der Entwickler zu schützen, ist kritisch für den langfristigen Erfolg der VR-Industrie und wir werden weitere Schritte unternehmen, um sicherzugehen, dass VR-Entwickler auch in Zukunft in bahnbrechende Inhalte investieren können.» Man werde daher in Zukunft auf den Hardware-DRM in PCs verzichten, so Oculus.


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