News 17.12.2013, 08:57 Uhr

Festnetz ist bei Vieltelefonierern beliebter

Praktisch jeder Internet-Nutzer verfügt in der Schweiz mittlerweile über einen Breitbandanschluss. Schweizer telefonieren häufiger und die Fernmeldedienstanbieter machen dadurch mehr Umsatz. Dies einige Resultate der Fernmeldestatistik vom Bakom.
Obwohl die Mobilfunktelefonie in der Schweiz fast 70 Prozent aller Anschlüsse ausmacht, ist sie für nicht einmal die Hälfte der Anrufdauer verantwortlich
Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat die Fernmeldestatistik 2012 veröffentlicht. Darin wird aufgeführt, wie sich der Schweizer Telekommunikationsmarkt im Jahresvergleich verändert hat. Einige interessante Kennzahlen:
  • Die Zahl der Internetendkunden stieg um 2,3 Prozent, 3 189 834 Nutzer verfügen über einen Breitband-Internetanschluss. Das sind 99 Prozent des Totals (2001: 97,7 Prozent).
  • Die Fernmeldedienstanbieter erwirtschafteten einen Nettoumsatzzuwachs von 1,1 Prozent. Ihr Betriebsaufwand ging um 6,1 Prozent zurück. Die Investitionen stiegen um 21,3 Prozent auf 3 Milliarden Franken.
  • 23 632 Personen arbeiteten bei einem Fernmeldedienstanbieter, das sind 0,7 Prozent weniger als noch 2011.
  • Die Gesamtdauer der im Jahr 2012 vom Festnetz aus hergestellten Verbindungen stieg um 2,6 Prozent. Im Mobilfunk wurden 7,4 Prozent mehr Verbindungen hergestellt als im Jahr zuvor.
  • Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse war 2012 zwar mehr als doppelt so gross wie die der Festnetzanschlüsse, aber nur 59,2 Prozent der Verbindungen und 48,8 Prozent der Gesamtdauer der Verbindungen entfielen auf den Mobilfunk.
  • Die Zahl der Mobilfunkkunden nahm 2012 um 3,3 Prozent auf 10,4 Millionen zu, die Zahl der Mobilfunkteilnehmer mit Prepaid-Karte um 2,4 Prozent ab. Knapp 40 Prozent aller Mobilfunkteilnehmer taten dies letztes Jahr noch mit einer Prepaid-Karte.
  • 272 630 Nutzer portierten mit ihrer Rufnummer zu einem anderen Fernmeldedienstanbieter, deutlich mehr als noch 2011 (184 204).
Um die Zahlen zu erheben, hat das Bakom 407 Fragebogen von Unternehmen ausgewertet, die in der Schweiz Fernmeldedienste anbieten

Autor(in) Simon Gröflin



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