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Adobe entwickelt neue Kreativ-App Fresco für das iPad

Adobe arbeitet an einer iPad-App namens Fresco zum Zeichnen und Gestalten von Grafiken. Das Tool soll mit KI-gestützten Pinseln punkten.

von Stefan Bordel 19.06.2019

Adobe erweitert seine Creative Cloud mit der iPad-App Fresco um ein neues Tool zum Zeichnen und Gestalten von Grafiken. Die App ist aktuell in einer Vorabversion erhältlich und soll im weiteren Verlauf des Jahres zunächst exklusiv und kostenlos für das iPad und darauf folgend für andere Systeme erscheinen.

Highlight-Funktion der neuen App sind die sogenannten Live Brushes. Dahinter verbergen sich eine Reihe KI-gestützter Stifte und Pinsel, die auf Adobes Sensei-Technologie zurückgreifen, um ein möglichst realistisches Verhalten von Ölfarben und Aquarellen zu simulieren. Künstler sollen dadurch in der Lage sein, auch digital dieselben Ergebnisse zu erzielen wie auf einer realen Staffelei.

So können mit den Live Brushes etwa dickere Farbschichten simuliert werden, auf denen auch Rillen vom getätigten Pinselstrich zu sehen sind. Zudem lassen sich Farben nach Belieben miteinander mischen, um einen abwechslungsreichen Farbverlauf zu erzeugen.

Die App unterstützt zudem den Einsatz von Pinseln aus Photoshop. Wie Photoshop bietet auch Fresco nützliche Grafik-Werkzeuge wie Ebenen, Maskierungen und die gezielte Auswahl von Elementen im Arbeitsbereich. Darüber hinaus ist die App mit anderen Lösungen aus der Creative Cloud kompatibel, wodruch ein nahtloses Arbeiten mit Photoshop oder Illustrator möglich sein soll.

Adobe nimmt das iPad ins Visier

Apples iPad wird im Verbund mit dem Pencil-Bedienstift von mehr und mehr Kreativschaffenden als mobiles Arbeitsgerät eingesetzt. Entsprechend gewinnt die iOS-Plattform auch an Bedeutung für Adobe, das mit Photoshop seit Jahrzehnten den Standard in der Kreativ-Branche vorgibt.

Auf Apples mobiler Plattform waren die US-Amerikaner bislang allerdings nur halbherzig unterwegs. Mit Fresco und einem vollwertigen Photoshop soll sich das in diesem Jahr nun ändern. Ob Adobe aber auch auf den mobilen Geräten aus Cupertino zum Branchenprimus avanciert, muss sich zeigen. Denn mit den Affinity-Apps oder etwa auch Procreate stehen mächtige und im Vergleich zur Creative Cloud wesentlich preiswertere Lösungen für Mediengestalter auf dem iPad parat.


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